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Thema: Stop buying organic food


Hallo zusammen,

ist jetzt kein Orni-Thema, das ich hier einstelle - aber ein Thema, das mich (und sicher viele andere) ewegt.

Vielleicht kennt Ihr ja diesen Beitrag (siehe Titel im Betreff) von New Scientist, wodurch mein "Öko-Weltbild" (=vorzugsweise Einkauf von Lebensmitteln/Fleisch von/aus ökologischer Landwirtschaft/Arthaltung) etwas ins Wanken gerät.

New Scientist ist ja eher ein seriöses Medium, sodass man hier kein Lobbyismus seitens Massentierhaltern, Agrarindustrie etc. vermuten dürfte. Die Argumentation in dem Filmbeitrag klingt ja auch irgendwie schlüssig...(auch wenn ich das am liebsten nicht wahrhaben möchte).

Was meint Ihr dazu? Gibt es hieb- und stichfeste sachliche (!) Argumente, die die Argumentation von New Scientist widerlegen? Eure Meinungen würden mich wirklich sehr interessieren! Denn bei diesbzgl. Diskussionen im Bekanntenkreis fehlen mir zugegebenermaßen die Argumente, um solche Thesen ("zu großer Flächenverbrauch der Bio-LAndwirtschaft; im großenstab bzw. für alle Menschen nicht umsetzbar etc.) zu widerlegen.

Vielen Dank vorab und Gruß
Frank

https://www.facebook.com/newscientist/videos/10154875976739589/?autoplay_reason=all_page_organic_allowed&video_container_type=0&video_creator_product_type=2&app_id=2392950137&live_video_guests=0





...hier nochmal der Link zu dem Beitrag

https://www.facebook.com/newscientist/videos/10154875976739589/?autoplay_reason=all_page_organic_allowed&video_container_type=0&video_creator_product_type=2&app_id=2392950137&live_video_guests=0



Hallo Frank,

nur mal ein Gedanke dazu:

Flächenverbrauch ist das eine an der "Geschichte".
Das andere an der herkömmlichen Landwirtschaft/Agrar-Industrie durch übertriebenen Einsatz von Pestiziden ist u.a.die Vernichtung von einheimischen Wildblumen, Nahrungsquellen für Insekten.
Dadurch dramatischer Rückgang von Insekten um ca. 80 % mind. in Mitteleuropa und somit auch Nahrungsmangel für insektenfressende Tiere, Vogelarten.
Desweiteren auch eine Mit-Ursache für's Bienensterben - dramatischer Rückgang von Bestäubern von Kulturpflanzen.

VG
Swift_w

P.S.:
Wie sah es denn eigentlich an deinem 3er-Mauerseglerkasten an deiner Fensterbank aus ?
Vorbeiflüge, Anflüge oder MS-Ansiedlung ?
Oder Besiedelung durch andere Gebäudebrüter wie z.B.
Sperling, Star, Meisen, Hausrotschwanz ?
Siehe auch Beitrag 32

Mauersegler-Ansiedlung


Zuletzt bearbeitet: 17.01.17 14:38 von swift_w


- in Deutschland wird nur 30% des angebauten Getreides als sog. "Brotgetreide" verwendet
- der Rest ist Viehfutter und wird verstromt
- um 1kg Fleisch zu erzeugen, ist die siebenfache Fläche im Vergleich zum pflanzlichen Äquivalent erforderlich

Daraus folgt:

- Wenn ich die weltweit genutzte Fläche für Engergiepflanzen und für den Anbau von Tierfutter* reduziere sowie das Wegwerfen von Lebensmitteln mitbetrachte, reicht die Anbaufläche für biologisch erzeugte Nahrungsmittel dicke aus.

