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Thema: selbstgemachtes vogelfutter |
hallo,
gestern habe ich zum ersten mal sowas wie meisenknödel selbst gemacht. wie beim eigenen essen: nur wenn man es selbst macht, weiß man, was drin ist... :)
beim suchen von bauanleitungen ("rezept vogelfutter meisenknödel") bin ich auf eine seite vom nabu gestoßen, wo behauptet wird, dass in deutschland jährlich hunderte millionen euro für die winterfütterung von vögeln ausgegeben werden. das ist schier unglaublich. hält das jemand für eine realistische zahl?
aber die rezeptsuche, ausgelöst durch einen geschenkten kleinen halbkugelförmigen blumentopf mit sehr kleinem loch, warf weitere fragen auf.
weichfutterfresser können mit einer meisenglocke als darreichungsform natürlich nichts anfangen und sie brauchen auch anderes futter.
an irgendeiner stelle schrieb jemand, dass man orangenhälften auf äste spießen könnte. das klingt in meinen ohren ja völlig absurd. es wird empfohlen, beeren oder äpfel zu trocknen und sie ins fett einzurühren. als geeignete beeren werden schlehen und eberesche genannt - aber die kann man doch gleich draußen am busch lassen, oder? ich glaube, ich mach kein weichfutterfresserfutter selber...
eine weitere frage betrifft die fettart: abgesehen davon, dass manche auf die art ihr altes friteusenfett entsorgen, taucht in vielen meisenknödelrezepten neben kokosfett/pflanzenfett als zutat auch mal schweineschmalz, mal rindertalg, hammeltalg oder flomen auf.
würdet ihr tierische fette verwenden? zu einer amsel passt doch kein schweineschmalz, oder? nicht dass ich hier eine vogelseuche auslöse (wie bse bei rindern, weil man diesen vegetariern geschredderte (kranke) schafe verfüttert hat).
meine ersten produkte enthalten in kokosfett eingegossene haferflocken, gehackte haselnüsse und ein bisschen vogelfuttermischung aus der tüte. sie werden wohl noch eine weile den kühlschrank verstopfen. jedenfalls kann ich sie noch nicht aufhängen, weil es zu warm ist und der klotz aus der form klatschen könnte, wenn ein herbstsonnenstrahl sie erwärmt.
viele grüße, yvonne
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Ich mache seit letztes Jahr auch selbst so etwas wie Meisenknödel. Dabei schmelze ich reines Kokosfett im Wasserbad und kippe dort Futterhanf, Haferflocken, Sonnenblumenkerne mit Schale und auch mal Hirse oder Weizen. Das gieße ich dann in Blumenntöpfe mit einem Stab und lasse es abkühlen.
Weichfresserfutter habe ich schonmal selbst gemacht, was aber nicht besonders beliebt ist. Übrigens füttere ich schon, denn bei uns gab es letzte Woche 20 cm Schnee.
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20 cm - wow! abgesehen davon, dass es jetzt ja wieder wärmer ist, hatten wir in berlin nur nassen schneeregen.
einen rest meiner mischung, für den ich keine geeignete form hatte, habe ich in eine tüte gegossen, in die ich dann einen stab mit einer verdickung gesteckt habe (eine holztulpe). diesen riesenlolli habe ich zum test in einen blumentopf auf dem balkon gesteckt. er wurde von haussperlingen, blaumeisen und kohlmeisen bereits größtenteils vertilgt. testphase 1 also positiv abgeschlossen.
wie hoch sind die blumentöpfe, die du verwendest, birdwatchermv? klettern die vögel in eine undurchsichtige glocke hinein, um das futter weiter oben zu fressen?
und: wie kriegst du sie dicht, dass das fett beim einfüllen nicht rausläuft? da habe ich bei einem blumentopf mit dem üblichen großen loch eine ziemliche schweinerei angerichtet, schließlich muss die aufhängeschnur ja nach oben raus?!
viele grüße, yvonne
Zuletzt bearbeitet: 15.12.09 08:55 von ychri
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Die Größe der Blumentöpfe war ungefähr 7 cm, also sehr kleine aus Ton. Außerdem hatte ich vier Stück an einen Stock gemacht und den Stock dann im Trocknen so aufgehängt, dass die Öffnung nach oben zeigte, was besonders dem Kleiber gefiel der sie kopfüber bearbeitete. Damit das Futter nicht herausläuft, habe ich unters Loch ein Gummi um den Stab gebunden.
