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Thema: Namibia Bestimmungshilfe |
Ich war also vom 04. – 15.10.2017 in Namibia. Meine erste große Urlaubsfernreise, das erste Mal Afrika. Es war KEINE Vogelbeobachtungsreise, sondern eine touristische Rundreise mit einer kleinen Reisegruppe. Ich war mit einer Freundin dabei, die naturbegeistert und tierinteressiert ist, der aber die Unterscheidung von Glanzstar und Drongo eher egal ist und fast der einzige Vogel, der alle gleichermaßen begeistert hat, war diese Art:

Außerdem war es ein straffes Reiseprogramm und ich war auch selber mit Staunen über die Landschaft und alles Neue sehr beschäftigt. Und ich habe mich eh wie der blutige Beobachtungsanfänger gefühlt, weil ich mich so wenig auskannte. Manchmal hat mein Orni-Herz geblutet, wenn ich einen interessanten Vogel sitzen sah, aber im Vorbeifahren keine Zeit für nähere Betrachtung oder gar ein Foto war. Aber dass es so sein würde, wusste ich vorher.
Trotzdem war es natürlich eine spannende tolle Reise und nachdem ich mich ein wenig eingeschaut hatte, konnte ich dann mit Hilfe von „Birds of Southern Africa“ (Sinclair et.al.) doch einige Vogelarten identifizieren.
Manchmal konnte ich auch von Vögeln Fotos machen. Die Qualität ist eher bescheiden (Mein Unvermögen, meine kleine Kamera), aber vielleicht könnt ihr mir bei der ein- oder anderen Aufnahme doch weiterhelfen. Mit den großen Tieren war das leichter. Einen Elefanten scharf aufs Bild zu kriegen ist einfach weniger kompliziert, als bei einem kleinen grauen Vogel im Geäst.

Fangen wir mal mit den Staren an:
Die folgenden unter 1. habe ich alle als „Rotschulter-Glanzstar“ Cape Glossy Starling, Lamprotornis nitens angesehen. Die Aufnahmen entstanden in Solitaire (Naukluft) also relativ weit im Westen.
Im Buch und bei den Bildern bei naturgucker ist er für mich kaum von L. chalybaeus zu unterscheiden, aber so weit westlich sollte der laut Buch nicht vorkommen:
1. Glanzstar:



2. Großer Glanzstar? (Burchells Starling, Lamprotornis australis) ??
Aufgenommen in Erongo (ca. 50km nördlich von Omaruru).

An der Küste waren wir nur kurz. In Walfishbay und Swakopmund gab es neben Dominikaner- und Lachmöwe auch diese hier (einziges Bild und aus dem Bus heraus geknipst):
3. Möwe??? (Emma natürlich, aber welche)

Und dann gabs die auffälligen „Bananenvögel“.
Ganz klar zu identifizieren waren der südliche Gelbschnabel-Toko (Rotaugentoko) Tockus leucomelas und der südl. Rotschnabel-Toko, Tockus rufirostris.
Aber die beiden Kandidaten kann ich nicht recht einordnen. Sie passen nicht so recht zu den Buchbildern mit der Kombination aus Gefieder- und Schnabelfarbe. Jungvögel?
4. Nashornvogel:


Soweit für heute.
Es kommt in den nächsten Tagen noch mehr.
Gruß aus Berlin, Christine
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Hallo Pica,
deine Stare würde ich ebenfalls so bestimmen, Die Möwen sind Hartlaubmöwen und der Hornschnabel ist ebenfalls ein Rotschnabeltoko
MfG Maffong
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Super! Vielen Dank, Mathieu!
Gruß aus Berlin, Christine
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Weiter geht es mit den „Sunbirds“
Wenn ich mir meine Bilder so anschaue, habe ich den Verdacht, es ist alles nur eine Art, auch wenn ich meine verschiedene, auch mit dunklen Bäuchen gesehen zu haben. Aber die Bilder, auf denen man überhaupt was erkennen kann, deuten wohl alle auf White-Bellied Sunbird, Cinnyris talatala, hin vermute ich (M + 1xW)??
Aufnahmen 5-8 sind in den Fransfontein-Bergen entstanden (Gelukspoort Guest Farm), Aufnahmen 9 + 10 an der Onjala Lodge nicht zu weit weg von Windhoek (also Khomas)
5.

6.

7.

8.

9.

10. (derselbe Vogel wie 9)

Die nächste Gruppe folgt bald
Gruß aus Berlin, Christine
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Hallo Christine,
mal kurz ne innerstädtische Frage, die erst mal gar nicht mit den Vögeln zu tun hat.
Ich hatte vor zig Jahren auch mal eine intensive astronomische Phase und habe damals viel beobachtet, bevor mein damaliger Job das nicht mehr zuließ.
Unter Sternkuckern gilt Namibia als eine Art von Eldorado, weil dort der Himmel extrem dunkel ist - wenn ich mich nicht irre, heißt es, dass die Helligkeit der Milchstraße dort ausreicht, um Schatten zu werfen (für Mitteleuropa unvorstellbar!).
Hast Du so etwas dort unten auch erlebt?
Sorry wg. of topic, aber das interessiert mich sehr.
Gruß aus Bln-Hermsdorf,
Steffen
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Hallo Steffen,
nein Schatten hat die Milchstraße nicht geworfen, aber wir hatten anfangs Vollmond. Schön war der Sternenhimmel aber auf jeden Fall!
Für Berliner Stadtmenschen ist es ja schon erstaunlich, die Milchstraße überhaupt deutlich zu sehen. Mit mehr Zeit, hätte ich mir auch den Sternenhimmel gerne näher zeigen lassen (die grundsätzliche Möglichkeit bestand zumindest in der letzten Lodge), aber ich hatte schon soviele Eindrücke zu verarbeiten, dass der Sternenhimmel bei mir unter dem allgemeinen Staunen mit abgelegt wurde.
Weiter mit meinen Bestimmungsanfragen:
Bei dem folgenden Vögelchen (Etosha Safari Camp) habe ich nur vage Ideen
11.