*ich bin nicht gegen Fleischverzehr, sondern ein Fan vom klassischen Sonntagsbraten (und den Rest der Woche vegetarisch)



Servus Swift und vielen Dank für deine Rückmeldung! Die von dir angeführten Argumente bringe ich auch meist an, aber dann kommt eben häufig dieses (Killer)Argument: Unrealistisch, 7 1/2 Mrd. Menschen kann man so nicht ernähren...

Bzgl. der Segler: Leider hat sich bei uns nix getan, trotz Abspielens der Lockrufe..In den letzten Jahren habe ich den 3er-KAsten immer erst zur Ankunft der Segler angebracht. DIeses JAhr lasse ich den Kasten ganzjährig dran (auf der Fensterbank; sieht so ähnlich aus wie auf einem deiner Fotos), in der Hoffnung, dass vielleicht "Anzeigerarten" (HAusrotschwanz, Meisen...) mit der Brut beginnen und die Segler dadurch auf die Nisthöhlen aufmerksam werden...mal schaun - ich werde dir berichten, ob das erfogreich wird...)+

Gruß
Frank



@Toni: Genau so versuche ich das auch umzusetzen - wenig Fleisch, dafür aus artgerechter Haltung (also so ne Art "Flexitarier").

"Verstromt": Heißt das Getreide wird zur STromerzeugung genutzt? Wusste ich nicht...



Ich hatte von "New Scientist" zwar irgendwie schonmal gehört, aber noch nicht allzu viel von denen mitbekommen und habe mir jetzt mal das Video und deren Facebookpräsenz angeschaut.

Vorab zum Thema, wir hatten eine sehr ähnliche Diskussion bereits vor einer Woche, dort kannst du dir schonmal einiges an Wissen zu dem Thema aneignen.

Jetzt zum Video und New Scientist: Das Video bleibt sehr oberflächlich und nennt keine konkreten Daten. Es wird gesagt, dass die Produktion für "Bioprodukte" (organic food) mehr Platz verbraucht, als konventionelle Produktion oder gar Produktion mit genetisch modifizierten Pflanzen. Das stimmt bestimmt! Die Schlussfolgerungen daraus sind aber meiner Meinung nach komplett falsch. Angeblich werden für "Bioprodukte" Regenwälder in Brasilien abgeholzt. Die Landwirtschaft wird generell als 2.-größter Produzent von Treibhausgasen benannt. Als einzige Lösung des Problems werden GMO (Genetically modified organisms) angeprisen. Das sind allerdings alles extreme Simplifizierungen der Thematik!

Es ist wahr, dass in Brasilien riesige Flächen Regenwald abgeholzt und nun mit Soja bewirtschaftet werden. Sind nun also die Vegetarier und Veganer mit ihren Tofu-Steaks Schuld am Klimawandel?
Keineswegs, denn das Soja wird größtenteils produziert um daraus Tierfutter herzustellen. Der achtsame Veganer/Vegetarier achtet darauf, dass das Soja daher in der Nähe angebaut wird (z.B. in Südeuropa).
Hier ein Zitat aus Wikipedia, welches die Problematik in Zahlen fasst:
Sojabohnen enthalten etwa 20 Prozent Öl und 37 Prozent Eiweiß. Die Eiweißqualität ist mit der von tierischem Eiweiß vergleichbar, was die Sojabohne von anderen Pflanzen abhebt. Direkt von Menschen konsumiert werden etwa zwei Prozent der geernteten Sojabohnen. Der überwiegende Anteil der Sojaernte wird zur Sojaölgewinnung eingesetzt, das vor allem als Lebensmittel, aber z. B. auch für die Produktion von Biodiesel verwendet wird. Der verbleibende Sojakuchen (rund 80 Prozent der Masse) wird aufgrund des hohen Eiweißgehalts zu 98 Prozent in der Tierproduktion verfüttert.


