Nach etwas längerer Abwesenheit hier möchte ich mich mal wieder zurückmelden. Bevor das neue und vorletzte Semester losgeht und nachdem in den letzten Wochen an den Küsten überall Kiefernkreuzschnäbel gesichtet wurden, wollte ich selber auch gerne welche selber finden. Also schnell mal bei Google Maps geshaut, wo es denn hier Nadelwälder in der Umgebung gibt. Nachdem ich mir einige Waldstücke rausgesucht hatte, bin ich dann schnell hingeradelt und habe aber erstmal außer einem Mittelspecht (noch vorher im Eichenwald) und einigen Eichelhähern nicht viel finden können. Der Wald hier war einfach zu dicht und dunkel.
Also wechselte ich die Straßenseite und fuhr noch eben schnell in ein anderes lichteres Waldstück. Hier standen Fichten, Lärchen, Kiefern, teilweise auch mit vielen Zapfen. Ein großer Meisentrupp mit fast allen Meisenarten zeigte mir, dass hier tatsächlich Vögel zu finden sein würden und wenige Minuten später überflog mich dann auch schon der erste Kreuzschnabeltrupp. Ein männlicher FichtenXer präsentierte sich wunderbar,
dann sah ich bloß noch zwei weibliche Vögel, bei denen die Schnäbel schon recht wuchtig wirkten...
Am Anfang waren die Fotos noch nicht hundertprozentig eindeutig, aber als dann auch noch der Ruf passte und sie sich immer besser präsentierten gab es keinen Zweifel mehr. Kreuzschnäbel Nummer 2 und 3 des Tages waren gleich die gesuchten Kiefernkreuzer!!!
Später gab es dann noch diese Kreuzer, bei denen ich mir mit der Bestimmung noch nicht ganz sicher bin. Obwohl sie doch recht bullig wirken, tendiere ich momentan zu FichtenXern
Sie saßen absolut stumm und anfänglich sehr gut versteckt in der Fichte. Der einzige Hinweis auf ihre Anwesenheit war tatsächlich das stetige Herunterfallen von Fichtenzapfen in einem knapp einminütigen Abstand
Ich habe jetzt dort vor Ort einen Fotoansitz gebaut. Vielleicht habe ich ja das Glück sie noch besser fotografieren zu können
MfG Maffong
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wir waren heute an der Leuba-Talsperre und trafen dort einige Vögel an. Neben dem weit entfernten Haubentauchern zeigten sich 3 Grau-und 6 Silberreiher. Letztere saßen nur auf den Bäumen. Eine Schwanfamilie ekortierte uns. Sogar ein Turmfalke wurde von den Krähen vertrieben.
Gratuliere Mathieu. Selbst entdeckt ist immer noch ein Schub Adrenalin oben drauf :)
Nachdem ich am Freitag mit Matze schon das Glück hatte mindestens einen KiefernX zu sehen, leider war es stark bewölkt, fast 17 Uhr und zu Dunkel für Bilder.
Am Samstag wurden dann bis zu 18 KiefernX und 40 FichtenX gemeldet und ich konnte leider nicht.
So verabredete ich mich heute für heute Früh mit Maria, wir wollten bei Sonnenaufgang dort sein und hatten ein Zeitfenster von 2 Stunden.
Gleich bei der Ankunft konnten wir mit Spektiv 3 KiefernX entdecken. Das Wetter sollte ja schön werden, wurde es auch, nur der Nebel hielt sich noch für 1,5 Stunden.
So gab es erst nur Nebel-Belegbilder.
In der Zwischenzeit fanden sich noch weiter Birder ein. Da die Kreuzer kaum Notiz vom direkt neben der Baumreihe (Lärchen) fahrenden Maishäcksler nahmen gingen wir näher ran und sie nahmen auch von uns keine Notiz. Als der Nebel sich langsam auflöste, war schon nach 9 Uhr, gelangen doch noch brauchbare Bilder.
Und aus den 3 Nebelvögel wurden 6 Vögel. Da es oft Streit um die besten Lärchenzapfen gab konnte wir die Rufe gut studieren. Wir mussten dann leider bei strahlendem Sonnenschein um 9:30 Uhr unsere Exkursion abbrechen, dann kam ein Trupp von ca. 25 FichtenX rufend eingeflogen.
Das wird es den Spähtaufstehern nicht leicht gemacht haben dort zu bestimmen :)
Sehr schicke Kreuzerbeobachtungen. Vor allem freut mich aber, daß man mal wieder von Matthieu liest...
