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Thema: Bitte um Baumläuferbestimmung


Liebes Forum,

Ende September traf ich an der Warthemündung im deutsch-polnischen Grenzgebiet diesen Baumläufer.
Für Waldbaumläufer ssp. familiaris spricht m.E. der Überaugenstreif, Färbung der Unterseite und kontrastreiche
Scheitelfleckung.
Für Gartenbaumläufer spricht das eher gleichmäßig gestufte helle Flügelfeld und die weißen Spitzen in den äußeren Armschwingen. Zehen-und Schnabellängen mag ich nicht beurteilen. Herum getönt hat der Vogel leider nicht.
Da sitze ich nun mit Herrn Svensson vor dem Bildschirm und komme partout nicht weiter. Könnt Ihr mir, möglichst mit einer kurzen Begründung, helfen?


Gute Nacht
Martin F.


Zuletzt bearbeitet: 22.10.13 11:24 von MarFra


Eindeutig Waldbaumläufer und phänotypisch spricht auch alles für familiaris.

Gruß Bodo



Vielleicht doch noch eine einschränkende Bemerkung bezüglich der Unterartzugehörigkeit.
In unserer Region (östl/südöstl. von Berlin) gibt es viele Brutvögel die verdammt nach familiaris aussehen. Der Überaugenstreif wird bei familiaris in der Regel vor dem Auge nicht schmaler (sondern erscheint da manchmal sogar noch breiter, was aber mit dem Übergang zur Stirnstrichelung zusammenhängt - im vorliegenden Fall fehlt ja auch nicht viel Veränderung und er würde so breiter wirken).
Also ich beschränke mich bei den Baumläufern immer mit Bestimmung auf Artniveau (oft schwierig genug).

Gruß Bodo



Hallo Bodo,

vielen Dank!
Ich lese gerade, dass ich in meinem Beitrag ziemlichen Mumpitz geschrieben habe, im zweiten Absatz meinte ich natürlich Gartenbaumläufer. Mal schauen, ob ich das mit dem editieren hinbekomme.

Liebe Grüße
Martin F.



MarFra:

im zweiten Absatz meinte ich natürlich Gartenbaumläufer.


war klar ;-)



MarFra:
Für Gartenbaumläufer spricht das eher gleichmäßig gestufte helle Flügelfeld und die weißen Spitzen in den äußeren Armschwingen.


Also ich empfinde das weiße Flügelfeld als sehr ungleichmäßig und die weißen Spitzen zeigen meiner Erfahrung nach beide Arten...

MfG Maffong

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Für mich auch ein Waldbaumläufer, obwohl ich für diese Aussage mit Sicherheit nicht mein Fernglas verwetten würde...
Es kommen halt immer aberrante Vögel vor und auch Hybriden machen einem das Leben schwer.

Aus der Zeit, als in der Zeitschrift "Limicola" noch gute Artikel erschienen, stammt hier eine ganz gute Abhandlung zur Baumläuferbestimmung: www.limicola.de/downloads.html

Grüssle,

Gisela



Gisela_Guillemot:
Für mich auch ein Waldbaumläufer, obwohl ich für diese Aussage mit Sicherheit nicht mein Fernglas verwetten würde...
Es kommen halt immer aberrante Vögel vor und auch Hybriden machen einem das Leben schwer.

Aus der Zeit, als in der Zeitschrift "Limicola" noch gute Artikel erschienen, stammt hier eine ganz gute Abhandlung zur Baumläuferbestimmung: www.limicola.de/downloads.html

Grüssle,

Gisela


Den Artikel habe ich mir unter meinen Favoriten schon länger abgelegt und finde ihn hilfreich zumindest bei der Bestimmung anhand guter Fotos.
Für mich ist das hier auch ein klarer Waldbaumläufer.
Man sieht z.B. auch einen großen Abstand bei den Handschwingenspitzen. Das muss die Lücke zwischen H4 und H5 sein. Auch wenn mir das richtige Zählen hier schwer fällt, beim Gartenbaumläufer gäbe es diese große Lücke nicht, da liegt die Spitze von H4 auf halber Strecke zwischen H3 und H5.