Die Landwirtschaft als 2.-größter Treibhausgasproduzent hat mich sehr verwundert. Denn eigentlich müssten doch die ganzen Pflanzen riesige Mengen an CO2 fixieren, bzw. in Sauerstoff umwandeln?! Wie diese Zahl daher zustande kommt verstehe ich nicht wirklich. Ich schätze jedoch, dass hier einfach ein wenig mit Worten gespielt wurde. Man spricht von Landwirtschaft, zeigt dabei einen Traktor der gerade Getreide erntet, rechnet dort aber die Fleischproduktion mit rein. Ist ja auch im weiteren Sinne Landwirtschaft. Und plötzlich passen die Zahlen. Anderweitig komme ich nicht auf solche Zahlen. Die allerwenigsten Tiere, werden übrigens mit Bio-Futter gefüttert ;)

(Jetzt habe ich doch noch die Studie, bzw. einen Artikel dazu gefunden, auf die sich das Video bezieht und es ist genau so, wie ich vermutet hatte).

Schließlich zu den Alternativen. Wenn du dir die Kommentare zu dem Video ansiehst wirst du bemerken, dass sehr viele Personen sich (zurecht) über das Video beschweren, da es die Daten falsch rüberbringt und falsche Schlüsse zieht. GMOs sind sicherlich eigentlich eine Alternative, welche nicht per se verteufelt werden sollte. Immerhin werden dafür deutlich weniger Pestizide gebraucht (~40%) und Erträge pro Fläche, sowie Energiegehalte gesteigert. Wenn man jedoch von den eher zweifelhaften Herstellern solcher Produkte (Monsanto, Bayer, etc.) absieht, dann werden solche Produkte kaum ökologisch angebaut, sondern in riesigen, artenfeindlichen Monokulturen. Nun stellt sich die Frage, ob es besser ist artenreiche, aber platzverbrauchende Landwirtschaft zu betreiben oder platzsparende, dafür absolut lebensfeindliche.
Für mich ist die Antwort klar, sie beinhaltet jedoch auch eine Notwendigkeit: Wir müssen weniger Fleisch verbrauchen!

Und noch ein Wort zu New Scientist. Die Seite wirkt erstmal unabhängig und vertrauenserweckend. Schnell stellt man jedoch fest, dass sie pro-GMO eingestellt ist. Ob sie in irgendeiner Weise mit der Industrie verzahnt ist, keine Ahnung. Aber selbst wenn der Betreiber der Seite einfach denkt, der Welt mit seinen Informationen zu helfen, seine Infos werden immer mehr oder weniger tendenziös sein. Und das ist im übrigen quasi IMMER der Fall, also sogar in diesem Forum, dass ich eigentlich immer sehr achte. Denn wir alle haben ein Weltbild und basteln uns die Dinge darin mehr oder weniger passend zurecht. Deshalb bin ich sehr froh, dass du dieses Thema aufgebracht hast und nach anderen Standpunkten gefragt hast und nicht einfach dem Video 100% glauben geschenkt hast.

Da das Thema nun schon zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit aufgekommen ist und reges Interesse besteht werde ich gleich mal einen thread mit Filmen zur Thematik erstellen. Das ganze Thema ist leider recht komplex und nicht in 5 Minuten abhandelbar

MfG Maffong

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HongKongFui1970:
Unrealistisch, 7 1/2 Mrd. Menschen kann man so nicht ernähren...


"Die Landwirtschaft erzeugt derzeit etwa ein Drittel mehr Kalorien, als für die Versorgung aller Menschen rechnerisch benötigt wird – und noch wächst die Lebensmittelproduktion schneller als die Weltbevölkerung. Hunger hat andere Ursachen: zum Beispiel Armut, mangelnder Zugang zu Boden, Wasser und anderen Ressourcen sowie schlechte Regierungsführung. [Quelle Bundesministerium f. Ernährung und Landwirtschaft]." 795 Millionen hungern, aber 1,5 Milliarden sind überernährt.

