| Autor |
Thema: Winterfütterung-Nix los..? |
Wolfzge:
1 Sumpfmeise
5 Feldsperlinge
2 Kohlmeisen
3 Blaumeisen
6 Stieglitze
1 Gartenbaumläufer
1 Rotkehlchen
2 Grünfinken
2 Amseln
An der Futterstelle kann ich den allgemeinen Trend bestätigen. Außerhalb des urbanen Lebensraums nicht!
Ich habe ein Beobachtungsgebiet in dem ich seit min. 3 Jahrzehnten mit gleicher Methodik die Vögel erfasse.
Hier meine Einschätzung zu obigen Beipielarten.
Sumpfmeise: Häufigkeit absolut normal (eine Art die sowieso mit die geringste Schwankungsbreite hat)
Feldsperling: geringere Häufigkeit nur entsprechend dem langjährigen Negativtrend, keine Auffälligkeit gegenüber dem Vorjahr.
Kohlmeise/Blaumeise: schwacher Winter, aber kein großer Ausreißer
Stieglitz: häufiger als in den Vorjahren (Trupps vo ca. 10 bis 80 Vögeln), denke es ist Zufall (dass sich größere Trupps im kontrolliertem Gebiet aufhalten)
Gartenbaumläufer: absolute Normalität (auch eine Art mit wenig Schwankungen)
Rotkehlchen: normal (zur Zeit weniger durch Winterflucht oder witterungsbedingter Heimlichkeit - typische Erscheinung nach Frosteinbruch mit Schnee)
Grünfinken: normal entsprechend langjährigem Negarivtrend
Amseln: wie immer, langjährige Zunahme des Winterbestandes
Das ist natürlich nur ein Einzelfall, verallgemeinern kann man das sicher nicht.
Wir sollten uns aber hüten, an ein Horrorszenario zu denken. Der von den meisten beschriebene Einbruch der Winterzahlen betrifft zu viele Arten mit zu unterschiedlichen Habitatansprüchen zur Brutzeit. Da scheidet kurzfristige Negativbeeinflussung durch den Menschen praktisch aus. Wahrscheinlicher sind Wettereinflüsse und/oder abweichendes Verhalten/Zugverhalten gegenüber dem Vorjahr oder eine andere Ursache.
Gruß Bodo
|
|
Wolfzge: ?
Bezüglich der Anzahl meiner Gartenvögel schon.
Ansonsten eher nicht. :-))
Ja, genau so fühlte sich das an :)
Bin mal gespannt, was im Frühjahr los ist.
Viele Grüße
Matthias
|
|
Heute war der erste größere Trupp überm Garten. (30-40 Ind.) Ich tippe auf Erlenzeisige. Gestern war ein Gruppe Stieglitze hier. Amseln, Heckenbraunellen, Rotkehlchen, Zaunkönige kommen bestimmt von hier oder von den Nachbargärten.
Tannen-, Sumpfmeise und Buntspechte kommen aus dem benachbarten Wald. Goldammer war hier und viele Buntfinken.
Es soll kälter werden, da passiert bestimmt noch was. Herzliche Grüße, Raimund
|
|
Bodo:
Wir sollten uns aber hüten, an ein Horrorszenario zu denken. Der von den meisten beschriebene Einbruch der Winterzahlen betrifft zu viele Arten mit zu unterschiedlichen Habitatansprüchen zur Brutzeit. Da scheidet kurzfristige Negativbeeinflussung durch den Menschen praktisch aus. Wahrscheinlicher sind Wettereinflüsse und/oder abweichendes Verhalten/Zugverhalten gegenüber dem Vorjahr oder eine andere Ursache.
Gruß Bodo
Moin Bodo,
im Prinzip gebe ich Dir schon recht. Aber wenn ich mir angucke, wie wenig Insekten mittlerweile so durch die Luft fliegen würde es mich doch arg wundern, wenn das keine Auswirkungen auf die Vogelwelt hätte. Negative Wettereinflüße, wie sie im verganenem Frühjahr durchaus vorhanden waren, wirken dann natürlich noch schneller auf die Bestandszahlen.
Es wird schon seit den 70er Jahren vor dem stummen Frühling gewarnt und die Situation hat sich nur in sehr wenigen Punkten verbessert. Ich persönlich denke, wenn ich so den Insektenrückgang betrachte, daß wir noch nie so nah an einem stummen frühling waren wie derzeit.
Beste Grüße
Holger
LL: 364 (Carolinakrickente,Zwergschneegans)
Liste-D: 282 (Berglaubsänger, Zwergammer)
Kreis Viersen: 221 (Waldbaumläufer)
2018: 164 (Waldlaubsänger, Schwarzstorch)
|
|
Hallo Holger,
mir ging es hier nur um kurzfristigen Vergleich dieses Jahres mir den ein-zwei letzten Jahren. Da ist keine durch Menschen gemachte Ursache für die Veränderungen plausibel.
Langfristig gebe ich dir recht und muss auch leider deinen Pessimismus teilen.
Eine Verschärfung der Situation könnte sich anbahnen, wenn die Winterzahlen wirklich auf eine außergewöhnlich geringe Nachwuchsrate zurückzuführen sind (was ja nicht sicher erwiesen ist, kann ja auch Zugverhalten oder... sein). Die angeschlagenen Populationen können ein "natürlich" verursachtes schlechtes Jahr natürlich nicht mehr so gut kompensieren. Das könnte einen größeren Schub in der Negativentwicklung auslösen. Aber das ist Spekulation und wir hoffen eine in die falsche Richtung.
Gruß Bodo
|
|
Hallo Bodo,
so hast Du das passend formuliert. Auf alle Fälle stimmen Deine Beobachtungsanalysen der letzten 3 Jahrzehnte ja schon einmal etwas optimistisch. Wie ist Deine "Teststrecke" denn angelegt? Mehr Wald, Feldflur, Innerorts?