Gruß aus Berlin, Christine


Pica:
Man sieht z.B. auch einen großen Abstand bei den Handschwingenspitzen. Das muss die Lücke zwischen H4 und H5 sein.

Vorsicht, Christine – das kann auch eine Mauserlücke sein!

Herzliche Grüße – Martin M.



Oje, bei Certhia lag ich schon so oft daneben, da halte ich mich lieber raus.

Liebe Grüße, Micha

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Vielen Dank Euch allen!

Der Artikel, Gisela, scheint hochinteressant zu sein, habe ihn bisher nur überfliegen (typisch Hobbyorni!) können.
Und Maffong, vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt, mit dem hellen gleichmäßig gestuften Flügelfeld meinte ich den schwarz eingefassten, gelblichen Bereich.

Nochmals vielen Dank für Eure lehrreichen Beiträge!

Herzliche Grüße
Martin F.



martinmiethke:
Pica:
Man sieht z.B. auch einen großen Abstand bei den Handschwingenspitzen. Das muss die Lücke zwischen H4 und H5 sein.

Vorsicht, Christine – das kann auch eine Mauserlücke sein!

Herzliche Grüße – Martin M.


Da hast du natürlich vollkommen recht!
Reicht es für die Schämgruppe, dass ich an diese Möglichkeit gar nicht gedacht habe?
Bin trotzdem für Waldbaumläufer.

Gruß aus Berlin, Christine



Pica: Reicht es für die Schämgruppe, dass ich an diese Möglichkeit gar nicht gedacht habe?


So weit kommt's noch, da müssen schon härtere Kaliber ran, wie z.B. bei meiner Feuertaufe in diesem Forum.
Auf einem schlechten Foto hatte ein Tordalk seinen Hals so verbogen, dass ich in dem Vogel eine neue Alkenart vermutet hatte. Das ist die Währung, mit der in der SG gezahlt wird.

Herzliche Grüße
Martin F.



MarFra:
Und Maffong, vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt, mit dem hellen gleichmäßig gestuften Flügelfeld meinte ich den schwarz eingefassten, gelblichen Bereich.

Herzliche Grüße
Martin F.


Das war schon klar, aber das ist doch wirklich nicht gleichmäßig gestuft (vgl. mit Gartenbaumläufer oder der Abbildung im Svennson)

martinmiethke
Vorsicht, Christine – das kann auch eine Mauserlücke sein!
Auch wenn das vielleicht auf Fotos nicht so gut zu beurteilen ist, habe ich überhaupt nicht das Gefühl, dass es irgendwelche Unterschiede im Abnutzungsgrad der Federn gibt. Sollte man diesen bei frisch-mausernden Federn nicht halbwegs erkennen können?

Gisela_Guillemot
Für mich auch ein Waldbaumläufer, obwohl ich für diese Aussage mit Sicherheit nicht mein Fernglas verwetten würde...
Es kommen halt immer aberrante Vögel vor und auch Hybriden machen einem das Leben schwer.

Aber sollte man bei einem Hybriden nicht zumindest irgendwelche Anhaltspunkte für die zweite Art sehen? Auch für mich ein absolut reiner Waldbaumläufer, auchdie Länge der Hinterzehenkralle spricht hier deutlich für Waldbaumläufer...

MfG Maffong

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Lifelist: 1334 Arten (Nonnensteinschmätzer)
Foraner: 51


Maffong:
martinmiethke
Vorsicht, Christine – das kann auch eine Mauserlücke sein!

Auch wenn das vielleicht auf Fotos nicht so gut zu beurteilen ist, habe ich überhaupt nicht das Gefühl, dass es irgendwelche Unterschiede im Abnutzungsgrad der Federn gibt. Sollte man diesen bei frisch-mausernden Federn nicht halbwegs erkennen können?

Hallo Mathieu,

das stimmt natürlich. Wobei Ende September die Mauser eigentlich abgeschlossen sein sollte, insofern war mein Einwand eh nicht ganz richtig.

Herzliche Grüße – Martin M.

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