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Thema: Beobachtung im Oktober 17 |
Tja gut erkannt das die dortige steinalte NSG-Verordnung leider keine Leinenpflicht im Programm hat. Deswegen spricht dich dort aus vermeintlichem Frust auch keiner mehr an. Baden Württemberg nouvelliert aktuell alle NSG-Verordnungen und im Kreis Tübingen (weiteres Stammgebiet) wird das mittlerweile auch zur Anzeige gebracht. Hoffentlich zieht da Bayern in Bälde nach. Den meisten Hundebesitzern ist es nämlich herzlich egal ob da noch die letzten Bekassinen oder Kiebitze in Süddeutschland brüten. Wird in letzter Zeit leider Mode Hunde in den NSG laufen zu lassen weil es da offensichtlich keinen Anpfiff von seiten der Landwirte gibt. Da fährt man lieber Kilometerweit ins nächste NSG. Obskure Entwicklung
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josate:
(...) Die meisten kennen uns schon und sagen auch nix mehr, (...)
Puh. Man kann aus vielerlei Gründen Fehler machen, das passiert allen. Aber man kann daraus lernen.
Du bist Deinen eigenen Worten zufolge offenbar schon darauf angesprochen worden, dass Du den Hund dort nicht laufen lassen solltest - und machst einfach weiter?
Ich meine, darüber solltest Du tatsächlich mal nachdenken. :|
Gruß, Steffen
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Liste 2018: 103 Einträge (Klappergrasmücke)
Life List: 264 Einträge (Fichtenkreuzschnabel)
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Hallo,
ich musste es auf meinen Naturschutzwachtrundgängen auch aufgeben, die Hundebesitzer anzusprechen, weil ich mehrfach übelst angemacht und beschimpft worden bin. Zu Tätlichkeiten ist es zum Glück noch nicht gekommen. Das ist mir nur einmal passiert, als ein Rentner mir seine Brottüte auf den Kopf hauen wollte, weil ich ihn auf die Schädlichkeit der Schwanenfütterung hinwies.
Da es im meinem Revier um ein Kleinstbiotop (Trockenrasenüberrest) geht, konnte ich in Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Grünflächenamt eine zumindest teilweise Einzäunung erwirken. Das aber auch nur, weil die Ämter ein schlechtes Gewissen hatten. Bei Wegebauarbeiten war durch unsachgemäße Baubegleitung eine Pflanzenart dezimiert worden, die streng geschützt war und stattdessen Sportrasen ausgesät worden. Nun müssen sie Wiedergutmachung leisten.
Aber das ist für Großschutzgebiete natürlich nicht umsetzbar. Neben frei laufenden Hunden, wird auch gejagt und gefischt. Und mit Bmx-Rädern gefahren, weil das Gelände interessant ist. So beobachtete ich einen Mann, der am Biesenhorstersand (LSG in Berlin) mit seinem Rad über den Zaun kletterte in ein für Heidelerchen eingezäuntes Brutgebiet, dort weiterfuhr und auf der anderen Seite wieder über den Zaun kletterte. Vielleicht geht es da um den sportlichen Aspekt? Wäre kein Problem gewesen, außen rum zu fahren.
Auch Hauskatzen sind - zumindest im städtischen Bereich - ein Riesenproblem. Sie sind der häufigste Prädator, unsere Wildtierkameras haben das gezeigt. Sie sind nur weniger sichtbar, als die Hunde.
Irgendwie ist der Blickwinkel ein anderer bei vielen Hunde- und Katzenbesitzern, nicht bei allen natürlich.
Ich weiß nicht, woran das liegt. Vermutlich weil das Tier ein Familienmitglied ist, zu dem eine persönliche Beziehung besteht und das wird verteidigt in seinen Rechten und in seinem Freiraum.
LG Annette
Zuletzt bearbeitet: 01.11.17 20:12 von Annette
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josate: ich mißachte nämlich die Schranke und das Gebot "Hund an die Leine". Die meisten kennen uns schon und sagen auch nix mehr, denn mein Hund jagt nur seinem Spielzeug nach - und selten passiert es, dass durch unsere Anwesenheit Vögel aufgescheucht, verjagt oder vertrieben werden.
...ich (selbst Hundebesitzer, Schäferhund) bin absolut sprachlos. Mit genau diesen Worten werden pauschal alle Hundebesitzer über einen Kamm geschoren. Ich erlebe es ja auch tagtäglich. Ermahnt man Personen über Leinenzwang wird man noch bösartig angemacht. Ich könne meinen Hund ja auch ableinen. Klar - wenn der Pudel mit dem Schäferhund dann die Rangfolge austesten möchte bin ich wieder der Dumme? Solche Leute machen sich leider auch nie Gedanken, dass auch Menschen OHNE Hund Angst haben könnten wenn ein Hund frei entgegenkommt. Das Problem sind leider nicht die Hunde, sondern die zweibeinigen Personen (meistens) dahinter. Selbst wenn ein Abrufen, Fuss gehen oder alle anderen Kommandos funktionieren, weil der Hund erzogen ist, so bleibt immer ein Restrisiko der Domestizierung!
Bei kleinen Hunden wird dieses durch Unwissenheit als niedlich empfunden - bei mir wird die Strassenseite gewechselt....
Viele Grüße
Oliver
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MatthiasM: josate: - und selten passiert es, dass durch unsere Anwesenheit Vögel aufgescheucht, verjagt oder vertrieben werden.
...ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll. Bin ehrlich entsetzt. Ich bin sicher kein Hardliner in Sachen Schutzgebiete und mir sind auch Erholung und Spaß kein Fremdwort. Aber irgendwo hört es auf.
...
Traurig. Das ist echt sehr traurig.
Ich vermute einfach, dass Du Dich noch nie ernsthaft gefragt hast, warum dort Leinenzwang herrschen könnte.
