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Thema: Spektiv gesucht! |
Hallo liebe Birder!
Ich hoffe ich darf meine Anfrage hier stellen? Falls nicht, bitte ich recht herzlich um Entschuldigung! Mein Name ist Hans, ich bin 23 Jahre alt und bin seit nunmehr 2 Jahren fleißig am Vogelbeobachten. Bis dato bin ich mit einem 10x50 Pentax Fernglas unterwegs, mit dem ich durchaus zufrieden bin. (auch wenns bei längeren Touren etwas schwer wird! ;) ) Weiters dabei ist eine EOS 60D mit 70-300mm Objektiv und leider nur ein Noname-Spektiv. (30x70)
Da würde ich gerne anknüpfen. Fürs Ringreading und für Limikolenbeobachtungen reicht meine Ausrüstung nicht mehr aus - ich brauche endlich ein qualitativ wertvolles Spektiv! Leider bin ich da nicht allzu bewandert, daher würde ich gerne euch fragen auf welches man hier zurückgreifen kann. Für ein Swarovski reicht mein Geld leider nicht aus, ins Auge gefasst hätte ich ein Vanguard Endeavor HD 82A. Ein solches besitzt ein Freund von mir - für 500€ finde ich es wirklich klasse! Hättet ihr vll andere Tipps in ähnlicher Preisklasse?
Und nun wirds noch schwieriger. Ich brauche auch ein gutes - heißt stabiles Stativ. Dafür würde ich ungern über 250€ ausgeben. Wichtig wäre mir außerdem, dass ich auch meine Kamera darauf anbringen kann. Bin übrigens 185cm groß - hat jemand von euch Erfahrung mit dem Rollei CT-5a gemacht?
Recht herzlichen Dank im Voraus,
liebe Grüße,
Hans
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phengaris: Ich hoffe ich darf meine Anfrage hier stellen?
Hallo Hans,
aber sicher darfst du das – hier geht’s ums Vögel Beobachten! :-) Und Spektiv-Themen haben wir in schöner Regelmäßigkeit. Willkommen im Forum!
Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis hat wohl das Nikon Fieldscope ED 50. Ansonsten gibt es sicher noch viele Tipps von anderen Teilnehmern hier.
Herzliche Grüße – Martin M.
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Das freut mich dann natürlich! Danke fürs Willkommen heißen. :)
Das Nikon sieht (vA preislich) nicht schlecht aus, danke für den Tipp! So oder so muss ich das ganze dann vorab testen - um zu sehen ob es mir zusagt! :)
Was ich vielleicht vergessen habe - bis zu 850€ würde ich für Spektiv + Stativ ausgeben können...
Liebe Grüße
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Hallo, beim Spektiv würde ich Dir auch zum Nikon ED 50 raten. Mit Okular liegst Du da bei rund 600 €. Beim Stativ kann ich die Carbonstative von Velbon empfehlen. Liegt auch in Deiner Preisklasse. Ein wichtiges Teil hast Du aber bei Deiner Ausrüstung vergessen: den Schwingkopf. Den müßtest Du Dir ggf. auch noch zulegen.
Gruß Helge
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phengaris:
Das Nikon sieht (vA preislich) nicht schlecht aus, ... - bis zu 850€ würde ich für Spektiv + Stativ ausgeben können...
Das Nikon ED50 ist für das verlangte Geld sehr gut und noch dazu sehr leicht und handlich, so dass du für ein Stativ und eine Neiger preislich auch recht zurückhalten investieren musst.
ABER: Bei dem Nikon muss man damit leben (können), dass die Lichtstärke wegen der kleinen Öffnung nicht die beste ist. Ich halte das für ein eher theoretisches Problem, das sich um maximal 10 Minuten morgend und abends dreht, wenn man nicht Digiscopieren möchte. Beim Digiscopieren wird das Problem mit der kleinen Öffnung eher ein reales. Aber du hast noch ein anderes Thema mit dem Nikon. Wenn du Ringe ablesen willst, wird es mit der maximal möglichen Vergrößerung von 40fach schon etwas schwieriger. Kommt natürlich stark darauf an, wo du beobachtest und wie weit in der Regel bei dir die Vögel weg sind. Ich stand neulich mit einigen anderen Spektivschleppern rum und wir haben "verzweifelt" versucht, einen Ring bei einem auf einer Insel stehenden Vogel abzulesen. Das ging mit 50 und 60facher Vergrößerung eben gerade nicht mehr und da waren Geräte am Start, die entgegen dem Nikon bei voller Vergrößerung noch nicht eine sichtbar schlechtere Schärfe zeigen. Da auf dieser Insel oft und viele Vögel stehen, wären alle Beobachter, die regelmäßig dort sind, mit einem Spektiv, das 80fach gut hinbekommt, für die Ringablesung besser bedient (lassen wir mal die erheblichen Nachteile einer 80fach Vergrößerung außen vor).
