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Thema: Algarve, Portugal im August - Tipps? |
Hallo zusammen,
meine Freundin und ich haben uns spontan für ein paar Tage an der Alarve bei Faro entschieden.
Momentan stehen auf dem Plan:
- Sagres Halbinsel
- Castro Verde
- Mertola
- Cota Donana
- Sevilla
- Andujar
Kennt jemand in der Ecke noch irgendwelche Geheimtipps oder Gebiete die man unbedingt besuchen sollte?
Die Zeit ist natürlich extrem suboptimal, aber Nettes gibt es ja immer und überall zu sehen :)
Zielarten wären:
Seawatchen: Arten egal, einen Tipp für eine Pelagentour nehme ich aber gern.
Rothalsziegenmelker, Zwergtrappe, Häherkuckuck, Kaffernsegler, Haussegler, Spanischer Kaiseradler, Weißkopf-Ruderente.
Über einen Hinweis zu Vorkommen der Stülpnasenotter oder anderen Reptilien würde ich mich auch seh freuen.
Danke schonmal!
LL 812
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Hallo Tim,
ich finde da kann man mit Naturgucker ganz gut arbeiten und Hotspots finden.
Viel Spaß und Erfolg wünscht euch
Richard
Jahresliste 2018 (Deutschland): 148 (Fischadler)
Foraner/innen : 59 (Josefine)
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Hi Richard,
bin schon fleissig am Rumschauen bei etlichen Portalen und auch Reiseberichte hab' ich schon massig gelesen. Geht eher um spezielle Tipps, da die Jahreszeit ja äußerst ungünstig ist und die meisten Arten dann ja sowieso extrem schwer zu finden sein werden.
Naturgucker hatte ich bisher noch ncht durchforstet. Danke für deinen Tipp :)
LL 812
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Ich war da leider noch nie - lese aber gebannt mit und freue mich auf deinen Bericht, Tim! :)
Liebe Grüße,
Micha
Birds rock!
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D: 338 (Sturmschwalbe); LL: 2401 (Brownies Cacholote, Fawn-breasted Tanager)
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Moin Tim,
da mußt Du aber schon ziemlich mobil sein. Westlich von Faro habe ich außer Kuhreihern und Alpenseglern nichts gefunden, was erwähnenswert wäre.
Zwischen Faro und der Coto Donana wird es dann schon mehr interessant. Wobei ich von Deinen Wunscharten auch "nur" Häherkuckuck (an mehreren Stellen, war nicht selten anzutreffen), Kaiseradler (Coto Donana, am bekannten Beobachtungspunkt bei El Rocio) und Weißkopf-Ruderente (auch bei El Rocio)gesehen habe. Bei El Rocio hat es mir eh´saugut gefallen. Ein historischer Ort wie aus einem schlechten Italowestern inkl. Flamingos, Gänsegeiern (viele!) und Zwergadlern.
Das Hinterland der Algarve habe ich persönlich als artenarme Eukalyptuswälder empfunden. Spannend können natürlich die Salinen sein z.b. bei Rio Formosa oder, wo ich meistens war, bei Tavira.
Viel mehr kann ich Dir leider auch nicht nennen da ich zu dieser Zeit noch eine andere Gefährtin hatte und gewisse Kompromisse machen mußte ;-)
Ich freue mich aber auch schon auf Deinen Bericht und wünsche euch viel Spaß.
Holger
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Hallo Tim,
ich war im Mai zwei Wochen an der Südwestalgarve mit einem Tag Castro Verde und kann daher nur für dieses Gebiet Tips geben. Zur Beruhigung: Ich kann nicht nachvollziehen, wie man das Hinterland der Algarve als artenarme Eukalyptuswälder empfinden kann. Das war in meiner Ecke ganz anders. Auch war der Urlaub vogeltechnisch recht ergiebig; 124 Arten kamen doch zusammen.
