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Thema: Ornitho- Fehlbestimmungen


martinmiethke:
SDiger67:
Der Höckerschwan war aber ebenfalls kein Tippfehler... sowohl im Deutschen als auch im Französischen kann man sich einfach nicht vertippen!

Nein, ein Tippfehler nicht – aber doch auch keine Fehlbestimmung …


Warum denn nicht?




Äähm – wer soll denn bitteschön Höckerschwäne für Mittelmeermöwen halten? 8-)



martinmiethke:
Äähm – wer soll denn bitteschön Höckerschwäne für Mittelmeermöwen halten? 8-)


Zum Beispiel solche, die Gänse für Kraniche halten :-D



Zuletzt bearbeitet: 19.06.15 19:36 von SDiger67


SDiger67:

Zum Beispiel solche, die Gänse für Kraniche halten :-D


Sowas hatte ich neulich erst.
Wir haben in Bio einen Film geschaut und es waren zwei fliegende Kraniche zu sehen. Unser Lehrer hat gefragt was das den für Vögel sind. Etliche haben rein gerufen "Wildgänse" :D

Ich musste dann aufklären ;-)



Auf unseren Zoologie-Exkursionen mit den Biologen hatten wir erstaunlich viele Haubentaucher mit grün-schillerndem Gefieder.
Ein einziger konnte Mauersegler und Schwalben auseinander halten (von ca. 150) und nach 7 Bestimmungsübungen schreiben manche immer noch die Familienbezeichnung als Artnamen oder besser noch den Erstbeschreiber (also Emberiza Linnaeus) auf
Man verlangt doch nichts unmögliches, oder?

MfG Maffong

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Artenliste 2017: 255 Arten (Nonnensteinschmätzer)
Lifelist: 1334 Arten (Nonnensteinschmätzer)
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Maffong:
Auf unseren Zoologie-Exkursionen mit den Biologen hatten wir erstaunlich viele Haubentaucher mit grün-schillerndem Gefieder.
Ein einziger konnte Mauersegler und Schwalben auseinander halten (von ca. 150) und nach 7 Bestimmungsübungen schreiben manche immer noch die Familienbezeichnung als Artnamen oder besser noch den Erstbeschreiber (also Emberiza Linnaeus) auf
Man verlangt doch nichts unmögliches, oder?

MfG Maffong


Doch, doch! Die Unis verlangen Unmögliches. Ich erinnere mich, dass ich beim Auswerten von Klausuren Dinge fand wie "Mammalia brassicae, die Kohleule". Oder in Physik: "Je schneller man fährt, desto weniger Sprit braucht man, weil man ja früher ankommt und somit für kürzere Zeit Sprit verbraucht hat!"

Tss-tss. Ich will auch wieder Studi sein.

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Professoren haben's allerdings auch nicht leicht. Es ist so peinlich. Mein erster Entomologie-Prof hat uns beigebracht, dass Blattläuse den Honigtau aus den Siphonen abscheiden. Das ist vielleicht nur für Entomologen witzig. Aber ein Vergleich macht den Grad des Absurden klar: es ist, als würde jemand von uns behaupten, dass Vögel aus den Flügelspitzen kacken....

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Na, jetzt kommt ihr aber ziemlich weit vom Thema ab … 8-)



http://www.ornitho.ch/index.php?m_id=54&mid=338607

Bemerkung: 2 Tage später war das Nest ausgeraubt (Katze?)

Mannomann... geht es gedankenloser?




SDiger67:
Mannomann... geht es gedankenloser?

Verstehe ich nicht – wie meinst du das?



Hast eine PN.




Ich muss Martin da zustimmen. Nicht jedes Nestfoto führt automatisch dazu, dass es von Räubern gefunden wird. Bei diesem Bild könnte ich mir vorstellen, dass es sogar mit Zoom aus einiger Entfernung aufgenommen wurde (womöglich bei sich selber im Garten?). Wenn man sich längere Zeit über ein Nest beugt, der Altvogel im Hintergrund aufgeregt warnt und man ganz offensichtlich stört werden das auch potentielle Räuber merken. Wenn ich in meinem eigenen Garten ein Nest entdecke (womöglich nicht allzu gut versteckt) und ein kurzes Foto schieße heißt das noch lange nicht, dass es sofort ausgeraubt wird, zumal nicht 2 Tage später.
Ich denke, dass man vorsorglich vor Nestfotos warnt, um Störungen zu vermeiden, nachträglich aber nicht jedes Nestfoto zwingend als Störung betrachten muss.
Bestes Beispiel ist ein Uhu bei mir in Hamburg. Der brütet alljährlich an einem Hauptwanderweg, ist inzwischen bei gar nicht mal so wenigen Leuten bekannt und wird gerne mal fotografiert. Dennoch kriegt er alljährlich seine Brut durch. Sobald jemand dennoch ein Bild hochlädt wird man auf die erhebliche Störung hingewiesen, die man angeblich verursacht hat. Das ist mit absoluter Sicherheit nicht böse gemeint, aber es stimmt leider nicht.

