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Thema: generationenbeobachtungen |
Bodo:
Also, wenn ich die Überlieferungen meines Großvaters mit einbeziehe, seit fast 100 Jahren. Wobei in den ersten 30 bis 40 Jahren dieses Zeitraumes (nach Großvater) der Hausrotschwanz bei uns nicht vorkam. Dafür brütete damals der Wiedehopf im Dorf und die Blauracke saß auf dem Gartenzaun.
Ja.ja ... der ständige Wandel.
... und das war auch noch bevor der "weiße Mann" in unser Gebiet vordrang ;-)
hugh, Bodo!
hast du selbst noch die blauracken erleben dürfen?
ist ja schon faszinierend! wie hat dein großvater seine aufzeichnungen verfasst? und wie kannst du das auswerten? hast du von allen von ihm gesichteten arten erst- und letztsichtungen pro jahr gelistet?
hat die leidenschaft eine generation übersprungen oder hat auch dein vater vögel beobachtet?
liegt irgendjemand anders aus dem forum das eigentlich auch noch im "blut"?
lg, ¥
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Das mit der Blauracke habe ich, glaube ich, schon mal erzählt. Auf meiner imaginären Deutschlandliste steht sie ;-)
Großvater hat mich zu einem der letzten Brutplätze in unserer Gegend geführt, da muss ich so 8 Jahre alt gewesen sein. Leider kann ich mich daran nicht mehr so recht erinnern. Auch wenn das heutzutage unglaublich ist, irgend etwas muss viel spannender als die Blauracke gewesen sein.
Dabei kann ich mich an sehr viele Vogelerlebnisse mit Opa erinnern, auch an noch frühere. So existiert das eigene Blaurackenerlebnis in meinem Gedächtnis nur indirekt durch spätere Erzählungen Opas - schon kurios.
In unserer Familiengeschichte waren der Bruder meiner Urgroßmutter (mütterlicher seits) und Opa (Vater meiner Mutter) das, was man heute wohl Orni nennen würde.
Für eine echte Auswertung der Aufzeichnungen fehlt mir leider die Zeit. Schaffe ich ja nicht einmal bei meinen eigenen aus vordigitaler Zeit. Auch habe ich manchmal mit den Artnamen (obwohl das ein Steckenpferd von mir ist) und den Abkürzungen so meine Schwierigkeiten. Auch das Schriftbild ist schwierig.
Beim Hausrotschwanz z.B. kann ich die Erstbesiedlung nicht genau erkunden, weil nicht immer klar ist welcher Rotschwanz ("Rotstiehl") grade gemeint ist.
Gruß Bodo
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Hallo Bodo,
ich finde es beeindruckend, daß Du die Eigenheiten Deiner Familie so weit zurückverfolgen kannst. Aus ornithologischer Sicht kann so eine "Chronik" schon interessant sein, was dann auch einige Mühe rechtfertigen könnte.
Ich habe hier in der Altmark sehr gute Kontakte zu älteren Ornis und Biologen. Wenn die so erzählen, was hier in den 50ern und 60ern noch so als Brutvogel da war, und man vergleicht es mit heute - Das ist schon sehr traurig. Trotzdem, ich finde sowas sollte dokumentiert werden.
Schöne Grüße
Thomas
Zuletzt bearbeitet: 21.02.14 19:58 von tom
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tom: Ich habe hier in der Altmark sehr gute Kontakte zu älteren Ornis und Biologen. Wenn die so erzählen, was hier in den 50ern und 60ern noch so als Brutvogel da war, und man vergleicht es mit heute - Das ist schon sehr traurig.
Halo Tom,
das ist ja hier im Westhavelland auch nicht anders, speziell was die Watvögel angeht. Besonders schlimm finde ich vor diesem Hintergrund, dass viele Menschen hier sich immer noch über zuviel Wasser in der Landschaft aufregen – dabei war es früher noch viel mehr!
Herzliche Grüße – Martin M.
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ja, stimmt, handschriften haben es in sich, noch dazu in süterlin, das ist einfach unvertraut.
das ornidasein liegt dir offenbar tatsächlich im blut, wird aber in eurer familie nur rezessiv vererbt, und zwar auf dem y-chromosom :)
in berlin wandelt sich das artengefüge natürlich auch. hier gibt es neben dem zahlenmäßigen rückgang oder leider auch dem erlöschen von beständen mit ein paar einwandernden greifvögeln aber auch neuzugänge zu verzeichnen (oder wiederbesiedlungen - bevor berlin so groß und verdrängend wurde, gab's die bestimmt auf dem fleckchen erde).
lg, ¥
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