Bei mir sah es am Wochenende so aus:
Am Samstag hatte ich einiges im Garten und auf der Weide zu werkeln. Also gab es quasi nur Nebenbei-Beobachtungen die mir aber einige Zugvogel bescherrten. Unter anderem waren Heidelerchen und die ersten Saatkrähen darunter. Ferner gab es einen Wanderfalken, einen rufenden Kleinspecht und nahrungssuchende Rotdrosseln festzustellen. Abend jagdte noch eine Waldohreule in unserem Garten herum.
Den Sonntagmorgen verbrachte ich von Sonnenaufgang bis 10.00 Uhr zur Zugvogelbeobachtung im Lüsekamp. So ein richtiger Knaller war nicht dabei. es hat aber trotzdem Spaß gemacht, die über 1.000 Buchfinken zu beobachten, außerdem gab es einige hundert Ringeltauben, etliche Stare, Hohltauben, Feldlerchen, Bachstelzen und einzelne Heidelerchen, Goldammern, Kormorane, Sperber...
Evtl. waren auch Bartmeisen zugegen. Ich habe da etwas verdächtiges aus dem Schilf gehört aber die Graugänse haben totale Randale geschoben und der Beobachtungsturm als einzige Möglichkeit auf das Schilf zu gucken war wegen Reparaturarbeiten gesperrt...
Den Rest des Tages habe ich dann wieder im Garten und auf der Weide verbracht. Und wieder gab es Kleinspecht, Heidelerchen und Saatkrähen zu sehen. dazu gab es auch mehrere Mäusebussarde. Der größte Trupp bestand aus 8 Tieren.
Nach Sonnenuntergang ging es dann noch in eine nahegelegene Sandgrube. Dort hatte ich vor ca. 3 Wochen den Verdacht auf einen Uhu. Da war er allerdings sehr leise und der Straßenverkehr sehr laut - nicht ausreichend für einen Beleg aus einem Gebiet wo er seit langer Zeit nie nachgewiesen wurde. Diesmal hat es aber perfekt geklappt. Nach einer Minute Wartezeit rief er trotz Verkehr deutlich an zu rufen und 2 Minuten später kam er aus dem Wäldchen geflogen. Also gibt es nun 4 Reviere die ich innerhalb von max. 15 Autominuten erreichen kann. Wahnsinn - und das innerhalb von 2 Jahren!
Hallo liebe Foraner,
tolle Bilder sind das ja von der Kreuzschnabelflut, den Weihen und Limikolen, Patricia, Richard , Hermann. Hier sind auch ab und zu Kreuzschnäbel zu hören, habe aber noch keinen vor die Linse bekommen. Am Wochenende war ich mit der Familie an der nördlichen Müritz und am So beim Kanupaddeln im Nebel konnten wir junge Haubentaucher, Bläßrallen, 2 Eisvögel, Silber- und Graureiher,Möwen, 1 Seeadler, Saatgänse beobachten.
Heute hatte ich noch frei und unternahm am Vormittag noch einen Spaziergang an der Elbe südlich von Arneburg: dort gab es 4 Silberreiher, 3 Graureiher, 6 Pfeifenten, ein Gänsesägerpaar, 1 Eisvogel, die Kormorane (ca. 100) und ein paar Hunderte Grau-, Bläss- und Saatgänse muss ich noch auf den Fotos auszählen. An Kleinvögeln gabs u.a. noch einige ziehende Feldlerchen, 3 Wiesenpieper, Stieglitze, 1 Zilpzalp, Singdrosseln, Erlenzeisige, 3 Rotdrosseln, 3 Rohrammern.
Auf dem Kiessee Wischer schwammen noch 2 Haubentaucher und vor meinen Füssen flogen etwa 26 rastende Bekassinen auf.
Beim Zuggeschehen in der Feldflur fällt auf, dass im Moment noch viele Singdrosseln, Feldlerchen,Bachstelzen, Rotkehlchen wegziehen, Zilpzalps, Hausrotschwänze sind nur noch wenige zu hören.Meisenschwärme sind unterwegs, heute früh ca. 12 Schwanzmeisen.