VIel Spaß.
LG
Norman
Arten insgesamt: 215 (Heringsmöwe, Steinwälzer)
Arten 2013: 115 (letzte Art Pirol)
Insekten: 134 (davon 66 Schmetterlinge und 27 Libellen)
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na bitte, nun habe ich also eine neue art angelockt... endlich auch einmal eine schwanzmeise auf meinem artenarmen balkon!
viele grüße, yvonne
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Da wir keinen eigenen Garten haben, das Füttern der Vögel bei Frost und Schnee für meine Tochter und mich aber zum Winter gehört, hängen wir Meisenringe, Meisenknödel und diese Fett-Nuss-und-Körnerstangen in einem Waldstück auf, in dem wir gern unterwegs sind.
Da bleiben natürlich immer die Pappringe und Plastiknetze über. Wenn es wärmer wird, sammele ich die bei einem Spaziergang wieder ein. Ein bisschen blöd sehen sie im Wald aber auch aus, solang sie noch gebraucht werden.
Nun habe ich in einem der von Yvonne verlinkten NABU-Rezepte für ein Fettfutter gelesen, dass man das gar nicht in Form bringen muss, sondern - eventuell durch Beimischung eines Schlucks Öl zum aushärtenden Fett geschmeidig gehalten - einfach an Äste schmieren kann. Das würde im Wald weniger unnatürlich aussehen, meine ich. Andererseits steht da, dass Fettfutterreste nicht übrigbleiben sollen, damit sie nicht ranzig werden. Meine Pappringe und Plastiknetze finde ich natürlich leichter wieder als Fettfutterreste an Ästen.
Dann hab ich noch irgendwo gelesen, dass es vielen Vögeln (Insektenfressern?) auch schon hilft, wenn man ein paar Quadratmeter der geschlossenen Schneedecke aufharkt. Hilft das denn auch, wenn die Erde gefroren ist?
Mich würden mal eure Meinungen zu alledem interessieren, auch wenn das keine eigentlichen Vogelgarten-Fragen sind.
Viele Grüße,
Sabine
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liebe Sabine,
Andererseits steht da, dass Fettfutterreste nicht übrigbleiben sollen, damit sie nicht ranzig werden.
der trick ist wahrscheinlich einfach, dass du nicht so viel an den stämmen aufbringst und lieber eine neue mischung anrührst und verteilst, wenn die bäume abgefressen sind. dafür musst du natürlich bestimmte bäume im auge behalten (du kannst dir ja einen gut wiederzufindenden baum als "referenzbaum" aussuchen, von dessen abnutzung du dann einfach auf die anderen schließt).
viele grüße, yvonne
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Gut. Danke! Ich mach einfach eine Zeichnung und Fotos und passe die Futtermenge der Nachfrage an. :-)
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Hier noch ein kleiner Verweis, damit man Vogelfutter selber machen kann.
VG Montechristo
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Hallo,
ich mache seit ein paar Jahren mein Winterfutter selber und habe es immer wieder verfeinert.
Um allen Vogelarten gerecht zu werden mische ich Sonnenblumenkerne, Haferflocken, evtl. gemahlene Nüsse oder Mandeln (die von der Weihnachtsbäckerei übrig sind)und Rosinen.
Die Masse fülle ich in Blumentöpfe und stecke einen Ast rein, vorher habe ich eine Kordel durch das Loch gefädelt zum Aufhängen und zwar so, dass die Öffnung seitlich hängt. Dorthin kommen: Spatzen, Finken, Rotkehlchen, Kleiber, Amseln und sogar 2 Buntspechte.
Liebe Grüße
Angie
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