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Thema: Glücksöhrchen |

Ich finde sie jedes Jahr im September/Oktober in Andalusien, ca. 60 km westlich von Tarifa (also Atlantikküste) am Strand. Die Spanier nennen sie Glücksöhrchen. Was sind die eigentlich?
Viele Grüße,
Sabine
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@Sabine,
ich habe sowas noch nicht gesehen. Deshalb vermute ich mal irgendwelche Versteinerungen(Muscheln,Schnecken?).
Vielleicht kennt jemand diese Fundstücke besser?
Gruß Martin
Gruß Martin.B.
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Phoenix66: [...]vermute ich mal irgendwelche Versteinerungen(Muscheln,Schnecken?)
Hallo Martin, ja, ich auch. Aber ich wüsste es gern.
Ich finde es auch seltsam, dass die Spirale immer nur auf einer Seite zu sehen ist. Auf der Rückseite sind sie immer hellbraun und anders geformt. Ich hab mal welche umgekippt und einen Cent zum Größenvergleich danebengelegt. In der Mitte und unten links sieht man gut, warum die Spanier sie Öhrchen nennen:

Vielen Dank für's Mitüberlegen!
Sabine
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hallo Sabine!
ich habe dort bzw. in Zahara de los Atunes auch ganz viele orejitas gefunden. bisher habe ich sie mir immer so erklärt, dass sie der zentrale teil von schneckengehäusen sind, die nach dem absterben der schnecken von der maritimen erosion durch gezeiten und untergrund abgeschliffen worden sind. dass immer dieses stück übrigbleibt (das ist natürlich nur eine annahme - vielleicht werden viel mehr zu sandpartikeln oder anderen stücken zermörstert!) könnte am schwerpunkt des tieren bzw. seines gehäuses liegen. vielleicht ist sie so geformt, dass sie besonders häufig auf einer bestimmten seite zu liegen kommt und über den boden bewegt wird.
welche art? keine ahnung!
muchos saludos, yvonne
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Das sind Seeohren, spanisch auch orejas de mar.
Zuletzt bearbeitet: 06.11.09 05:20 von Greenhorn
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ah, interessantes tier! auch lebend sehr schön geformt...
was mich irritiert: diese molluske kommt weltweit vor, außer im westatlantik und wahrscheinlich nicht in arktischen gewässern, weil sie es ja wärmer braucht. bisher ist diese kleine ohrspirale für mich eine spezialität der spanischen atlantikküste. ich habe sie noch nirgendwoanders gesehen, obwohl ich an stränden oft mit gesenktem kopf herumlaufe.
wenn man bilder von haliotis oder seeohr sucht, bekommt zumindest auf den ersten 10, 12 seiten keine fotos von solchen muschelrückständen. auch schmuckstücke zieren immer andere teile des tieres (perlmutt, bunte, größere muschel), nicht sein "harter kern".
ist dieses öhrchen ein lokales phänomen? auch in der spanischen wikipedia gibt es nur bilder aus anderen lebensphasen des tieres.
viele grüße, yvonne
Zuletzt bearbeitet: 06.11.09 08:11 von ychri
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Hallo Yvonne, hallo Greenhorn!
Seid ihr sicher, dass die von uns gefundenen "Öhrchen" der harte Kern eben der Seeohren sind? Ich sehe da ersmal wenig Ähnlichkeit, außer eben der Ohrenform, die bei beiden zu der Namensgebung geführt haben wird.
Dass es sich um einen flach gewaschenen Teil eines Schneckenhauses handelt, wie du meinst, Yvonne, kann ich mir vorstellen. Ich hab glattgewaschene Bruchstücke von solchen Schneckenhäusern, deren Farben denen der Glücksöhrchen gleichen.
Es kommt mir auch so vor, als lägen sie am Strand meist mit der glatten Spiralseite nach unten und der unscheinbareren, braunen Seite nach oben, weshalb es ein bisschen Erfahrung braucht, sie zu erkennen. Das, finde ich, spricht für deine Annahme, Yvonne, dass Schwerpunkt und Form des Schneckenhauses bestimmen, dass sie immer so und z.B. nicht symmetrisch geschliffen werden.