Liebe Grüße von Silvia
milvus69:
Nach Sonnenuntergang ging es dann noch in eine nahegelegene Sandgrube. Dort hatte ich vor ca. 3 Wochen den Verdacht auf einen Uhu. Da war er allerdings sehr leise und der Straßenverkehr sehr laut - nicht ausreichend für einen Beleg aus einem Gebiet wo er seit langer Zeit nie nachgewiesen wurde. Diesmal hat es aber perfekt geklappt. Nach einer Minute Wartezeit rief er trotz Verkehr deutlich an zu rufen und 2 Minuten später kam er aus dem Wäldchen geflogen. Also gibt es nun 4 Reviere die ich innerhalb von max. 15 Autominuten erreichen kann. Wahnsinn - und das innerhalb von 2 Jahren!
Euch eine schöne Woche
Holger
Mensch Holger, der Uhu wird bei euch langsam zum "Allerweltsvogel" :D. Gratuliere zur schönen Beobachtung. Hrmpf, der Kleinspecht will bei mir dieses Jahr nicht so.
Ich war am Fr eine Runde an den Klärteichen in Bedburg. Highlights waren 5 Alpis, dazu etliche Kiebitze, Löffel-, Pfeif- und Krickenten. Posotiv zu erwähnen ist der Umstand, das endlich wegen des extrem niedirgen Wasserstandes und der damit zusammenhängenden Austrocknung der Teiche gehandelt wurde. Seit letzter Woche wird der Wasserstand über eine Zuleitung verbessert. Ich bin aber gespannt ob dies alleine ausreicht, da durch die lange Trockenheit ein Teil der Teiche extrem verbuscht sind.
Im Anschluß fuhr ich noch auf eine kurze Runde an die Wiebachteiche. Neben 250 Kanada- und 50 Nilgänsen erfreuten mich vor allem 2 Schwarzhalstaucher.
Gestern war dann guter Singvogelzug in der Bördelandschaft Pulheims zu beobachten. Hunderte Bachstelzen, Pieper, Buchfinken und RIngeltauben zogen.
Viele Grüße
André
Zuletzt bearbeitet: 16.10.17 20:40 von Kondor
Schöne Beos, André und Holger! Ufff, und den Uhu würde ich auch gern endlich einmal wiedersehen. Meine Letzte Sichtung war vor gefühlten Jahrhunderten beim Gülpe-Treff.
Gestern wurde ich irgendwo in BW vollkommen unerwartet während eines in dem Moment schwermütigen Gesprächs von balzenden (!) Haubentauchern, Banden von im Flug lärmenden Graugänsen, einem dz Fischadler (der sich rasch und lässig einen Snack aus dem See holte) und vor allem von so lang vermissten Feldsperlingen getröstet.
Hallo,
Kreuzschnäbel fehlen mir noch,
schöne Bilder !
hier ein paar Bilder vom Balkon in dieser Woche :
ein regelmäßiger Gast :
von meinem gerade einparkenden Auto vorm Haus ließ er sich nicht stören, 3m entfernt, aber als der Postbote kam: Abflug
Abzug verpasst ?
Star
Haubenmeise, Erstsichtung bei mir im häuslichen Umkreis
schöne Grüße
Hermann
Zuletzt bearbeitet: 19.10.17 00:12 von amrum57
Tolle Bilder, Hermann!
Ja, supertolle Bilder - mein Favorit: der Grünspecht.
Hoffentlich hat der auch in Zukunft noch Nahrung. Das Insektensterben, von dem ich seit Jahren spreche und über das ich arbeite hat's nun auch in die Tagesschau geschafft. Die Ursachen sind immer noch nicht in ihrer Komplexität verstanden, aber mit Sicherheit spielt die Intensivierung der Landwirtschaft eine zentrale Rolle.
Und da stellt sich die Merkel vor den Bauernverband und sagt, dass sie sich dafür einsetzen wird, dass bestimmte Herbizide den Landwirten weitere 10 Jahre erhalten bleiben. Frau Merkel, haben Sie einmal über den ökologischen Wert eines modernen, mit Totalherbiziden behandelten Maisackers nachgedacht??? Der ist gleich NULL!
Zuletzt bearbeitet: 20.10.17 15:15 von michaschade
Allesamt klasse Bilder, Hermann.
Den Grünspecht hatte ich heute Abend auch, er scheint bei mir im Storchennest-Masten zu übernachten. Leider lohnt es derzeit nicht mit der Kamera raus zu gehen, es regnet sich wieder für Tage ein.
Achja, 100 Kraniche die auf einem Maisacker Nahrung suchten konnte ich von der Haustür aus sehen.