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Thema: "Federnlesen" von Johanna Romberg


Während in den letzten Jahrzehnten in Deutschland der Markt für Naturbücher eher vor sich hin dümpelte, kann man ja in den letzten zwei bis drei Jahren hier einen deutlichen Umschwung feststellen.
Immer mehr Bücher aus dem Genre des "Nature Writing" erscheinen auch in Deutschland und folgen einem Trend, den man schon deutlich länger in den englischsprachigen Ländern beobachten kann.
Die meisten der hier erscheinenden Titel sind daher auch Übersetzungen aus dem Englischen. Und dies zu Recht, gibt es in Deutschland doch nur wenige, die sowohl Ahnung haben als auch gut schreiben können.
(Der Shooting-Star aus Deutschland ist ja der Ex-Förster Peter Wohlleben. Und der schreibt wohl einiges an Unsinn. Zumindest wenn man dem Forstwissenschaftler Christian Ammer glauben darf, der eine Petition verfasst hat, um diese Pseudo-Wissenschaft zu entlarven.)

Und nun ist mir in meiner Lieblingsbuchhandlung in Münster zufällig ein Buch für den Orni in die Hände gefallen.
Es heißt "Federnlesen" und wurde von Johanna Romberg geschrieben.
Es beschreibt, was es heißt, Vögel zu beobachten und warum dies unser Leben deutlich reicher machen kann.
Romberg schreibt aus einer sehr persönlichen Perspektive und schildert die Höhen und Tiefen des Birders mit allen Facetten.
Man merkt deutlich, dass sie eine Profi-Schreiberin ist - Frau Romberg ist Journalistin bei "Geo" und das sie wirklich mit Herzblut bei der Sache ist.
An keinem Punkt ist dieses schön gestaltete Buch langweilig und wird auch dem erfahrenen Orni noch Anregungen geben.

Von mir eine absolute Leseempfehlung. Und vielleicht auch eine Geschenkempfehlung für alle Freunde, Kollegen und Nachbarn die nicht verstehen, warum wir immer mit einem Fernglas um den Hals herumlaufen.



Ich bin vor kurzem auch über das Buch gestolpert und habe mir zumindest schon mal die Leseprobe zu Gemüte geführt.
Sehr schön, dass es von dir eine Empfehlung gibt.
Es freut mich sehr, dass das "Nature-Writing"-Genre auch so langsam zu uns rüber kommt.

LL: 277 (Uhu, Rebhuhn)


Toni_Maroni:

(Der Shooting-Star aus Deutschland ist ja der Ex-Förster Peter Wohlleben. Und der schreibt wohl einiges an Unsinn. Zumindest wenn man dem Forstwissenschaftler Christian Ammer glauben darf, der eine Petition verfasst hat, um diese Pseudo-Wissenschaft zu entlarven.)


Klar schreibt er auch Unsinn.
Aber das zumindest im süddeutschen Raum reihenweise Jagdgenossenschaften aus ihren Verträgen entlassen werden weil man erkannt hat das zumindest öffentliche Wälder keine Reh/Hirsch oder Mufflon/Gamspuffs sind da hat Wohlleben recht. Laubwälder würden heute ganz anders aussehen wäre man nicht jahrzehntelang vor dieser feudalistischen Jägergang zu Kreuze gekrochen.
In dieser These spielt natürlich ein exorbitant gestiegener Holzpreis eine grosse Rolle. Die öffentliche Hand ist auf Jagdpacht kaum mehr angewiesen, der Cash läuft im Holz. Und das wird von immer mehr Rehen und Hirschen schon von klein auf weggefressen.
Da stinkt Herr Wohlleben an der exakt richtigen Stelle...



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