Beste Grüße

Rüdiger



HongKongFui1970:
Servus Swift und vielen Dank für deine Rückmeldung! Die von dir angeführten Argumente bringe ich auch meist an, aber dann kommt eben häufig dieses (Killer)Argument: Unrealistisch, 7 1/2 Mrd. Menschen kann man so nicht ernähren...

Bzgl. der Segler: Leider hat sich bei uns nix getan, trotz Abspielens der Lockrufe..In den letzten Jahren habe ich den 3er-KAsten immer erst zur Ankunft der Segler angebracht. DIeses JAhr lasse ich den Kasten ganzjährig dran (auf der Fensterbank; sieht so ähnlich aus wie auf einem deiner Fotos), in der Hoffnung, dass vielleicht "Anzeigerarten" (HAusrotschwanz, Meisen...) mit der Brut beginnen und die Segler dadurch auf die Nisthöhlen aufmerksam werden...mal schaun - ich werde dir berichten, ob das erfogreich wird...)+

Gruß
Frank


Hallo Frank,

off topic:

danke für deine Info.
Mach das mal so mit deinem 3er-Mauerseglerkasten - ganzjährlich auf Fensterbank lassen.
Aber nur ein Flugloch am Rand offen lassen;
die 2 anderen über Winter zustopfen!
Sonst event. totale Spatzenkolonie die alle Kammern mit Heu und Federn zustopfen bis an die Decke !
Viel Erfolg - hat an man anderem Seglerkasten auch so funktioniert: Erst andere Höhlenbrüter und dann hartnäckig für viele Jahre Mauerseglerbesetzung mit Bruten.
Oft Eroberung durch die Mauersegler nachdem Erstbruten von Sperling oder Star ausgeflogen waren.

Ansonsten interessante Diskussion hier über die immer schwieriger werdenden Probleme der Welt.

VG
Swift_w


Mauersegler-Ansiedlung


Zuletzt bearbeitet: 17.01.17 18:30 von swift_w


Der Artikel ist eine ziemliche Katastrophe - das passiert eben, wenn sich etwas das Attribut "Science" anklebt, aber Artikel ohne Peer Review auf die Leserschaft loslässt. Ohje!

Leider fehlt mir momentan die Zeit, euch eine differenzierte Betrachtungsweise darzulegen. Dazu müsste ich weiter ausholen, als ich momentan zeitlich bewältigen kann. Einige von euch haben schon wichtige Richtigstellungen angesprochen. Ich hoffe, ich kann demnächst etwas detaillierter antworten. So viel jetzt: der größte Schwachpunkt des Papers ist, dass es in extremer Weise simplifiziert und eine hochkomplexe Materie auf einen Link reduziert... mir fällt gerade keine wirklich griffige Analogie ein. Ich versuche es dennoch: Der Befehl "Hört auf Bio zu essen, wenn ihr die Welt retten wollt..." ist etwa so sinnvoll wie zu sagen: Fahrt mehr Auto, verbraucht mehr Benzin, wenn ihr die Welt retten wollt. Der Grund: Pflanzen arbeiten längst nicht mit ihrer genetisch gegebenen Effizienz, denn die CO2-Konzentration ist einfach zu gering und somit der limitierende Faktor. Mehr Autofahren, mehr CO2, besseres Pflanzenwachstum, mehr Nahrung, mehr Urwälder. So einfach ist das!

Es ist schlimm, wie viel in unserer Welt durch derartige Scheinwissenschaft zerstört wird. Ich könnte heulen, obwohl ich das Argument schon seit Jahren zu hören bekomme.

