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dem Forum für alle Naturbeobachtungen außer Vogelbeobachtungen
Nicht alle Vogelgucker gucken nur Vögel. Viele schauen auch mal an
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| Autor |
Thema: Standort von seltenen Arten veröffentlichen? |
Hallo,
bin gestern mal auf diese interessante "Naturgucker" Seite gestoßen. Finde ich echt toll, auch wenn mein Naturinteressen-Schwerpunkt mehr auf Wildblumen und Insekten gerichtet ist als nur auf Vögel.
Nun mal eine Frage zu den Wildblumenveröffentlichungen auf Naturgucker in die Runde: Habt ihr keine Sorge, wenn ihr z.B. den Standort von sehr seltenen Wildblumen, z.B. Orchideen, per Karte veröffentlicht? Dass es da evtl. Spezies gibt, die dann dort gezielt hingehen und sie "mitgehen" lassen könnten? Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit solchen Veröffentlichungen?
Ich habe deshalb bisher auf meiner privaten Natur-Homepage solche genauen Standortangaben immer gezielt weggelassen, da ich der Spezies Mensch da nicht so ganz traue und seltene Arten bei uns erhalten möchte.
Grüße
Sabine
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Hallo,
bei "Naturgucker" ist es möglich die Beobachtung ohne Ortsangabe zu melden: Unter Bemerkung wird "Geschützte Beobachtung" angekreuzt und dadurch die Ortsinfo nicht angezeigt. Sollte auf jeden Fall für seltene und begehrte Arten gemacht werden (z.B. Frauenschuh, Wanderfalke etc.)
Gruß
Leonhard
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Hallo Sabine,
erstens hat Leonhard Recht, man kann Beobachtungen selber sperren, zweitens FFH-Arten werden sowieso von ng gesperrt, und drittens kann man die Daten auf TK-Quadrantenbasis eingeben. Ein Normal-Sterblicher findet sie dann kaum, aber die Daten sind zugänglich.
zweitens, ist Deutschland-weit alles schon auf TK-Quadrantenbasis publiziert, wer also will, hat die Zugangsdaten. In den AHO-Heften werden ebenfalls (auf 100 m)genaue Daten publiziert.
drittens, Normal-Menschen fürchte ich nicht. In einem NSG im Schwäbisch-Fränkischen Wald wurde Epipactis atrorubens im Spätherbst ausgegraben. Das sind keine Normale, das sind Profis, die genau wissen, was sie tun. Wir als Naturschutzwarte haben dann den Samenstand abgerissen und ihn irgenwo in die Erde gesteckt. Seitdem hat sich der Bestand prächtig erholt, obwohl halb Stuttgart diesen Biotop kennt.
viertens, sollte einmal durch diesen Standort eine Autobahn gebaut werden. Wir Naturschützer haben in der Zeitung den Orchideen-Standort damals öffentlich bekannt gemacht. Diese Öffentlichkeit rieb sich verwundert die Augen, denn von Orchideen wußte niemand etwas. Nach 2 Jahren Öffentlichkeitsarbeit waren das "unsere Orchideen". Den Standort gibt es noch, die Autobahn wurde auch aus diesem kleinen Grund nicht gebaut.
Gruß
Manfred
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Hallo Leonhard und Manfred,
vielen Dank für eure Aufklärung. Da habt ihr ja hier an alles gedacht, kann also nichts schief gehen, wenn ich was einstellen will.
Viele Grüße
Sabine
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