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"Mein Vogelgarten"

Das Forum für alle Garten- und Vogelfreunde

Nicht alle Gartenbesitzer beobachten auch Vögel, aber es gibt keinen Garten ohne Vögel. Das Beobachten von Vögeln im eigenen Garten hat seinen besonderen Reiz. Der Garten bildet die Schnittstelle zwischen dem menschlichen Zuhause und dem Lebensraum vieler Vögel.
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Thema: Sommerfütterung


Hallo Helmut,
Ich bin 19 und seit heute neu hier.
Ich füttere auch im Sommer die Gartenvögel seit nun schon drei Jahren und habe im letzten Jahr leider verendete Grünfinken aufgefunden (Trichomonas Gallinae).
Dies ging auch durch die Presse.Da hatte ich die Fütterung eingestellt und erst im Oktober wieder aufgenommen. Großer Fütterungsbedarf besteht an meiner Futterstellejedes Jahr von gut Mitte März bis mitte Juni.
Zu dieser Zeit befinden sich auch bei mir gut 12 Grünfinken und gut weitere 15 Vogelarten.Der Grund für diesen Füterverbrauch ist die ausgeräumte Landschaft im Frühjahr.Ich gebe deshalb nur einmal am Tag etwas ins Futterhaus. Meistens morgens um 7 Uhr. Das wissen auch die Grünfinken und versammeln sich in einer nahegelegenen Ulme. Im Herbst wird es nochmal spannend.
Dann lösen sich die Brutreviere auf und die Grünfinken schließen sich zu Trupps zusammen. Bei uns erreichte ein solcher Trupp eine Größe von über 60 Individuen. Sei mal auf den Herbst gespannt. Große Vogeltrupps locken auch Räuber an. Da kann auch mal ein Merlin auftauchen.
Letztendlich muss jeder für sich entscheiden in welcher Form man füttert. Wenn man gezielt und nur so viel verfüttert wie auch gefressen wird, schadet dies nicht, so meine Erfahrung. Achtung: Sauberkeit!!!!!!
Viel Spass beim Beobachten!



Der Grund für diesen Füterverbrauch ist die ausgeräumte Landschaft im Frühjahr.


Aber die richtige Maßnahme ist meiner Meinung nach nicht das Füttern im Sommer. Bewirtschafte deinen Garten lieber so, dass der so viel Nahrung bietet, dass die Vögel genung Futter finden!

LG
Norman

Arten insgesamt: 215 (Heringsmöwe, Steinwälzer)
Arten 2013: 115 (letzte Art Pirol)
Insekten: 134 (davon 66 Schmetterlinge und 27 Libellen)


Hallo Norman,
ich bin schon dabei, komme jedoch regelmäßig mit meinem Vater in hitzige Diskussionen. Kannst Du mir noch Tipps für Futterpflanzen im Frühjahr geben? Im Herbst habe ich schon den Ackerholzahn für Sumpfmeisen. Dies reicht aber auch nur für gut 2 Wochen. Zudem bestelle ich jetzt auch Holunderpflanzen. Aber was ernährt die Finken noch bis zu den ersten fast reifen Löwenzahnsamen?
Würde mich sehr über Anregungen freuen!
Gruß,Tobias



Noch etwas zur Fütterung während der Brutzeit.
Finken verfüttern in der ersten Lebenswoche der Küken hauptsächlich Insekten. Danach nimmt der Anteil vorgequollener und unreifer Sämerreien stetig zu. So in einem Aufzuchtbuch gelesen. Doch wo finden Finken und Sperlinge diese Sämerreien wenn alles gemäht und sogenannte Unkräuter aus dem Garten entfernt werden?
Ich könnte mich jedesmal aufregen, wenn die Grünfläche gegenüber von unserem Haus gemäht wird. Natürlich ist ein verwilderter Garten besser als eine Futterstelle, doch auch dort sind die Sämerreien undKnospen einmal abgeerntet. Eine Kombination aus beidem wäre da meiner Meinung nach angebracht. Ich erinnere auch noch an das Beispiel England, wo sich die Ganzjahresfütterung schon durchgesetzt hat.
Beste Grüße,Tobias



Hallo

ich glaube im Frühjahr fressen viele Vögel noch Knospen.
Ansonsten sieh mal hier:
http://www.pflanzenschleuder.de/shop/exec/browse/671/Vogelnaehrgehoelze.html
http://www.dompfaffzucht-kellerwald.de/3.html

mfg



Hallo Ihr,

seit Nov. 2010 füttere ich regelmäßig im Garten mit Sonnenblumenkerne und Erdnussbruch im Futterhaus. Die Quelle wurde sofort von den Vögel angenommen.
Standort ist eine typische Vorstadt mit vielen Bäumen und Sträuchern in den Gärten. In der Nähe sind auch Wald- und Heideflächen. So kamen neben Amsel, Blau- Kohlmeise, Finken, Stieglitz, Rabenkrähe auch typische Waldvögel wie Eichelhäher und Kernbeißer. Selbst Eichhörnchen ließen sich anlocken.