Dieses Kerlchen im Mopane Baum im Etosha Park kommt mir so ähnlich vor:
12.



Fortsetzung folgt.
Gruß aus Berlin, Christine
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Die SUnbirds hast du richtig bestimmt, alles White-bellied.
Die anderen Vögel sind Webervögel, leider keine Männchen, die wären ein wenig einfacher. Bei beiden tippe ich auf Ploceus velatus (Southern Masked Weaver), würde mich aber über andere Meinungen freuen
MfG Maffong
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Ich würde die Weber unbestimmt lassen. Die Fotos sind einfach nicht gut genug, gerade wo es doch mehrere Arten gibt die in Frage kommen.
Wo genau wurde der Tocko aufgenommen?
Ich denke hier eher an einen Damara red-billed Hornbill vom Eindruck her.
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Vielen Dank für eure Bemühungen!
Das die Fotos möglicherweise nicht immer zur Bestimmung reichen, ist klar, damit muss ich leben.
Südliche Maskenweber gabs immer wieder. Die Männchen kann ich natürlich einordnen, aber anscheinend habe ich mir die zugehörigen Weibchen weniger genau angeschaut (Tzz).
Diese beiden also offenbar weiblichen Weber waren allerdings auch nicht erkennbar in der Nähe bunter Kerle und müssen eben als nicht sicher bestimmbar gelten.
Die beiden Bilder von den Tockos sind auch in den Fransfontein-Bergen entstanden (auf der Gelukspoort Guest Farm)
Gruß aus Berlin, Christine
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Der Ort hilft leider nicht viel, denn drt dürften beide Arten vorkommen. Was mich hier aber an Damara Hornbill stört ist der graue (statt weiße Kopf). Ich bleibe vorerst bei Southern Red-billed, da ich aber selber nie im südlichen Afrika war, lass ich mich sonst auch gerne belehren
MfG Maffong
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Ich hoffe, ich darf noch ein wenig weitermachen mit pixeligen Bildern.
Etosha Safari Camp, ein Schnäpper
13.

Ebendort eine Prinie (?), die sich leider nicht für Licht oder Schatten entscheiden konnte, so dass mein Apparat erst recht Probleme hatte.
14.

Und weiter geht’s im Etosha Park, Okaukuejo, dort wo auch die fiesen Rätsel-Kronenkiebitze waren.
Hier geht’s um Reiher („Ardea pixelis“):
15. Kuh- und (juv.?) Schwarzhals Reiher, Black-Headed Heron, Ardea melanocephala ???


16. derselbe „graue“ Reiher?

Und dieser ferne Greif ist vermutlich hoffnungslos
17.


Von diesem Paar sprach der Jeep-Fahrer als „Tawny-Eagle“ (Savannenadler, Aquila rapax)
Kann man ahnen, ob es stimmt?
18.

Geht irgendwann noch weiter, solange niemand schreit, dass ich aufhören soll.
Gruß aus Berlin, Christine
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Die neuen sind:
Familiar Chat, Rostschwanz-Steinschmätzer Oenanthe familiaris
Bleating Camaroptera, Grünmantel-Bogenflügel (Camaroptera brachyura)
Kuhreiher und ein junger Schwarzhalsreiher (Black-headed Heron, Ardea melanocephala)
Schwarzhalsreiher
Möglicherweise Zwergadler, aber mit gaaanz viel Unsicherheit
Tawny Eagle könnte ganz gut passen und ist glaube ich auch eine der häufigeren Arten dort
MfG Maffong
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Maffong, du bist unbezahlbar!
Oenanthe familiaris ist in meinem Buch deutlich dunkler, aber es steht auch klein daneben "dark morph". Im Vergleich mit Bildern bei naturgucker passt es super.
Wenn die Verbreitungskarten im "Sinclair" stimmen, kommt "Camaroptera brachyura" zwar in Namibia nicht vor, aber dann wird es wohl Camaroptera brevicauda, Grey-Backed Camaroptera sein. Da habe ich im Buch einfach nicht recht gewusst, wo ich suchen soll, aber so passt auch das echt gut.
Die Greifvögel werde ich mit gebührender Vorsicht als kaum bestimmbar und vermutlichen Tawny Eagle ablegen.
Morgen kommen die letzten beiden Tage mit noch ein paar Kleinvögeln.
Gruß aus Berlin, Christine
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Pica:
Wenn die Verbreitungskarten im "Sinclair" stimmen, kommt "Camaroptera brachyura" zwar in Namibia nicht vor, aber dann wird es wohl Camaroptera brevicauda, Grey-Backed Camaroptera sein. Da habe ich im Buch einfach nicht recht gewusst, wo ich suchen soll, aber so passt auch das echt gut.
Bei HBW Alive werden beide als eine Art zusammengefasst, aber wenn die in deinem Buch gesplittet werden ist es natürlich C. brevicauda
MfG Maffong
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Der Hornbill sieht zumindest deutlich heller aus, als die die ich in Südafrika gesehen habe. Das kann aber auch am Foto oder evtl auch geographischer Variation liegen.
Hell genug für einen Damara (den kenn ich auch nicht live) ist er eventuell nicht.
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