Erst einmal zwei Literaturtips:
Hier gibt es eine nette kostenlose Broschüre. Absolut empfehlenswert ist aber dieses Heft. Ist mit handgezeichneten Skizzen etwas gewöhnungsbedürftig aber sehr präzise. Sehr hilfreich sind die GPS-Koordinaten der Parkplätze und Beobachtungspunkte. Jetzt aber zu den Beobachtungsgebieten:
Castro Verde würde ich mir noch einmal überlegen. Im August wird es dort brutal heiß sein. Auch wenn Dir das nichts ausmacht, dürfte das Hitzeflimmern das Beobachten sehr erschweren. Definitiv besuchen würde ich aber die Lagoa de Salgado wenige Kilometer westlich von Albufeira. Ich hatte dort bei zwei Besuchen nette Arten wie Purpurreiher, Zwergdommel, Sichler und Lachseeschwalbe. Für Rallen (Purpurhuhn!) war im Mai der Wasserstand leider zu hoch.
Top für das Seawatching von Land aus ist das Cabo de São Vicente auf der Sagres-Halbinsel (der westlichste Punkt Europas). Hier hatte ich neben unzähligen Basstölpeln auch zahlreiche Balearensturmtaucher. Dazu neben zahlreichen Fahlseglern und einigen Alpenseglern auch einen Haussegler (beim ersten Besuch nach zwei Minuten...). Man kann prima rechts und links vom Leuchtturm aus beobachten. Zwei Tips: Morgens so früh wie möglich vor Ort sein; ab 10:00 Uhr wird es dort touristenmäßig sehr voll. Dazu vor einem Besuch die Windvorhersage checken; bei Starkwind (und an der Algarve ist es oft sehr windig...) kannst Du das Beobachten vergessen; da fliegst Du auf dem exponierten Kap weg. Genau 2,2 Kilometer vom Parkplatz am Leuchtturm entfernt Richtung Sagres geht links ein Weg ab (37.0275N, 8.9715W). Diesem folgen; nach 2 Kilometer kommt ein Bauernhof. Hier parken und das umliegende Gelände auf Zwergtrappen abscannen. Im Mai hatte ich das Problem, dass das Gras höher war als die Zwergtrappen und die Art leider eine Nullnummer blieb. In dem umliegenden Feldern hatte ich aber immer nahrungssuchende Alpenkrähen. Um Pelagentouren hatte ich mich nicht gekümmert, da der Mai artenmäßig bei Pelagen eine tote Zeit ist (da ist der August deutlich besser!). Es gibt einige Anbieter in Sagres (auf die Schnelle hier ein Link: Pelagentour).
Viel Erfolg und viel Spaß!
Helge
Zuletzt bearbeitet: 26.07.17 16:34 von Flatfischer
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Besten Dank schonmal für eure Hinweise :) !
Mit meiner Recherche bin ich inzwischen etwas weiter und habe Plätze für Rothalsziegenmelker, Span. Kaiseradler, Zwergtrappe, Haussegler, Häherkuckuck und Weißkopf-Ruderente gefunden.
Was mir jetzt noch fehlt sind vernünftige Plätze fürs Spießflughuhn. Das soll es ja in der Coto Donana auf jeden Fall geben und die Plätze dafür habe ich auch schon ausfindig gemacht.
Per Google finde ich allerdings nicht wirklich heraus, ob der beste Punkt dafür nun für die Öffentlichkeit gesperrt ist oder nicht. Weiß dazu evtl. jemand genaueres?
Der Punkt bzw. die Straße die ich meine ist folgende: Klick & Danke
LL 812
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ShishaJunky:
Per Google finde ich allerdings nicht wirklich heraus, ob der beste Punkt dafür nun für die Öffentlichkeit gesperrt ist oder nicht. Weiß dazu evtl. jemand genaueres?
Der Punkt bzw. die Straße die ich meine ist folgende: Klick & Danke
Bin mir nicht 100% sicher, aber das sollte die Route der Unimogtour sein.
Ich an deiner Stelle würde nicht allzu viel Zeit in die Cota Donana investieren.
Ich war ja nun erst vor kurzem für 3,5 Wochen in Spanien und es war der heisseste und trockenste Frühsommer dort seit 25 Jahren.