Auch jetzt noch kommen regelmäßig Feldsperling, Elster, Ringeltaube, Kohlmeise und Kernbeißer. Die genannten sind immer sehr emsig am Fressen. Kaum habe ich etwas nachgelegt, sind sofort die "Hausgäste" da.
Amsel, Mönchsgrasmücke und Hausrotschwanz sind eher am Boden zu finden beim Ameisen suchen.

Sollte ich neben den Samen auch für Insektenfutter sorgen. Wenn ja, wie und was.
Welche Sträucher sollte ich noch pflanzen um dauerhaft für Nahrung zu sorgen.

Viele Grüße und schöne Beobachtungen im Garten

Julia



Insektenfutter im Sommer finde ich nicht ganz entsprechend, es fliegt ja genug rum. Erst mal sollte geschaut werden wie groß ein Garten ist. An Sträuchern finde ich Feuerdorn, gewöhnlicher Schneeball, Roter oder Grüner Hartrigel, Weißdorn, Schlehe und Felsenbirne sinnvoll.
Bäume: Eberesche, sämtliche Obstgehölze und die Traubenkirsche. Die Traubenkirsche sollte anfang April blühen. Die spätere Traubenkirsche ist bei den Forstwirten nicht beliebt.
Stauden: Möglichst einheimische Stauden auswählen. Der Löwenzahn darf ruhig üppig und in Massen blühen:)Rutenblutweiderich, wilde Möhre, Goldrute oder der Wasserdost ziehen Insekten magisch an. Schau einfach mal in der Natur was dort so wächst. Was in der unmittelbaren Umgebung prächtig gedeiht, dürfte auch bei dir wachsen. Je weniger du hakst um so besser können sich Wildkräuter in deinem Garten ausbreiten.
Ich lasse Brennesseln und Disteln stehen. Distelblüten werden von Faltern und Fliegen besucht. Auf den Brennesseln legen die Falter ihre Eier ab und es wächst eine nächste Generation heran. Nebenbei kannst du natürlich auch Zufüttern. Ein kleiner Teich sollte natürlich auch nicht fehlen;) Bei Vivara kannst du noch weitere Tipps erhalten, insbesondere Pflanzen. In diesem Jahr haben wir so viele kleine Feldsperlinge wie noch nie. Ich habe ca. 4 Jahre gebraucht bis ich das alles in unserem Garten umsetzen konnte. Mein Vater hat mir immer wieder Steine in den Weg gelegt. Aber Stück für Stück wird unser Garten ein "Naturschutzgebiet";)
Viel Spass bei der Umstzung:)

Gruß,Tobias

Jahresliste 2014: 102 (Schleiereule)
Gebietsliste: 116 (Ringdrossel)
D-Liste: 220 (Schleiereule)
Lifelist: 253 (Schleiereule)


Vielen Dank für die Tipps Tobias.
Einige habe ich auch schon in unseren Garten umsetzen. Für Stauden und Gehölze ist noch einiges an Platz. Größere Pflanzaktionen plane ich eher im Herbst als jetzt im Hochsommer.
Bis der Garten so ist wie man ihn haben will, vergeht noch so einiges an Zeit. Wahrscheinlich wird er nie ganz fertig werden.

Gruß

Julia



Es gibt keine einzige Studie die belegt, dass eine zusätzliche Futterstelle im Sommer den Vögeln schadet. - Wie auch ?

Das sind ausgedachte, pseudowissenschaftliche Behauptungen die von angeblichen Experten verbreitet werden.

Die Diskussion um die Sommerfütterung gibt es übrigens nur in Deutschland.
In anderen Ländern ist noch kein Vogel wegen „Überfütterung“ tot vom Himmel gefallen.

Ich bin der Meinung man muss keine Umweltschutzmaßnahmen vorschieben um diese niedlichen Tiere zu füttern und zu beobachten.



Zuletzt bearbeitet: 09.07.11 08:14 von sagelev


Moin sagelev,

interessant sind dabei solche Aspekte:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-10913-2009-12-07.html

... und in wie Fern der Mensch seinen Einfluss übt.

Grüße,



Freundliche Gruesse

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