Hallo zusammen, ich wollte mich zurückhalten, denn meine Einstellung zu dieser Thematik ist hier im Forum ja schon hinlänglich bekannt. Und im Gegensatz zu Matthias BIN ich eher ein Hardliner. Ich kann nicht über meinen eigenen Schatten springen; zu viel habe ich schon gesehen (ich berichtete hier im Forum von Enten, Schwänen, Blässhühnern, Stelzenläufern etc. teils mit Fotos dokumentiert), und zu sehr bin ich ENTSETZT darüber wie Menschen ein ZUCHTPRODUKT (Hauskatze, Hund) über das Leben der NATÜRLICHEN Tiere stellen, indem sie ihre "Lieblinge" als verlängerten Arm menschlicher Umweltzerstörung rücksichtslos in die Natur entlassen, dabei meinen "im Recht" zu sein und sich GROTESKER WEISE auch noch "tierlieb" nennen. Das ist reine Willkür und - sorry - ein klares Anzeichen dafür, wie sehr sich der Mensch von der Natur entfremdet... er kapiert's einfach nicht mehr!
Und ich fange gar nicht erst an aufzulisten, warum es schon schlimm genug ist, sich überhaupt aus Spaß Hund und Katze zu leisten... hier geht's mir um den Impact auf Vögel und mein VÖLLIGES Unverständnis, warum nicht einmal mehr NSGe ein Refugium darstellen und Schutz vor Unbelehrbaren bieten. Dabei schließe ich den Nachahmer-Effekt ein, sch..ßegal wie artig der einzelne Hund oder die einzelne Katze sein mag. "Broken Window"-Phänomen par excellence.
Ich könnte schreien vor Fassungslosigkeit!!!
Gefühlt zehnfach trauriger als Matthias grüßt:
Micha
Birds rock!
ForanerInnen: 48
D: 338 (Sturmschwalbe); LL: 2401 (Brownies Cacholote, Fawn-breasted Tanager)
Jahresliste 2018: 363 (Waldbaumläufer)
Zuletzt bearbeitet: 02.11.17 20:50 von michaschade
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Buteo89: Ich tippe ja auf Troll.
Hoffentlich nur das!
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michaschade: Buteo89: Ich tippe ja auf Troll.
Hoffentlich nur das!
Troll hin oder her. Nach meiner Meinung gehört das Thema an irgendeine Pinnwand in irgendeinem Büro ziemlich weit oben getackert.
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MatthiasM: michaschade: Buteo89: Ich tippe ja auf Troll.
Hoffentlich nur das!
Troll hin oder her. Nach meiner Meinung gehört das Thema an irgendeine Pinnwand in irgendeinem Büro ziemlich weit oben getackert.
Dem stimme ich zu! Wenn wir nicht etwas die „Vorreiterstellung“ einnehmen, wer dann?
Und Renate: Wenn du kein Troll bist, dann hoffe ich, dass wir dich jetzt nicht vergrault haben. Man kann über (fast) alles diskutieren...
Viele Grüße, Micha
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Ich glaube zwar nicht, dass Frau Renate / josate ein Troll ist, denke aber dass sie angesichts der "Breitseite" und des Gegenwindes nicht nochmal hier vorsprechen wird.
Sehr zum Unwillen der Hobby-Ornies - ich mißachte nämlich die Schranke und das Gebot "Hund an die Leine". Die meisten kennen uns schon und sagen auch nix mehr, denn mein Hund jagt nur seinem Spielzeug nach - und selten passiert es, dass durch unsere Anwesenheit Vögel aufgescheucht, verjagt oder vertrieben werden.
Das hört sich einfach nach Ignoranz an, frei nach dem Motto: "Das bisschen was ich mache, ist ja nicht so schlimm".
Jau, könnte stimmen, wenn aber 10 so denken ist es eben schlimm.
Abgesehen davon ist es respektlos gegenüber den Tieren wie auch den Ornithologen sowie allen Spaziergängern und Wanderern, denen so ein freilaufendes Ungetüm begegnet. Erstmal kann da niemand einschätzen, ob der Köter wirklich "nur spielen will". Und ich will auch nicht zu seinem Spielzeug werden! Ein nicht angeleinter Hund hat weder im NSG noch im Wald was zu suchen.
Aus diesem Grund hab ich immer ein Pfefferspray griffbereit und werde nicht zögern es einzusetzen, wenn mir so ein Vieh zu nahe kommt (was leider schon mehrfach der Fall und nicht lustig war).
Schön wäre es, wenn sich Frau Renate / josate daher mal ein paar Gedanken über ihr Verhalten machen würde (und es dadurch zu einer Änderung desselben kommen würde).
Dann wäre der Eine oder Andere möglicherweise nochmal bereit sich Gedanken über ihre Vögel zu machen statt nur über ihren Vogel.
Thomas
http://handwerkstatt.tumblr.com
Zuletzt bearbeitet: 04.11.17 09:30 von Federseeanwohner
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Federseeanwohner: Ich glaube zwar nicht, dass Frau Renate / josate ein Troll ist, denke aber dass sie angesichts der "Breitseite" und des Gegenwindes nicht nochmal hier vorsprechen wird.
Ich habe auch das Gefühl, dass sie kein Troll ist. Und wie ich schon sagte, hoffe ich dass sie sich nicht vergrault fühlt.
Federseeanwohner:
Schön wäre es, wenn sich Frau Renate / josate daher mal ein paar Gedanken über ihr Verhalten machen würde (und es dadurch zu einer Änderung derselben kommen würde).
Da bin ich absolut deiner Meinung. Das ist der Grund, warum ich bei diesem Thema auch nie die Klappe halten werde.
Herzliche Grüße,
Micha
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