Aber die Seeohren sehen für mich so vollkommen anders aus!
Grüße aus Dortmund,
Sabine
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hallo Sabine,
wahrscheinlich wieder mal ein fall, in dem ich mich völlig verworren ausgedrückt habe...
ich kann nur bezüglich der kleinen spirale in der mitte eine ähnlichkeit feststellen - wenn das tier denn an der spanischen küste auf ebendiesen rest runtergeschliffen wird. andere teile am strand habe ich damals entweder nicht gesehen oder nicht mit dem öhrchen in verbindung gebracht, weshalb ich ja google-bilder durchforstet habe, um zu sehen, ob irgendwo haliotis in dieser "reduzierten" form gezeigt wird. wie gesagt, nicht einmal in schmuckstücken. ich habe die orejitas aber schon in silber gefasst gesehen.
aber Tom hat ja im birdnet-forum geschrieben, dass er alle stadien/teile vom strand in Tarifa kennt. damit wird die aussage von Greenhorn mit deinem bild zusammengeführt.
ich kann mich jedenfalls nicht an solche gelöcherten muschelschalen erinnern. da sie so speziell sind, denke ich, dass ich eine auf dem regal zu liegen hätte, wenn mir dort eine untergekommen wäre ;-) aber mein letzter aufenthalt in Zahara ist so lange her, dass ich hier lieber nichts beschwöre...
viele grüeß, yvonne
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Ah, Tom hat im birdnet-Forum geantwortet, das hatte ich noch nicht gesehen!
Wenn ich ihn richtig verstehe, hält er die orejitas aber auch für flachgeschliffene Teile von Schneckenhäusern und nicht unbedingt für Teile von Greenhorns Seeohren, oder?
Hallo Thomas? Ist das so?
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich in Zahora (das ist am Kap Trafalgar, nicht weit von Zahara de los Atunes und ganz nah an Toms Canos de Meca) schon mal ein Seeohr(Haliotis), egal ob heil, zerbrochen, glattgeschliffen... gefunden habe; ich glaube es, genau wie du Yvonne, eher nicht.
Viele Grüße,
Sabine
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Hallo Mädels,
wir haben zu Hause ein Sammelsurium von Schnecken- und Muschelresten aus der Gegend, die meißten direkt vom Strand bei Cap Trafalgar. Ich hatte in meiner Antwort im Birdforum vor allem ausschließen wollen, daß es sich hier um Fossilien handelt.
Anhand der Stücke, die wir zu Hause haben bin ich mir auch sehr sicher, daß es sich hier um Gehäuse relativ kürzlich verstorbener Lebewesen handelt.
Allerdings muß ich insofern etwas zurückrudern, als ich bei näherer Betrachtung auch nicht sagen kann, von welcher Schnecke (Was ich am ehesten vermute) oder Muschel diese Orejitas nun genau stammen.
Ich hab aber trotzdem mal ein Foto von verschiedenen Phasen der Auflösung von Schneckenhäusern gemacht (alle von Cap Trafalgar):
Die Zuordnung zu Greenhorns orejas de mar fällt mir ebenfalls schwer, dann müßte man bei denen ja auch irgendwas spiraliges erkennen können. Außerdem wirken sie auf dem Wikipedia-Foto eher zerbrechlich, während unsere orejitas recht dickwandig und robust sind.
Also ich denke wir haben das Ursprungstier zu diesen hübschen Dingern, die meine Frau übrigens auch in Silber gefaßt besitzt (ich glaube vom Flohmarkt an der Berliner Museumsinsel), noch nicht gefunden.
Noch ein schönes Wochenende
Thomas
Ich ergänze meinen Beitrag nochmal, weil ich ein Foto gefunden habe auf denen man bei Greenhorns orejas doch eine Spirale erkennen kann:
Das würde dann optisch eigentlich ganz gut passen.
Nochmal schöne Grüße
Thomas
Zuletzt bearbeitet: 07.11.09 18:58 von tom
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