Sehr traurige Grüße, Micha (dem leider gerade die Energie und Zeit fehlt den Blödsinn aus dem Artikel dorthin zu argumentieren, wo er hingehört: In den A.... der Autoren)

Birds rock!
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Jahresliste 2018: 363 (Waldbaumläufer)


Danke, Micha,

Du hast ausgesprochen was ich mir auch schon gedacht habe :-)
Ich habe ein wenig Bauchschmerzen, hier zu antworten da das Forum ja eigentlich den wildlebenden Vögeln gewidmet ist.
Zwei kleine Anmerkungen möchte ich aber schon noch geben:
1. 69 Hektar wurden z.B. täglich in der BRD versiegelt. Vornehmlich landwirtschaftliche Flächen. Im Zeichen des "Fortschritts" wird das so hingenommen oder gar gefördert. Biologische Landwirtschaft wird von den gleichen Personen natürlich als Rückschritt betrachtet. Dringend notwendige Nachhaltigkeit spielt da allerdings keine Rolle.
2. Apropos Nachhaltigkeit: leider finde ich den Artikel jetzt nicht mehr wieder aber Micha kann da sicherlich etwas zu sagen. Meines Wissens sollen die durchschnittlichen Böden in der intensiven Landwirtschaft nur noch maximal 50 Fruchtfolgen Ertrag liefern können. Dannach sind die Böden auch bei "bester" Düngung für Ewig ausgelaugt. Es wurde in dem Artikel (war es in der "Rheinischen Post?) eindringlich darauf gedrängt, Nachhaltig zu denken und auf naturverträgliche, bodenschonende Landwirtschaft zu setzen. Sonst ist bei der nächsten Generation Schicht im Schacht...

Beste Grüße
Holger

LL: 364 (Carolinakrickente,Zwergschneegans)
Liste-D: 282 (Berglaubsänger, Zwergammer)
Kreis Viersen: 221 (Waldbaumläufer)
2018: 164 (Waldlaubsänger, Schwarzstorch)


HongKongFui1970:

New Scientist ist ja eher ein seriöses Medium, sodass man hier kein Lobbyismus seitens Massentierhaltern, Agrarindustrie etc. vermuten dürfte. Die Argumentation in dem Filmbeitrag klingt ja auch irgendwie schlüssig...(auch wenn ich das am liebsten nicht wahrhaben möchte).



New Scientist ist wirklich KEINE wissenschaftliche oder anderweitig serioese Quelle. Bildzeitungsniveau liegt da noch weit darueber.
Der Begriff Pseudowissenschaft passt hier wie die Faust auf's Auge, d.h. fuer den naiven und unkritischen Betrachter wird Plausabilitaet und Serioesitaet suggeriert, aber nicht geliefert.Im Laufe der Zeit hat "New Scientists" sich in dem Bereich eine gewisse Reputation erarbeitet, keine Gute.

Die "Argumentation" in dem Beitrag ist eine Aneinandereihung von Aussagen die -selbst wenn sie einzeln betrachtet richtig sein sollten- im besten Fall nichts miteinander zu tun haben und recht offensichtlich ursaechlich ueberhauptnicht miteinander verknuepft sind. Beispiel gleich am Anfang: Zwei Argumente die jeweils fuer sich durchaus plausibel sind (Klimagasemmision durch Landwirtschaft generell, geringerer Ertrag/Flaeche in oekologischer Bewirtschaftung), aber keine Verbindung haben, dann aber als Begruendung fuer die Abholzung des Regenwalds herhalten muessen, fuer die oeklologische Landwirtschaft als Ursache sowas von ueberhauptnicht ins Gewicht faellt , es sei denn grossflaechige und profitable Monokulturen wie Palmoelplantagen und Holzernte durch Kahlschlag fallen in die Kategorie.

Deine Frage mueste eigentlich lauten ob es stichfeste und sachliche Argumente gibt die die Argumentationskette von New Scientist -die ja eingentlich keine ist- irgendwie stuetzen und nachvollziebar machen! Das zu liefern waere allerdings der Job von "New Scientist", denn der Gegenseite duerfte das schwer fallen.





dowitcher:
HongKongFui1970:

New Scientist ist ja eher ein seriöses Medium, sodass man hier kein Lobbyismus seitens Massentierhaltern, Agrarindustrie etc. vermuten dürfte. Die Argumentation in dem Filmbeitrag klingt ja auch irgendwie schlüssig...(auch wenn ich das am liebsten nicht wahrhaben möchte).