Also zusammenfassend: Nestfotos müssen nicht sein, ganz besonders wenn man merkt, dass die Altvögel schon von der alleinigen Anwesenheit eines Menschen gestört sind.
Im Umkehrschluss ist aber nicht jedes Nestfoto der Auslöser für ein geräubertes Nest.

MfG Maffong

P.S. Ich hoffe damit keine Diskussion loszustoßen und wollte nur vor verfrühter Verurteilung des Fotografen warnen. Denn die Umstände des Bildes kann ich aus jenem nicht herauslesen

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Hallo zusammen,

Die PN, die ich Martin geschickt habe:

Nun,

Das Bild zeigt ja ein klares Nestfoto, das aus einer für die Vögel störenden Nähe geschossen wurde - ob der Fotograf nun "mitschuldig" an der Ausraubung ist, kann und will ich nicht beurteilen. jedenfalls wirkt die Meldung und das Vorgehen des Melders auf mich sehr gedankenlos und unvorbildlich.


Viele Grüsse,
Harry




Durchaus ein Diskussionswürdiges Thema ( ich bin hier übrigens klar bei Harry vom Standpunkt her), aber evtl. der falsche Thread dafür.






Das mit der Nest-Störung ist ein heikles Thema, das eine sehr differenzierte Betrachtungsweise erfordert.

Ich hatte als Kind gelernt, dass man sich einem Nest nie nähern darf und es schon gar nicht anfassen darf, weil es ansonsten von den Eltern nicht mehr akzeptiert würde.

Das ist natürlich bei den meisten Vogelarten so nicht richtig. Als anderes "Extrem" habe ich am Beringer- und brutbiologischen Kurs am MPI gesehen, wie viel den Elternvögeln teils zugemutet wird - und zwar nicht nur die einmalige Störung bei der eigentlichen Beringung, sondern beim gesamten Monitoring, das von der Eiablage bis zum Ausfliegen erfolgt.

Neben der artspezifischen "Störungssensibilität" (Ziegenmelker viel anfälliger als Blaumeise) gibt es natürlich auch noch die entwicklungsspezifische Empfindlichkeit. Bei vielen Vogelarten gilt: je früher die Störung erfolgt, desto größer ist die Gefahr einer Brutaufgabe.

Hier könnte man Romane schreiben oder Lehrbücher wiedergeben, und mir ist klar, dass ich mit diesen Worten nur zaghaft an der Oberfläche kratze.

Ich selbst habe neulich auch wieder gestört: Grauschnäpperbrut in einer Lampe unserer Außenküche auf Mallorca. Dorthin mussten wir uns aus technischen Gründen mehrmals täglich auf 1m nähern und haben dabei versucht, die Störungen möglichst kurz zu halten. Da ich in das Nest nicht hineinsehen konnte, aber unbedingt wegen der Nachmieter des Hauses wissen wollte, wie weit die Brut war, habe ich meine Kamera mit gestrecktem Arm übers Nest gehalten und schnellstens ein Foto geschossen. Es waren vier Küken zu sehen, die max. 1 Woche alt waren - wahrscheinlich nur ein paar Tage.

Lange Story kurz erzählt: Die vier haben sich prächtig entwickelt und sind alle ausgeflogen.

Da dies nicht die erste Brut in dieser Lampe war, muss ich nun entscheiden, ob ich einen Drahtkorb über die Lampe baue, um künftige Bruten zu verhindern oder ob ich diesen offenbar begehrten Brutplatz erhalten soll - mit der Gefahr, dass andere Bewohner des Hauses nicht so rücksichtsvoll sind.

Was würdet ihr machen?

Viele Grüße,

Micha

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