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Thema: Unteres Odertal, 6.-13.Mai 2017 |
Eine sehr interessante Beobachtungs und Fotografierwoche ist leider wieder vorbei. Wettermäßig war es goldrichtig, eine Regenhose mit eingepackt zu haben. Die letzten zweieinhalb Tage habe ich mir ein Fahrrad gemietet, um die von Schwedt weiter entfernten Gebiete (Polder) bequem zu erreichen. Einerseits ist im Nationalpark so gut wie kein Publikumsverkehr, dennoch hätte mich ein sportlich ambitonierter (rücksichtsloser) Radfahrer beinahe ins Krankenhaus befördert. Ich hatte vergessen, dass im Nationalpark rechts zu gehen ist, und wenn jemand Vorsicht ruft, nach links auszuweichen ist, damit ein Hochleistungsmountainbiker im Flachland rechts ausweichen kann... Ich hatte jedenfalls geistesgegenwertig noch mitbekommen, dass wir auf direkten Kollisionskurs waren,
Störend war teilweise auch der Lastwagenverkehr, weil Dämme ausgebaut werden. Dammschutz genießt natürlich Priorität.
Nationalparks sind häufig Kompromisse, damit sie auf breite Akzeptanz stoßen. (Trockenlegung der Polder, Flutungen, Kultivierung erfolgen nicht immer im Sinne der Natur.
Mücken machen mir übrigens kaum was aus...
Jetzt aber zu den schönen Dingen... Das Nationalparkhaus ist sehr interessant gestaltet. Das Aquarium mir zwanzig heimischen Fischarten alleine den kostenfreien Besuch wert und das Informationsmaterial (z.B. Liste aller im Nationalpark vorkommenden Brutvogelarten) ist unersetzlich
Ich könnte im Nationalpark Unteres Odertal auch gut und gerne Wochen verbringen und die Beobachtungen und Fotografiermöglichkeiten waren gerade während der zumeist sonnigen letzten Tagen (nach kalten 9-12 Grad stieg die Temperatur auf sehr angenehme 22 Grad) überwältigend. Das schöne ist, dass es mir bisher gelungen ist von allen in Deutschland gesehenen Arten auch Fotos zu schießen. (Beinahe wäre das beim Pirol zum ersten Mal gescheitert, von dem ich bisher nur ein Foto vom Neusiedler See habe und ich ihn vor Ort zunächst nur kurz auffliegen sehen konnte )
Dann noch die Anekdote, dass in vielen Gebieten von mir jedes Mal der Eisvogel beobachtet wird. Der Ausspruch "Ein Eisvogel!!!!!!!" sind fast schon geflügelte Worte. Dieses Mal keine Spur von ihm, nur beim Sichten der Foto, sehe ich doch tatsächlich einen sehr verschwommenen smaragtgrün. weißlich, braunen Streifen... Ein Eisvogel ist mir zufällig durchs Bild geflogen.
Beim Wendehals wusste ich auch nicht, was ich geknipst hatte, weil ich einfach nur auf den Umriss eines Fotos draufgehalten hatte.
Ein Nationalparkranger hat mich auf einen schwarzen Punkt hingewiesen. Als ich den (angeblichen Schwarzstorch) fotografieren wollte, flog ein Artgenosse direkt über unsere Köpfe.
Zum Schluss noch etwas technisches Geplänkel, weil es für mich als Hobbyfotograf doch recht wichtig ist.
Dieses Mal hatte ich nicht mein gewohntes Objektiv Pentax Da 300 mit dabei, weil es (mal wieder) in Reparatur ist.Zum Glück belaufen sich die Reparaturkosten dieses Mal auf gerade einmal 40 Euro. Ich habe mir für die Reise ins Untere Odertal ein 25 Jahre altes Pentax F 300 4.5 zugelegt.Bemerkenswert an dem Objektiv ist, dass es viel kleiner ist, als die bekannten anderen Dreihunderter (nicht nur von Pentax) und mechanisch robust und ohne technische Gimmicks. (Damals wurde noch für die Ewigkeit gebaut, so scheint es)Für mich hat es große Vorteile, weil es bei wirklich ansprechenden optischen Fähigkeiten, die Mobilität erheblich erleichtert. Für mich ist (relativ)klein und leicht (in diesem Fall mit eine Länge von 160 mm und einem Gewicht von 880 g) ein Riesenvorteil. Das DA 300 ist mit 1 KG und 184mm doch unhandlicher, wenn auch leicht optisch besser, aber im Vergleich zu dem, womit die meisten Naturfotografen (mit denen ich mich nie messen würde) immer noch ein Leichtgewicht. (Wobei es denen auch nicht, wie bei mir um die Arten geht, sondern sie sehr viel Zeit verwenden, um die richtige Lichtverhältnisse zu haben. Bei mir muss nicht für jedes Foto die Sonne scheinen)
Es folgen die Fotos und die Liste der von mir bobachteten Vögel wird nachgeliefert.
Zuletzt bearbeitet: 14.05.17 13:33 von Hobbyfotograf
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Hallo,
klasse was du wieder alles beobachten konntest. Auf den Pirol, den Baumfalken und den Karmingimpel bin ich schon ein ganz kleines bisschen neidisch;-).
Ein Frage, ist der letzte Vogel der ersten Bilderreihe ein Sprosser?
VG
Volker
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Ja, es ist ein Sprosser...
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Bolk: Auf den Pirol, den Baumfalken und den Karmingimpel bin ich schon ein ganz kleines bisschen neidisch;-)
Auf Schwarzstorch und Weißbart-Seeschwalbe also nicht? 8–)
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Boah! Was für wunderschöne Fotos! Ich will gleich wieder zurück. Schlag mein Biwak dort auf und komme nur noch zum Arbeiten nach Berlin.
LG Annette
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Zuletzt bearbeitet: 14.05.17 14:18 von Hobbyfotograf
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martinmiethke: Bolk: Auf den Pirol, den Baumfalken und den Karmingimpel bin ich schon ein ganz kleines bisschen neidisch;-)
Auf Schwarzstorch und Weißbart-Seeschwalbe also nicht? 8–)
doooooooooooooooooooooooch!
VG
Volker
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Wow, du hattest ein Riesenglück mit diversen scheuen Arten. Grossartige Bilder!!
Viele Grüsse,
Harry
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Super Fotos! Das lässt meine Vorfreude auf meinen geplanten Urlaub in der Ecke steigen!
Ich werde genau wie Annette mit dem Biwacksack und Fahrrad unterwegs sein.
Gruß
Moritz
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Ich werde die Fotos mal beziffern, auf Anhieb gibt es bei mir bei mind. zwei Arten noch Unsicherheiten.
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Bolk: martinmiethke: Bolk: Auf den Pirol, den Baumfalken und den Karmingimpel bin ich schon ein ganz kleines bisschen neidisch;-)
Auf Schwarzstorch und Weißbart-Seeschwalbe also nicht? 8–)
doooooooooooooooooooooooch!
Über welche Weißbartseeschwalbe freut ihr euch denn beide so?
Gruß...
http://sternaberttrips.blogspot.de/
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