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Thema: Reisebericht: Kaolingrube bei Teicha


Hallo allerseits,

ich war eine Woche in der Oberlausitz unterwegs im Rahmen einer Biologischen Sommerschule, bei der es u.a. um das Kennenlernen und die Bestimmung von Heuschrecken, Libellen und Tagfalter ging.

Da die Kaolingrube bei Teicha ein besonders interessantes Gebiet ist, möchte ich sie hier sowie ein paar dort anzutreffende Arten vorstellen.

Die Kaolingrube ist ein ehemaliges Kaolinabbaugebiet und nunmehr Renaturierungsfläche. Am Grunde der Grube befindet sich ein kleiner Teich.





Die Sukzession schreitet voran, es sind zwar noch reichlich kahle Stellen und schroffe Abbruchkanten vorhanden, aber in einigen Jahren wird das Gebiet bewaldet sein. Vor dem eigentlichen Gelände der Grube befindet sich eine hohe Wiese, in der viele Heuschrecken, Zauneidechsen und Falter zu finden sind. Auf dem Weg entlang der Bahntrasse findet man zahlreiche Wildbienen auf den Blüten. Wenn es öfter regnet, kann man in den Pfützen Rotbauchunken finden. Wir hatten leider kein Glück.

Da für mich alles neu war, habe ich einfach mal eine Sammlung von Fotos einiger Artengruppen zusammengestellt. Bei der Bestimmung wurde mir als Anfängerin geholfen. Ich hoffe ich habe alles richtig benannt.

C-Falter:



Ein Widderchen:



Das müsste der Kurzschwänzige Bläuling sein. Von denen flogen dort viele herum, zusammen mit dem Schwefelvögelchen.



Langflügelige Schwertschrecke:



Sichelschrecke:



Warzenbeißerin:



Auf den Sandflächen gab es auch Sandschrecken und Blauflüglige Ödlandschrecken. Es flogen zahlreiche Libellen herum.

Kleine Binsenjungfer, ein Weibchen:



Gemeine Winterlibelle:



Gemeine Heidelibelle:



Die Heidelibellen waren schwierig zu bestimmen, weil man auf die Beinfarbe achten muss und zusätzlich auf den Kopf, ob dort ein schwarzer Streifen am Auge entlang läuft, wie bei diesem Exemplar oben. Da ich mit einem Fernglas für Vogelbeobachtung ausgerüstet war, musste ich immer etliche Meter Abstand halten, um überhaupt etwas zu erkennen oder halt Fotos machen.

Hier zwei Exemplare des Kleinen Blaupfeils.

Altes Weibchen:



Und das Männchen dazu:



Für Libellenfreunde: Es gab dort auch Exemplare der selteneren Torfheidejungfer, die ich selbst allerdings nicht zu Gesicht bekam. Außerdem gab es die Kleine Pechlibelle und die Große Königslibelle am Teich.

Zauneidechse:



Die Zauneidechsen waren zahlreich, neben den normal bräunlich gefärbten gab es auch eine hübsche rotbraune Morphe.

Dieser Braunfrosch wartet noch auf seine Bestimmung:



Hier noch ein Bild, auf dem man sieht, wie steil es zum Teil war. An der Stelle bin ich mit einem Teil der Gruppe hochgekraxelt, weil wir den Weg verpasst hatten. Für eine Flachländerin wie mich hat das schon was von Voralpinem Wandern.



Herzliche Grüße

Annette


Zuletzt bearbeitet: 25.08.15 16:05 von Annette


Annette:
Kleine Binsenjungfer, ein Weibchen

Hallo Annette, bist du sicher? Wie hast du sie denn bestimmt?
Ich sehe hier eine Gemeine Binsenjungfer …

Es gab dort auch Exemplare der selteneren Torfheidejungfer

Den Namen habe ich noch nie gehört. Meinst du die Torf-Mosaikjungfer?

Herzliche Grüße – Martin



martinmiethke:
Annette:
Kleine Binsenjungfer, ein Weibchen

Hallo Annette, bist du sicher? Wie hast du sie denn bestimmt?
Ich sehe hier eine Gemeine Binsenjungfer …



Hallo Martin,

ehrlich gesagt - sie wurde mir bestimmt, aber nun soll man ja nicht alles glauben, deshalb habe ich in der "Gelände-Bestimmung - Libellen in Mitteleuropa" von Dietmar Glitz nachgeschaut. Die fragliche Libelle hat braune Flügelmale, außerdem ist die Unterseite des Kopfes hellgelb. Das sieht man auf diesem Foto besser:



Finde ich zumindest, aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

Mit der "Torfmosaikjungfer statt -heidejungfer" hast Du natürlich recht. Für mich sind alle Namen noch neu, da habe ich mich vertan.

Herzliche Grüße

Annette



Annette:
Die fragliche Libelle hat braune Flügelmale

OK, das war auf dem Bild nicht wirklich zu erkennen …

außerdem ist die Unterseite des Kopfes hellgelb. Das sieht man auf diesem Foto besser

Stimmmt :-) Gerade das war auf dem ersten Foto gar nicht zu sehen. Also ist es natürlich doch eine Kleine.

Herzliche Grüße – Martin

PS: Gerade merke ich, dass ich nicht genau genug hingeguckt habe: Auf dem ersten Bild sind ja die Flügelmale der rechten Flügel durch den dunkleren Hintergrund viel besser zu erkennen als die linken, und hier sieht man sogar die typischen hellen Begrenzungen.

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