Durchaus anzunehmen das abermals grosse Teile dort trocken liegen. Es kommt einfach kein Wasser mehr an. Das steckt dann in Erdbeeren, Tomaten und Paprika. Wäre das Gebiet in Sachen Ökotourismus etwas erschlossener!!! würde man dem Siechtum dieses Gebietes vermutlich mehr Aufmerksamkeit schenken, das hätte aber für die dortige Agrarlandschaft gravierende Einschnitte. So jammern eben ein paar Biologen vom WWF vor sich hin und in Brüssel juckt das keine Sau.
Mein Tipp deshalb...schnell weiter!
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Hi Wolfgang,
ist's wirklich so heftig? Du warst vor kurzem erst dort und war extrem trocken?
Das würde mir bei meiner Planung tatsächlich sehr weiterhelfen. Dann würde ich zum besagten Punkt tatsächlich nur in der Früh um nach Spießflughuhn und Zwergtrappe Ausschau zu halten und den Rest eher auf Dehesa de Abajo und das Gebiet ganz im SO konzentrieren (laut Internet gibt es dort auch Wasser, selbst wenn der Rest trockengefallen ist)
Du kennst dich dann ja mit der Situation vor Ort gut aus. Gebiete die bei dir schon trocken waren, werden es zu meiner Zeit erst recht sein. Hast du mir Tipps?
Warst du auch in der Gegend von Sevilla oder Andujar unterwegs? Wir wollen trotz der Strecke auf jeden Fall unser Glück mit dem Iberischen Luchs versuchen. Wenn wir die Coto Donana relativ schnell abhaken würden bliebe mehr Zeit in Andalusien. Evtl. kommen dir ja noch nette Beobachtungen aus der Gegend in den Sinn, die du mir empfehlen könnest :)
LL 812
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Zuletzt bearbeitet: 26.07.17 23:08 von ShishaJunky
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ShishaJunky:
Du kennst dich dann ja mit der Situation vor Ort gut aus. Gebiete die bei dir schon trocken waren, werden es zu meiner Zeit erst recht sein. Hast du mir Tipps?
Wie gesagt, es sind grosse Teile des Gebietes nicht zugänglich. Bei deinem gesuchten Punkt bin ich mir gerade nicht sicher ob das nur geführt via Unimog geht.
Bei El Rocio wird der Wasserstand reguliert. Wenn es da auch trocken ist, dann lohnt sich nicht mal das. Sollte aber wie auch immer rauszufinden sein. Und ja in Spanien ist es ähnlich wie in Italien sehr trocken. Gibt auch Einschränkungen beim Wasserverbrauch ausser wie üblich in den Touri-Gebieten..
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Spießflughuhn in der Coto ist quasi unmöglich meines Wissens nach. Hatten vor einiger Zeit mal eine geführte Tour mit einer Reisegruppe. Auf die Frage nach Spießflughuhn haben die (guten) Guides nur abgewunken.
In Andalusien selbst ist die Laguna de Medina (Wasserstand?) eine Reise Wert. In der Bahia de Cadiz gibts immer wieder Chancen auf Zwergflamingo und Rüppellseeschwalbe.
Ansonsten runter nach Tarifa und Bolonia unter anderem für Haussegler (ggf. Graubülbül) und in die Ebene von La Janda für u.a. Zwergtrappe (die ist in Portugal vermutlich aber einfacher) , viele Lerchen und auch gute Chancen auf Kaiseradler und Gleitaar.
Ich kenne die Gebiete allerdings nicht aus dem Spätsommer.
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Moin Moin!
Die üble Trockenheit an der Coto Donana kann ich wohl aus zweiter Hand bestätigen. Freunde von uns haben eine kleine Finca Nahe El Rocio und berichteten bereits zu Ostern von großer Trockenheit. Im Mai wäre die Finca dann fast bei einem Buschbrand abgefackelt. Zuletzt berichteten sie, daß die dortigen Pferdehalter die Pferde nun frei im Nationalpark laufen lassen da die Weiden ausgemergelt sind (dies ist dort allerdings nicht unüblich). Derzeit sind sie wieder unten. Wenn ich es schaffe kontaktiere ich sie mal und frage nach dem aktuellen Stand.
Leider sind die Zwei keine ausgesprochenen Vogelgucker sondern erfreuen sich nur am Wiedehopf im Garten...
