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Thema: Jagd auf den Ibis? |
Blechroller: Gisela_Guillemot: Im Januarheft der Zeitschrift "Der Falke" ist übrigens ein hervorragender Artikel zur Thematik.
Sehr zu empfehlen!
Der wiederum z. B. von dem Betreiber dieser Seite wieder für nicht so dolle angesehen wird:
Ibis
Sich Studien um die Ohren zu hauen, hilft mir z. B. nicht weiter, weil ich nicht beurteilen kann, wie "gut" und wie interessensgesteuert diese ganzen Studien sind.
Aber da der Stein des Anstoßes in Bayern residiert, ist eh klar, was passiert...
Olli
Unvoreingenommen ist der Schreiber des verlinkten Artikels nun aber selber auch nicht gerade...
Und ich habe nicht das Gefühl, dass der Schreiber sich nicht allzu sehr mit anderen invasiven Arten befasst hat. Ich bin kenne keinen Amerikaner, der sich bisher bei den Deutschen für die Einschleppung des Haussperlings (damals als Insektenbekämpfer gedacht... Wie durchdacht!) bedankt hat. Ebenso wenig freut man sich dort über den Europäischen Star. Un ddabei sind das noch vollkommen harmlose Arten, wenn man sie zum Beispiel vergleicht mit den Glanzkrähen die in den Oman eingeschleppt wurden, zu denen es zum Beispiel hier schon eine Diskussion gab.
Und dann gibt es natürlich noch die ganzen bekannten Beispiele von Neozoen, die massive Zerstörung mit sich gebracht haben: Wanderratte, Haustiere aller Art, Rote Feuerameise, Amerikanischer Mink, Asiatischer Marienkäfer, Ochsenfrösche, Schwarzmeer-Grundeln, Marderhunde, Waschbären, Aga-Kröte und Braune Baumschlange um nur die bekanntesten und extrem destruktiven Beispiele zu bringen, die viele Millionen Tiere auf dem Gewissen haben.
Und ganz ehrlich: So heimisch die Kanada- und Nilgänse, Halsbandsittiche, Nandus und Heiligen Ibisse je sein werden: Ich werde mich nie so sehr über sie freuen können, wie über Weißwangengänse, Turteltauben oder Löffler.
Aber bei diesem Thema gehen wohl die Ansichten von Tier- und Artenschützern so weit auseinander wie nur selten. Was ich allerdings in dieser Debatte nicht verstehe: Wieso die Tierschützer (in diesem Fall pro Ibis) Probleme haben die eh schon heimischen Tierarten (z.B. Seeschwalben) eher zu schützen, als eine so robuste Vogelart, wie den Heiligen Ibis, die in seiner natürlichen Heimat auch keine allzu großen Probleme haben sollte...
Ich hoffe ich bin hier niemandem zu nahe getreten. Ich kann die Leute auch sehr gut verstehen, die gegen das Töten von Tieren generell sind, auch ich habe keine Freude daran. Allerdings erachte ich die Regulation solcher Arten wie dem Heiligen Ibis noch wichtiger...
Für neue Denkanstöße bin ich offen, denke aber dass ich meine Meinung dazu schon festgelegt habe
MfG Maffong
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Ich bin da hin und her gerissen.
Einerseits freut es mich, wenn ein "fremder" Vogel es schafft, hier zu brüten und den Nachwuchs groß zu bekommen, andererseits sind Probleme mit den "Zuwanderern" nicht von der Hand zu weisen. Die entscheidende Frage wird wohl sein, wie sehr der Ibis in die heimische (Vogel-)Welt eingreifen wird. Und das ist anscheinend nicht so klar, wie es berichtet wurde. Die Frage ist aber auch, ob man das "Experiment" so lange durchziehen sollte, bis klar ist, was der Ibis wirklich anrichtet. Nur kann es dann zu spät sein bzw. könnten dann solche Zahlen des Ibis vorliegen, dass man diesen dann folgenden "Massenmord" nur noch schwer rechtfertigen kann.
Beim Ibis ist das Thema noch einfacherer, weil er hier aus eigenen Kräften nicht zugewandert ist. Aber die Grauzone mit den Tieren (und Pflanzen), die sich -aus welchen Gründen auch immer- hier neu ansiedeln und die aus eigener Kraft zugewandert sind, wird interessant. Da ist gerade die Insektenwelt spannend und wie Flora und Fauna und natürlich der Mensch damit umgehen wird, wenn es zu Schäden kommt.
Aber zurück zum Ibis. Einfangen inkl. Nachwuchs und in einen (geschlossenen) Vogelpark wäre wahrscheinlich die sicherste Lösung. Nur muss man die Viecher erst mal einfangen.
Olli
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