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Thema: Zitate, Gedichte zum Thema Vögel |
Kommt schon ganz gut - zurzeit favorisiere ich eine umgedichteten Vogel(hochzeit)geburtstag, aber vielleicht habt ihr ja noch weitere Ideen?
Die Witze lasse ich dann nach 12 Uhr los. Dann gehen die, die auch gehen dürfen! (-:
Jörg
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Heja Jörg!
Hier was Passendes für die Küste:
Die Möwen sehen alle aus
als ob sie Emma hießen.
Sie tragen einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.
Ich schieße keine Möwe tot,
ich lass sie lieber leben
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.
Oh Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen;
sofern du Emma heißest,
sei zufrieden,ihr zu gleichen.
Ringelnatz? Morgenstern?
Grüße und frohes Fest,
Loxia
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Wunderschön!
Ich habe auch noch etwas gefunden zur allgemeinen Erbauung:
Aber des Äthers Lieblinge, sie, die glücklichen Vögel,
Wohnen und spielen vergnügt in der ewigen Halle des Vaters!
Raum genug ist für alle. Der Pfad ist keinem bezeichnet,
und es regen sich frei im Hause die Großen und die Kleinen.
Über dem Haupte frohlocken sie mir, und es sehnt sich auch mein Herz Wunderbar zu ihnen hinauf.
Friedrich Hölderlin, "An den Äther"
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Morgens…
Morgens hörst du schöne Laute
weil ein Vogel sich schon traute
seine Stimme zu erheben
so beginnt das neue Leben
Morgens, wenn der Tag beginnt
Schlaf noch aus den Augen rinnt
freut man sich über diese Laute
weil ein Vogel sich schon traute
Freudig kannst du nun aufstehen
deines Tages Wege gehen
bis am Abend wieder Laute
weil ein Vogel sich es traute.
Autor: ©Gerhard Ledwina(*1949)
Lieben Gruß
Maria
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Heja Jörg!
Hier noch etwas aus meiner Sammlung:
Beruf des Storchs
Der Storch, der sich von Frosch und Wurm
An unserm Teiche nähret,
Was nistet er auf dem Kirchenturm,
Wo er nicht hingehöret?
Dort klappt und klappert er genug,
Verdrießlich anzuhören;
Doch wagt es weder alt noch jung,
Ihn in dem Nest zu stören.
Wodurch — gesagt mit Reverenz —
Kann er sein Recht beweisen?
Als durch die löbliche Tendenz,
Auf's Kirchendach zu ...?
J. W. v. Goethe
Carl Zuckmayer
Wintervögel
Kommt der erste Schneesturm angeschnoben,
Hängt der Talgring schon am Giebel droben.
Sorgt euch nicht! In einem trocknen Eckchen
Baumelt prallgefüllt das Erdnußsäckchen.
Sonnenblumenkerne mit Hanf und Lein
Werden reichlich vor dem Fenster sein.
Da der Kleiber taktstockmäßig klopft,
Läßt die Haubenmeise, spitzbeschopft,
Ihren wirschen Flötentriller los,
Und der Grünling kreischt tempestuos.
Weht ein Zirpen aus dem Schwarzgetann,
Welches nur ein Goldhähnchen sein kann.
Mit der Fastnachtsmaske vorm Gesicht,
Denkt die Blaumeise, man kennt sie nicht!
Stolz der Dompfaff wölbt den roten Bauch,
und der Bergfink seinen bunten auch.
Glaubt man Blut auf falbem Flaum zu sehn,
Dürfte sichs um einen Hänfling drehn.
Ach was hat dies Rotkehlchen verführt,
Daß es nicht den Drang zum Wandern spürt!
Andre seinesgleichen schnalzen jetzt,
Wo der Kalif Storch den Schnabel wetzt.
Doch vielleicht auch ließ man sie bereits
Bruzzeln in der italien’schen Schweiz.
Dicke Amsel auf dem kahlen Ast,
Wo du jetzt noch deinen Schmer her hast?
Oder plusterst du dich nur aus Wut,
Wenn du siehst, was sich im Rinnstein tut?
Unbestritten hält dort seinen Platz,
wie im Sommer, der gemeine Spatz.
Hundertmal das Hälschen ausgereckt,
Eh den Schnabel man ins Futter steckt!
Lautlos schleicht der Katzenfuß im Schnee,
Und der Stößer kreist in Wolkenhöh.
Viel zu viele gehen drauf alljährlich.
Paßt nur auf! Das Leben ist gefährlich…
Doch ihr wisst, daß man dem schwarzen Mann
Hinterm Fensterkreuz vertrauen kann.
Guanolied
Ich weiß eine friedliche Stelle
im schweigenden Ocean,
crystallklar schäumet die Welle
zum Felsengestade hinan.
Im Meer erschaust du kein Segel,
keines Menschen Fußtritt am Strand,
viel tausend reinliche Vögel
hüten das einsame Land.
Sie sitzen in frommer Beschauung,
kein einz'ger versäumt seine Pflicht,
gesegnet ist ihre Verdauung
und flüssig als wie ein Gedicht.
Die Vögel sind all 'Philosophen,
ihr oberster Grundsatz gebeut:
Den Leib halt jederzeit offen
und Alles and're gedeiht.
Was die Väter geräuschlos begonnen,
die Enkel vollenden das Werk,
geläutert von tropischen Sonnen
schon thürmt es empor sich zum Berg.
Sie sehen im rosigsten Lichte
die Zukunft und sprechen in Ruh':
Wir bauen im Lauf der Geschichte
noch den ganzen Ocean zu.