New Scientist ist wirklich KEINE wissenschaftliche oder anderweitig serioese Quelle. Bildzeitungsniveau liegt da noch weit darueber.

Das ist mir schon länger klar. ABER: Ich habe nach seriösen Quellen im Web gesucht und keine gefunden. Seriös bedeutet für mich, dass alle möglichen Szenarien fundiert und auf Untersuchungen basierend berichtet werden. Fehlanzeige. Alle suchen nur nach ihren bevorzugten, "erwünschten" Ergebnissen. Einzig Nachrichtenportale scheinen da "seriös" zu sein - manchmal. Und da muss man auch noch Glück haben, entsprechende Beiträge zu finden.

Das Web ist hier wirklich kein guter Ratgeber. Der gesunde Menschenverstand sollte es letztendlich dann doch bringen.



Ich hab jetzt das Video selbst nicht angeschaut, und auch keine offenen Link auf den Originalartikel gefunden. Trotzdem noch ein Argument zur These höherer Fächenverbrauch der Biolandwirtschaft:

Ein Riesenproblem weltweilt ist der Verlust von fruchtbarem Boden durch Verlust des Humusgehalts, Erosion, Versalzung usw. Daran ist insbesondere die intensive Landwirtschaft schuld. Biolandwirtschaft ist gerade in dieser Hinsicht viel besser, weil sie schonender mit dem Boden umgeht, und darauf abzielt, die Fruchtbarkeit der Böden dauerhaft zu erhalten. Die intensive Landwirtschaft ist in vielen Regionen ein massiver Bodenvernichter, die degradierten Flächen sind oft auf lange Zeit oder für immer für die Landwirtschaft verloren.



florian:
Ich hab jetzt das Video selbst nicht angeschaut, und auch keine offenen Link auf den Originalartikel gefunden. Trotzdem noch ein Argument zur These höherer Fächenverbrauch der Biolandwirtschaft:

Ein Riesenproblem weltweilt ist der Verlust von fruchtbarem Boden durch Verlust des Humusgehalts, Erosion, Versalzung usw. Daran ist insbesondere die intensive Landwirtschaft schuld. Biolandwirtschaft ist gerade in dieser Hinsicht viel besser, weil sie schonender mit dem Boden umgeht, und darauf abzielt, die Fruchtbarkeit der Böden dauerhaft zu erhalten. Die intensive Landwirtschaft ist in vielen Regionen ein massiver Bodenvernichter, die degradierten Flächen sind oft auf lange Zeit oder für immer für die Landwirtschaft verloren.


Dazu paßt dieser Text aus dem Umweltbundesamt:
"...In Deutschland sind derzeit etwa 15 Prozent der Ackerfläche als stark erosionsgefährdet anzusehen. Auf weiteren 35 Prozent der Ackerfläche ist die Bodenfruchtbarkeit langfristig gefährdet. Ein sorgsamer und standortgerechter Umgang mit der Ressource Boden als wichtigster Standortfaktor für die Landwirtschaft ist daher außerordentlich wichtig. Ganzheitlich ausgerichtete Maßnahmen zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und zur Minderung der Verdichtungs- und Erosionsanfälligkeit sind notwendig und werden im Rahmen von Förderprogrammen der Bundesländer, des Bundes und der Europäischen Union unterstützt..."
Im Umkehrschluß heißt das für mich das wir garnicht auf eine naturverträgliche Bearbeitung verzichten können wenn wir auch in Zukunft noch Ernteerträge einfahren wollen.

Beste Grüße
Holger


LL: 364 (Carolinakrickente,Zwergschneegans)
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Kreis Viersen: 221 (Waldbaumläufer)
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