Beste Grüße
Holger
LL: 364 (Carolinakrickente,Zwergschneegans)
Liste-D: 282 (Berglaubsänger, Zwergammer)
Kreis Viersen: 221 (Waldbaumläufer)
2018: 164 (Waldlaubsänger, Schwarzstorch)
|
|
milvus69: Wie ist Deine "Teststrecke" denn angelegt? Mehr Wald, Feldflur, Innerorts?
"Brandenburger Normallandschaft" ganz grob mit ca. 35% Feld-/Wiesenflur, 30% Feuchtgebiet/Erlenbruch (mit einem Fließ und Grabensystem), 20% Wald (Kiefer mit etwas Laubgehölz), 15 % Dorf mit Bauerngärten. Da kann ich den größten Teil der Brandenburger Charakterarten erfassen.
Gruß Bodo
Zuletzt bearbeitet: 16.01.17 16:54 von Bodo
|
|
Kurzes Update:
also hier ist ordentlich was los. Ich bin seit Montag wieder arbeiten - also nicht den ganzen Tag zuhause und kann deswegen auch nicht nachlegen. Ich komme abends heim und da ist das Futterhaus dann wie gereinigt. Also alles weg, bis auf den kleinsten Krümel.
Viele Grüße
Matthias
|
|
Hier is nach wie vor nix los und da hab ich Futter vorbereitet und wir haben das gestern in den Wald geschafft, machen wir immer, wenns richtig kalt ist, die Pieper hats gefreut


...die Becher gehen wir dann wieder einsammeln und erstzen sie durch Neue.
Gruß Elvi
Mehr von Pieper und Co gibts
hier
|
|
Ich war gestern in der Au.... da war ordentlich was los.... da hab ich fast nur Meisen gesehen und davon richtig viele... die Büsche und Bäume waren voll davon....
Hier im Garten keine einzige...
LG Silke
~~~~~~~~~~~~~~~~
Alle meine Funde stammen, wenn nicht anders angegeben, aus der Obersteiermark.
Arten gesamt: 288 (Waldkauz)
|
|
Das kann ich so auch bestätigen, egal was ich den an leckeren Futter anbiete, sie kommen nicht, dafür geht im Wald die Post ab, auch tiefer drinnen, nich nur am Waldrand.
Gruß Elvi
Mehr von Pieper und Co gibts
hier
|
|
Bei mir ist es ähnlich, im Moment tummeln sich so 8-10 Amseln, eine Wacholderdrossel, 1-2 Buchfinken, die Dohlen, Straßentauben, ein Rotkehlchen, ein Zaunkönig, die Spatzen und die 3-4 Kohl-und Blaumeisen. Einen besonderen Gast habe ich dieses Jahr mit der Gebirgsstelze, die sich in der Kirchenburg rumtreibt. Die Würm ist Luftlinie ungefähr 500m entfernt und vereisst.
Aber auch außenrum ist sehr wenig los, wir haben hier in der Umgebung im Winter normalerweise sehr viele Bluthänflinge, Stieglitze und Buchfinken. Selbst die lassen sich kaum blicken, von Bergfinken ganz zu schweigen :-(.
VG und ein schönes Wochenende
Volker
|
|
Bei mir ist es im Moment nicht sehr artenreich:
ca. 30 Haussperlinge, einige Kohl- und Blaumeisen, Amsel, ab und zu 1- 2 Sumpfmeisen, Grünfinken, selbst Buchfinken machen sich zur Zeit rar....
LG Silvia
|
|
Hier gibts auch keine Änderung. Um so mehr überrascht war ich heute jedoch von einem "Nicht-Buntspecht", der sich keine 8 Meter von unserer Haustüre entfernt in einem kleinen Baum niederließ, vermutlich um ans Futterhaus zu fliegen. Aber da ich vor der Türe stand, ca 4-5 Meter vom Häuschen, traute der sich nicht und flog wieder fort. Leider viel zu schnell!, wie sich nun herausstellt.
Als erstes kam mir ja der Mittelspecht in den Sinn und habe den zunächst auch als solchen abgetan. Ich konnte am Nacken sehen, dass es kein Buntspecht war, der schwarze Wangenstreifen zog sich nicht bis nach hinten durch. Aber sonst war der dem Buntspecht zum Verwechseln ähnlich. Nur kam er mir beim Anflug am Bauch etwas dunkler (schmutziger) vor als die Buntspechte, die hier rumfliegen (deswegen viel er mir auch irgendwie auf). Auch am Kopf das Rot war viel dunkler, schimmerte eher Weinrot. Um sicher zu gehen blätterte ich den Svensson durch und da war dann die nächste Überraschung: Blutspecht?!
Ich weiß nun nicht, was ich davon halten oder wie ich den Vogel einordnen soll. Ein Weißrückenspecht fällt für mich aus, da die weißen Schulterflecken deutlich zu sehen waren. Kann es wirklich sein, dass ich hier (Kreis FDS) einen Blutspecht im Garten hatte?
Ich hoffe, dass der Specht sich noch mal hier blicken lässt.
Viele Grüße
Matthias
Zuletzt bearbeitet: 22.01.17 12:40 von MatthiasM
|
|
Unmöglich ist das sicher nicht. Zumal ja der Blutspecht wohl reihenweise übersehen und (zu Unrecht!) fast nie in Betracht gezogen wird.
Was du gesehen hast, kann ich nicht natürlich sagen. Aber halte auf jeden Fall die Augen nach dem Vogel auf, wäre schon grandios.
Viele Grüsse,
Harry
|
|
|