Beste Grüße
Holger
LL: 364 (Carolinakrickente,Zwergschneegans)
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2018: 164 (Waldlaubsänger, Schwarzstorch)
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Ich danke vielmals! Eure Tipps habem sehr geholfen :)
LL 812
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Zurück von der Tour muss ich vorab sagen: Portugal war grandios (egal ob Hinterland oder Küste), Spanien war an der Küste grauenvoll (die Fahrt nach Chipiona entwickelte sich mangels bezahlbarer Unterkünfte zum reinen twitch) und im Hinterland grandios.
Insgesamt waren knapp 150 Arten zu beobachten, was ich für die extrem ungünstige Jahreszeit doch nicht ganz übel fand. Bei anderen Artengruppen sah es wesentlich schlechter aus. Wir konnten ganze 4 Tagfalterarten (Erdbeerbaumfalter!), 2 Libellenarten und nur wenige Reptilien beobachten.
Wie fast schon zu erwarten war klappten Zwergtrappe, Häherkuckuck und Orpheusgrasmücke nicht. Die Weißkopfruderente versuchten wir aufgrund der wenig einladenden Umstände an der spanischen Küste erst gar nicht.
Neue Arten gab es folgende:
Großer Sturmtaucher
Balearensturmtaucher
Skua
Buntfuß-Sturmschwalbe
Spanischer Kaiseradler
Kaffernsegler
Haussegler
Isabellspötter
Einfarbstar
Provencegrasmücke
Scharzkopfweber
Yellow crowned Bishop
Azurelster
Iberienzilpzalp
Iberiengrünspecht
Weißbartgrasmücke (Bisher nur Liguriengrasmücke)
Wir fuhren einige Kilometer und konnten dadurch viel vom Land sehen (zumindest vom Süden). Sobald man sich minimal von den Touri Gebieten entfernt ist es selbst zur Hauptreisezeit extrem ruhig.
Route:
Faro
Die Klärteiche östlich von Faro erwiesen sich als die lohnenswertesten der Tour. Viele Limis, Möwen, Seeschwalben etc.
Silves: Im Bergland nördlich von Silves stand unter anderem die Stülpnasenotter auf dem Programm, finden konnten wir leider keine. Außer ein paar Rothühnern und Felsenschwalben war die Gegend praktisch ausgestorben. Spannend war allerdings, dass die Gegend, wie wie erst durch Hinweisschilder vor Ort erfuhren, das Kernzentrum zur Wiederansiedelung des Pardelluches in Portugal darstellt.
Salema:
Seawatchen mit Balearensturmtaucher und Sepiasturmtaucher. Wir versuchten hier auch eine Pelagentour zu buchen die allerdings mangels anderer Ornis nicht zustande kam. Stattdessen nahmen wir über Marlimitado an einer Delfin Tour teil um zumindest eine kleine Chance auf sehr nahe Beobachtungen von Pelagen zu haben. Der Anbieter ist sehr empfehlenswert, da es sich um eine kleine Truppe von Meeresbiologen handelt, die die Ausfahrten mit einem wissenschaftlichen Hintergrund verbindet. Auf dieser Tour gab es dann auch die einzige Beobachtung von Großem Sturmtaucher und Buntfuß-Sturmschwalbe.
Sagres Halbinsel:
Sehr überlaufen. Beim hier im Thread angesprochenen Bauernhof hatten wir praktisch nichts aber die Gebiete haben starkes Potential. Vom Greifvogelzug war aufgrund der Wetterverhältnisse nichts zu sehen. Tatsächlich bot sich seawatchen hier nicht wirklich an. Die besseren Alternativen waren dann am Strand bei Salema oder Carapateria.
Carapateira:
Vom Cap tolles und produktives Seawatchen. Basstölpel, Balearensturmtaucher, Skua und Sepiasturmtaucher zogen direkt vor dem Kap durch oder hielten sich dort auf und konnten grandios beobachtet werden. Die dortigen Dünen sollen auch ein Herping Hotspot sein. Wir fanden dort, trotz intensiver Suche "nur" Westliche Erzschleichen
Castro Verde:
Wir hatten Glück und die Hitzewelle machte gerade eine Pause. Es gab lediglich 38 Grad. In den frühen Morgenstunden waren trotz der Jahreszeit schöne Beobachtungen von Großtrappe, Sandflughuhn, Gleitaar und Mittelmeersteinschmätzer möglich. Die Zwergtrappen hatten sich leider schon in Richtung der fruchtbareren Gebiete im Norden Portugals aufgemacht und Häherkuckucke waren bereits abgezogen.