Wenn du mit 40fach leben kannst, nimm das Nikon. Besser geht für das Geld kaum, außer du findest was in einer deutlich höheren Liga gebraucht zu einem unverschämt günstigen Preis.
Und jetzt kommt der 2. Haken:
Kaufst du dir ein Stativ und einen Neiger für das Nikon, kannst du entweder gewaltig überdimmensionieren, um Stativ und Neiger auch für größere Spektive (später) nutzen zu können oder du kaufst (billig) nur für das Nikon, aber kannst das Stativ und den Neiger dann für andere Spektive nicht nutzen. In der Regel seh ich eh Stative und Neiger unter 2k€-Spektiven, die nur bei Windstille überhaupt die Klasse des Spektivs erkennen lassen. Diese Traditon musst du nicht fortsetzen... ;-)
MEIN (!) Rat: Kauf dir das Nikon (gebraucht), kauf ein besseres Stativ und einen guten Neiger (Manfrotto 701 oder Nachfolger) und wenn du irgendwann "mehr" willst, hast du schon ein Nikon-Okular, das an die (neueren) größeren Nikon-Spektive passt. Es muss nicht immer Swaro., Leica, Zeiss und Kowa sein. Auch Nikon "kann" was.
Wenn du meinem Rat folgst, wirst du wahrscheinlich für Stativ und Neiger fast soviel oder sogar mehr ausgeben, als für das Spektiv. Macht trotzdem Sinn...
Viel Erfolg!
Olli
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Ich kann dir noch das Nikon RA III 82 mit 20-60fachem Zoom-Okular empfehlen. Inklusive Stativ und Neiger (beides Manfrotto) habe ich es vor ein paar Jahren für ca. 950 Euro bekommen.
Das Spektiv gibt es mit Gerade- und mit Schrägeinblick. Schutzmantel und Schnellsucher sind im Lieferumfang dabei.
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Hallo nochmal! :)
Vielen Dank für eure Antworten!
Hatte gestern die Chance das Nikon ED50 mit dem von mir genannten Vanguard Endeavor HD 82A zu testen und zu vergleichen. Persönlich finde ich beide Gläser im Preis/Leistung Verhältnis spitze. Wobei ich sagen muss dass ich im Moment zum Vanguard tendiere - nicht zuletzt weil es ganz einfach lichtstärker ist. (hinzu kommt noch ein rein subjektiver Sympathiewert ;) ) Es scheint hier im europäischen Raum nicht wirklich bekannt zu sein - die Bewertungen aus Übersee sind jedoch auch alle durchwegs gut bis sehr gut! Auch mein Freund, der es seit 3 Monaten besitzt - ist hin und weg. Lange Rede kurzer Sinn, ich denke ich werde zum Vanguard greifen!
Jetzt ergibt sich noch das Problem mit dem Stativ. Mein erster Gedanke war das Rollei CT-5A - leider kann ich das nicht testen, da es bei mir in Umgebung nirgendwo lagernd ist. Ich wurde dann auf einen Klassiker aufmerksam gemacht - das Manfrotto 055xprob. Dazu würde preislich noch der Manfrotto 128RC Videoneiger passen. (Natürlich das 701 wäre viel besser - sprengt jedoch leider den finanziellen Rahmen.)
Was meint ihr dazu? Habt ihr Erfahrungen mit dem Stativ? Wichtig sind mir Stabilität und halbwegs angenehme Beobachtungen. (max Höhe 178,5cm mit Mittelsäule ohne Kopf dürfte ausreichen) Auch die minimale Höhe von 10 cm gefällt mir hier gut. (Für Makrofotografie - wenns tiefer geht hab ich ja zudem meinen Reissack! :) )
Danke für eure Antworten,
ich bleibe gespannt,
liebe Grüße,
Hans
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Das Manfrotto-Stativ ist der Klassiker. Ich mag es nicht, weil es für seine "Stabilitätsleistung" verdammt schwer ist, aber wesentlich leichter in der Klasse kostet dann halt auch gleich mal viel mehr Geld. Das Stativ ist für seinen Preis wirklich gut und recht konkurrenzlos. Die Mittelsäulenvariante ist nicht so toll, da die Säule schon halb ausgezogen ein rechter Wackelkandidat ist. Wenn man die Säule nicht auszieht, passt es.
