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Thema: Wo sind unsere Tiere?


Hallo zusammen;
mir ist aufgefallen, zumindest in meiner Gegend, das kaum, außer Vögel; Tiere zu beobachten sind.
Bisher; 3 Rehe; 20 Mufflons.
Bin ziemlich ratlos.
Wie sieht es bei euch aus?

fragt Kurt aus Mittelhessen;



Ich habe keine solcher Beobachtungen machen können. Zwar war ich in letzter Zeit leider nur wenig draußen, aber ich habe nicht wirklich viel weniger Tiere sehen können. So hatte ich bei meinem letzten Besuch in der Wedeler Marsch neben 3 Rehen auch einen Rotfuchs. Eine Art, die ich dort vorher noch nie gesehen hatte...

MfG Maffong

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Hallo Maffong;
Zufall, heute am späten Nachmittag, ein Fuchs in 200m Entferung beim jagen beobachtet!

Kw.


Am Donnerstag konnte ich bei uns im Wald 2 rote Eichhörnchen sehen, das wars dann aber auch.




Viele der anderen Tiere sieht man erst, wenn man wirklich lange an einem Ort still sitzt oder nach Anbruch der Dunkelheit.
Meistens sieht man auch nur ihre Spuren.

Bei mir zu Hause (Wohngebiet) habe ich außer Vögeln Steinmarder, Mäuse und Eichhörnchen gesehen.

In anderen Beobachtungsgebieten schon Fuchs, Dachs, Stein- und Baummarder, Eichhörnchen, Wiesel, Ratte, Bisam, Feld-, Wald- und Rötelmaus, Reh, Rothirsch, Damhirsch, Wildschwein.
Leider waren Baummarder und Dachs Verkehrsopfer. So habe ich mir meine bisher einzigen Sichtungen dieser Tiere nicht vorgestellt :-(



Hallo miteinander,

ich möchte hier noch anmerken, dass wohl hierzulande noch nicht viele Menschen ein Mufflon in freier Wildbahn gesehen haben - geschweige denn 20.

Was einfach daran liegt, dass sie hier gar nicht heimisch sind. Die vorhandenen Bestände sind künstliche Ansiedlungen - natürlich, wie sollte es anders sein, von Jägern, die ihr Beutespektrum erweitern wollten.

Herzliche Grüße
Martin M.



Hallo Martin;
ich lebe hier seit 1962; bin 66. So lange gehören die Mufflons zu meinem Alltag.
Im November 2011 konnte ich auf einer Waldwiese 47 Ex. zählen.
Auf Nachforschungen meinerseits wurde mir von Älteren Mitbürgern berichtet das > Mufflon < seit 1939 hier vorkommen. Woher sie kamen, wusste leider keiner mehr. Vermutlich aus dem Edertal.

Gruß aus Hessen;
Kurt



martinmiethke:
Hallo miteinander,

ich möchte hier noch anmerken, dass wohl hierzulande noch nicht viele Menschen ein Mufflon in freier Wildbahn gesehen haben - geschweige denn 20.

Was einfach daran liegt, dass sie hier gar nicht heimisch sind. Die vorhandenen Bestände sind künstliche Ansiedlungen - natürlich, wie sollte es anders sein, von Jägern, die ihr Beutespektrum erweitern wollten.

Herzliche Grüße
Martin M.


Genau!

Es sind attraktive Tiere, die allerdings aufgrund ihres angestammten Lebens- und Fluchtverhaltens nicht wirklich nach Deutschland gehören und die Gefahr einer Faunenverfälschung mit sich bringen. Der NABU fordert deshalb aus Natur- und Tierschutzgründen diese nicht heimische Art komplett abzuschießen.

In Sachsen konnte man sich das sparen: Expertin Ilka Reinhardt vom Wolfsbüro „Lupus“: „Es stimmt, die Mufflons sind jetzt ausgerottet. Sie hatten gegen den Wolf keine Chance, waren zu langsam und zu träge.“

Im Nationalpark Eifel sollten(?) die Mufflons ja auch abgeschossen werden. Nun aber stellen die Nationalparkförster fest, dass sich die Tiere stark vermehren, das junge Grün fressen und damit in hohem Maße für die vermehrten Verbissschäden verantwortlich sind. Zudem tauchen sie nicht mehr nur im Kernbereich des Nationalparks auf, im Kermeter, sondern zunehmend auch an dessen Rändern, im Bereich Hetzingen bei Nideggen im Norden und im Bereich der Stadt Monschau im Westen.

Die werden dann durch Schafherden in Beweidungsprojekten ersetzt. An der Peripherie des Nationalparks Eifel beweiden Wiltshire Horn Schafe das Grünland in ausgesuchten Naturschutzgebieten.

Als Abrundung noch die Wikipedia: Die IUCN führt den Europäischen Mufflon als gefährdet.

Um da durchzublicken braucht man wohl eine feste Weltanschauung.

Übrigens nach BNatSchG
„... als heimisch gilt eine wild lebende Tier- oder Pflanzenart auch, wenn sich verwilderte oder durch
menschlichen Einfluss eingebürgerte Tiere oder Pflanzen der betreffenden Art im Inland in freier Natur und
ohne menschliche Hilfe über mehrere Generationen als Population erhalten,...“





Hallo Tom,

das ist Definitionssache, ist schon klar. Ich hätte besser ursprünglich heimisch schreiben sollen :-)

Außerdem – wer weiß denn schon, ob es nicht irgendwann in grauer Vorzeit doch schomal Mufflons in Mitteleuropa gab ...

Herzliche Grüße
Martin M.


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