Mertola:
Eindrückliche Beobachtung von adultem Habichtsadler. Auf dem Rückweg zur Küste dann ein Zwischenstopp in Pereiro um nach Kaffernseglern Ausschau zu halten. Tatsächlich war dann auch der erste Vogel im Spektiv ein Ind. dieser Art! Sonst gab es dort unsere einzigen Kurzzehenlerchen. In der Gegend wird über EU Förderung viel in den Tourismus investiert. Es gibt immer wieder kleine Rastplätze mit fest installierten Grills und kostenlosem Frischwasser.
Sierra de Andujar (Spanien):
Neben dem Seawatchen unser Highlight der Tour. Eine tolle Ecke! Hier investierten wir viel Zeit in die Suche nach dem Pardelluchs, konnten diesen aber nicht Beobachten. Anstatt des Luches gab es dann allerdings Beobachtungen von Mufflon und Iberischen Steinböcken. Unsere Suche wurde ebenfalls mit herausragenden Beobachtungen von Spanischem Kaieradler (mehrere ad. und ein K1. Ein K1 Ind war für mich die absolute Traumbeobachtung, da die Art in diesem Kleid für mich den schönsten Greifvogel Europas darstellt), mehreren Mönchsgeiern, hunderten von Gänsegeiern und einer nahen Provencegrasmücke belohnt. Hier sahen wir außerdem unsere einzigen Perleidechsen der Tour. Hufeisennatter und Treppennatter blieben uns leider verwehrt.
Chipiona:
Völlig überlaufen! Die zwei Campingplätze in der Gegend waren komplett ausgebucht und der Ton auch wesentlich unfreundlicher als bei unseren bisherigen Zwischenstopps. Selbst ein Mehrbettzimmer im Hostel kostete über 60 Euro die Nacht. Da wir einige Kilometer von Andujar gefahren waren und eigent geplant hatten hier zwei Tage zu verbringen wollten wir uns zumindest die Haussegler nicht entgehen lassen. Das entwickelte sich dann zu einem kompletten Twitch. Da in der Stadt keinerlei Parkplätze mehr frei waren, stellten wir kurz das Auto ab, schauten uns die Segler an und zogen dann zügig von dannen. Die Stadt stank, es lagen tote Katzen auf dem Gehweg und der Straße und alles war übesät mit Menschen. Kein Ort um länger zu verweilen. Aufgrund der Begleitumstände konnten wir dann auch, wie zu Beginn erwähnt, die Weißkopf-Ruderente mit gutem Gewissen sausen lassen.
Rückweg nach Faro mit kurzem Stopp in der Coto Donana bei Brazo del Este und der Dehesa do Abajo.
Ich kann eure Entäuschung bzgl. der Coto Donana nun nachvollziehen. Der Naturpark Brazo del Este beschränkt sich auf einen extrem kleinen Bereich inmitten intensiv genutzter Landschaft. Nichtsdestotrotz fanden wir hier den größten Reichtum an Wasservögeln, wohl da der Rest der Donana ausgetrocknet war. Brachschwalben, Weißbart-Seeschwalben & Purpurhühner waren reichlich zu sehen und dieses Gebiet bot auch die besten Bedingungen der Tour für nette Bilder.
Die Dehesa do Abajo mag wohl zu früheren Jahreszeiten sehr gut sein, bei uns war außer vielen Flamingos und Weißstörchen nicht viel zu sehen.
Beobachten in der Gegend ist wirklich keine angenehme Angelegenheit, da man eigentlich permanent mit intensivster Landwirtschaft konfrontiert wird und nur wenig "Natur" übrig ist.
LL 812
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Zuletzt bearbeitet: 22.08.17 17:18 von ShishaJunky
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