Den 128er-Manfrotto-Neiger kann man sich auch nicht mit dem Preis schön reden ;-) Ich hatte den Kopf und nach recht kurzer Zeit war das Teil ein Wackelonkel sondergleichen, wenn man nicht alle Anschläge zuknallte. Da würde ich immer den 701er (gibts öfter gebraucht) oder ähnliche Konstruktionen vorziehen.
Olli
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ich habe sowohl 128 als auch 701 - und finde den 128er eigentlich besser, auch wenn ich den 701er aktuell nutze. beim 701er hat sich die feststellschraube selbständig gemacht, natürlich am anfang des urlaubs, sodass ich mit einer flügelmutter improvisieren musste. zuhause habe ich das (nicht sehr teure) ersatzteil bestellt - 4 oder 5 teile mit kugellagerring, scheiben usw. (daher war die improvisation auch sehr unkomfortabel und musste wie verrückt festgezogen werden) irgendwie müsste das doch gehen, sowas von vornerherein also "werksseitig" zu sichern! ich muss ständig die schraube festdrehen, weil sie sich immer wieder von selbst lockert. das nervt. der schlitten wird mit einer mechanik gegen unfreiwilliges herausrutschen gesichert (lose schrauben und knopf drücken, dann kann die platte herausgezogen werden). leider verklemmt sie sich öfter mal, sodass ich erstmal 'n bisschen herumfummeln muss, um das spektiv wieder einzufädeln.
ich würde ihn mir nicht noch einmal kaufen.
lg, yvonne
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Lustig! Gegensätzliche Erfahrungen. Ich nutze den 701er seit über 4 Jahren ohne Probleme.
Olli
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Es ist wohl zu früh, aber auch nie zu spät, hier meine bisherigen Erfahrungen mitzuteilen.
Ich bekomme ein Nikon Fieldscope ED82A mit 25-75x Okular.
Da es mein Geburtstagsgeschenk sein wird ist das Preis-Leistungsverhältnis für mich natürlich super. Aber, dieses neuwertige, gebrauchte Spektiv hätte ich mir auch leisten können.
Meine Bedenken waren das mein Stativ dem nicht gewachsen ist und ich da noch nachbessern müsste. Aber wie es aussieht nicht, ich besitze ein altes Velbon Alustativ. Da sind die Beine nicht rund, wie heute scheinbar üblich, sondern noch eckig, da schwingt und wackelt nichts. Auch der dazu gehörige Neiger könnte gefühlt nicht besser sein.
Aber so was altes verkauft ja keiner mehr :)
Liebe Grüße
Richard
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ychri: beim 701er hat sich die feststellschraube selbständig gemacht, natürlich am anfang des urlaubs, sodass ich mit einer flügelmutter improvisieren musste. zuhause habe ich das (nicht sehr teure) ersatzteil bestellt - 4 oder 5 teile mit kugellagerring, scheiben usw. (daher war die improvisation auch sehr unkomfortabel und musste wie verrückt festgezogen werden) irgendwie müsste das doch gehen, sowas von vornerherein also "werksseitig" zu sichern! ich muss ständig die schraube festdrehen, weil sie sich immer wieder von selbst lockert. das nervt...
...jetzt nicht mehr!
bei zwei 701ern wird sich die schraube nicht mehr eigenständig verabschieden, bei dem einen auch nicht die feststellschraube für die waagerechte bewegung, die mir noch keine probleme bereitet hat.
hier kann man die doppellösung sehen, umgesetzt mit einem sehr unauffälligen nicht-elastischen faden und zwei kleinen gebohrten löchern und zwei knoten.
hier ist die variante nur für die große schraube, umgesetzt mit einem bohrloch, einer elastischen schnur, einem schlüsselring und einem knoten.
bei mir ist keine schraube mehr locker! jedenfalls nicht zu locker.
lg, ¥
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