Und die Anerkennung der Besten
fehlt ihren Bestrebungen nicht,
denn fern im schwäbischen Westen
der Böblinger Rapsbauer spricht:
Gott segn' euch, ihr trefflichen Vögel
an der fernen Guanoküst',
trotz meinem Landsmann,dem Hegel,
schafft ihr den gediegensten Mist.
Victor von Scheffel
Ich bin der Sperling.
Kinder, ich bin am Ende.
Und ich rief euch immer im vergangenen Jahr,
Wenn der Rabe wieder im Salatbeet war.
Bitte um eine kleine Spende.
Sperling, komm nach vorn.
Sperling, hier ist dein Korn.
Und besten Dank für die Arbeit!
Ich bin der Buntspecht.
Kinder, ich bin am Ende.
Und ich hämmre die ganze Sommerzeit,
All das Ungeziefer schaffe ich beiseit.
Bitte um eine kleine Spende.
Buntspecht, komm nach vurn.
Buntspecht, hier ist dein Wurm.
Und besten Dank für die Arbeit!
Ich bin die Amsel.
Kinder, ich bin am Ende.
Und ich war es, die den ganzen Sommer lang
Früh im Dämmergrau in Nachbars Garten sang.
Bitte um eine kleine Spende.
Amsel, komm nach vorn.
Amsel, hier ist dein Korn.
Und besten Dank für die Arbeit!
Bertolt Brecht
Schwanzmeisen
In heitrer Muße hat Euch Gott gemacht.
Sein Schöpferlächeln formte Federbäuchlein
Mit schmalem Schwänzlein drollig lang bedacht:
Das ganze übermalt von Farbenhäuchlein.
Schon wippt ein Pfannestielchen durch die Luft
Und alsogleich ein Schwarm von vielen, vielen;
Die, kleine Gottgedanken, Licht und Duft,
Ein klingend Zirpen durch die Weide spielen.
Wie seid Ihr nur in diese Welt gelangt?
In diese Welt! – Ein Wunder, uns zu trösten,
Auf daß wir fühlen, wenn der Geist uns bangt,
Im Kleinsten, lächelnd, ist der Herr am größten.
Cola Beaucamp
Spatzen
Zuweilen kommt Besuch: Das Eisengitter,
für mich Gefängnis, ist für andre Rast.
Ein Spatzenpaar ist gerne da zu Gast,
ein Spatzenfräulein und ein Spatzenritter.
Sie lieben sich in Zank und Zärtlichkeit,
sie haben schnäbelnd sich viel zu erzählen,
und wollt ein andrer Spatz die Spätzin wählen,
dann gäb es einen fürchterlichen Streit.
Wie seltsam ist es, ungehemmtem Leben
in Fesseln voller Frage nahzustehn—
ob mich die flinken, schwarzen Augen sehn?
Sie schauen fort. Ein Tschilp, ein Flügelheben,
der Eisenrost ist leer. Ich bin allein.
Wie gerne möcht ich bei den Spatzen sein—
( Albrecht Haushofer )
Gruß,
Loxia
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Heja Jörg!
Noch was vergessen - gugel mal nach "Parlament der Vögel".
Das ist zwar in einem alten Englisch geschrieben, aber mit Schulenglisch und Plattdeutsch müsste das zu verstehen sein, ist ja schließlich nur ein indogermanischer Dialekt.
Loxia
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Loxia: Ringelnatz? Morgenstern?
Morgenstern
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Eigentlich kommt doch nur der Limilimerick in Frage...
Leider finde ich den hier nicht mehr...
Gruß Bernd
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Einen Birdnetlimerick für Orni-Uhus hab ich noch gefunden:
(speziell für Jörg)
Mit 50 wird Orni doch reifer,
gesetzter, mit weniger Eifer.
Doch er lässt alles stehen,
um Birden zu gehen,
ergibt sich die Chance auf 'nen Lifer.
Katrin
Zuletzt bearbeitet: 07.03.14 12:21 von KatrinH
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Blauschwanz: Eigentlich kommt doch nur der Limilimerick in Frage...
Leider finde ich den hier nicht mehr...
Gruß Bernd
hier ist das gerühmte poetische forumswerk:
limimimiklimerick
leider ist das zugehörige bild verschwunden. ich lad's nochmal als illustration hoch :)
lg, ¥
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Ach richtig – Katrin war’s :-)
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martinmiethke: Ach richtig – Katrin war’s :-)
Klar, unsere Pötin.
Birds rock!
ForanerInnen: 48
D: 338 (Sturmschwalbe); LL: 2401 (Brownies Cacholote, Fawn-breasted Tanager)
Jahresliste 2018: 363 (Waldbaumläufer)
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Mir fehlt noch von Shakespeare Romeo und Julia oder habe ich es übersehen?
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Noch ein Morgenstern:
Palmström an eine Nachtigall, die ihn nicht schlafen ließ
Möchtest du dich nicht in einen Fisch verwandeln
und gesanglich dementsprechend handeln,
da es sonst unmöglich ist,
daß mir unternachts des Schlafes Labe
blüht, die ich nun doch notwendig habe!
Tu es, wenn du edel bist!
Deine Frau im Nest wird dich auch so bewundern,
wenn du gänzlich in der Art der Flundern
auftrittst und im Wipfel wohlig ruhst,
oder, eine fliegende Makrele
sie umflatterst, holde Philomele,
(- die du mir gewiß die Liebe tust!)
Ob das für einen runden Geburtstag passt, weiß ich aber nicht.
Mir gefällt Katrins frischer "Orni mit 50"-Limmerick ja ganz besonders gut.
Gruß aus Berlin, Christine
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