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Thema: Beobachtungen Oktober 2017


@ Achim : Der Wiedehopf ist echt ein Kracher, Glückwunsch. Das Schwarzweißbild mit den Säbelschnäblern ist auch Klasse. Muss eine schöne Tour gewesen sein.

@ Sigurd :
ein Sperber. Der flog in einen Baum auf dem Nachbargrundstück und ließ sich schön fotografieren.
das mit den Bildern hochladen hat nicht geklappt :-D

Liebe Grüße
Richard

Jahresliste 2018 (Deutschland): 148 (Fischadler)
Foraner/innen : 59 (Josefine)


Richard, doch:






Moin,

bin wieder von der Küste zurück und muss sagen, dass es windmäßig momentan fast keinen Unterschied macht, ob man sich auf Sylt oder in Berlin aufhält. Das erleichtert die Wiedereingewöhnung. Nur die Luft ist schlechter.

Da meine Fotos mein übliches Durchschnittsniveau nicht überschreiten, mache ich keinen eigenen Thread dafür auf, sondern berichte hier.

Herausragend und erholsam war allein schon die Landschaft. Überwältigend war für mich die Menge an Limikolen, die ich sonst nur als Einzelexemplare zu Gesicht bekomme, wenn überhaupt.

So stand ich fassungslos vor einer Wolke aus 300 Pfuhlschnepfen. Beeindruckend war auch der Kleinvögelzug am Anfang der Woche, unzählige Drosseln sammelten sich an der Südspitze und zögerten, ob sie am späten Nachmittag den Sprung auf die offene See hinaus machen sollten oder nicht, nachdem es den ganzen Tag geregnet hatte. Teilweise flogen sie los und drehten dann wieder um und kamen zurück. Einzelne Rauchschwalben zeigten sich noch am 26.10.

Ein Highlight war für mich eine hellbäuchige Ringelgans, die direkt vor uns im Sonnenlicht landete. Schön war auch, mal einen Meerstandläufer aus der Nähe beobachten zu können, sonst kannte ich sie nur als ferne Punkte auf den Felsen.

Dann war da noch ein merkwürdiger Steinschmätzer auf dem Weg zum Einkaufen, warm rötlich getönt, mit hellem Halsband abgesetzt gegenüber dunklerem Kopf und langen weißen Schwanzaußenkanten. Der kam mir spanisch vor. Aber bei mir gilt das Gesetz, dass die Vögel immer dann auftauchen, wenn ich gerade weder Fernglas noch Kamera dabei habe. So musste ich ihn unbestimmt ziehen lassen.

Hier ein paar Fotos für den groben Gesamteindruck.







LG Annette


Zuletzt bearbeitet: 29.10.17 11:18 von Annette


Heute morgen am Federsee:

Um 7 Uhr kurzer Blick vor die Tür: Ok, wir haben Wetter. Ziemlich Wetter. Stürmischer Wind. Ich beschloss nicht in den Wald zu gehen (wg. Ast- und Beinbruch) sondern (nach Jahren der Abstinenz) mich auf den Federsee-Steg zu wagen. Dachte mir, bei soviel Wetter dürften da ja kaum Leute sein. Bingo. Um 8.00 Uhr war der Steg menschenleer. Frohgemut und mit reichlich Rückenwind (guckst Du Schilf!) marschierte ich los.



Beim Aussichtsturm angekommen durfte ich feststellen, dass nicht nur keine Leute unterwegs waren, sondern auch fast keine Vögel. Familie Schwan trotzte dem böigen Wind jedoch recht gemächlich, ganz nach ihrer Art:





"Mein lieber Schwan" dachte ich mir, das Wasser ist ja ganz schön wuschig (oder wie sagt man denn da in der Fachsprache: Kabbelig? Kräuselig?), da startet der auch schon los.
Ich auch, ging noch bis "Stegs'end". Zwischendurch ein paar Enten gesichtet die sich warm geschwommen haben (oder flüchteten, je nach Betrachtungsstandpunkt):



Nebenbei noch ein kleines Bildrätsel: Wer blubbert hier?



Am Stegende dann außer Schwänen nicht mehr viel zu sehen, (in der Luft fast ausschließlich die Spassvögel (Krähen), die haben dank des Windes richtig rasante Flugshows zelebriert).



Ich war nun inzwischen gut durchgeblasen und machte mich, nicht mehr ganz so schwungvoll wie zu Anfang (weil jetzt Gegenwind, guckst Du wieder Schilf!):



wieder auf den Rückweg, natürlich durchs Getümmel (mindestens 4 Leute und 2 Kinder), wegen dem ich den Steg eigentlich meide.

Ja, so arg kann es einen Federseeanwohner treffen, zuerst wenig Vögel und dann noch viele Leute und das bei viel Wind (was dem küstenfernen Landbewohner eher unangenehm ist).

LG Thomas

http://handwerkstatt.tumblr.com

Zuletzt bearbeitet: 29.10.17 19:41 von Federseeanwohner


Federseeanwohner:

Nebenbei noch ein kleines Bildrätsel: Wer blubbert hier?

vielleicht einer von den vielen Gänsesägern, die du fotografiert hast?
VG, Nadine



Hallo Nadine,

noch nicht richtig geblubbert ;)

http://handwerkstatt.tumblr.com


Nadine:
Federseeanwohner:

Nebenbei noch ein kleines Bildrätsel: Wer blubbert hier?

vielleicht einer von den vielen Gänsesägern, die du fotografiert hast?
VG, Nadine


War auch mein erster Gedanke :)

Liebe Grüße
Richard



Am Blubber sollt ihr sie erkennen ;)

Ich lass den Film mal rückwärts laufen:



http://handwerkstatt.tumblr.com


Hallo zusammen,

eben hatte ich ein für mich(!) eher merkwürdiges Ereignis.

Ich war gerade draußen vor dem Haus (es war schon dunkel und hier sind ca -1 Grad) und hörte auf einmal einige Kraniche im Flug. Das allein ist für mich schon eine kleine Sensation hier :).
Ich bin im Schätzen sehr schlecht, schätze aber trotzdem ca 15 Kraniche. Gesehen habe ich sie allerdings nicht, nur gehört.

Alles schön und gut. Aber: die flogen ziemlich genau Richtung West oder gar Nord-West!

Wo wollen die denn hin? Ziehen die nicht Richtung Süden? Ich bin jetzt etwas ratlos.

Viele Grüße
Matthias



MatthiasM:

Alles schön und gut. Aber: die flogen ziemlich genau Richtung West oder gar Nord-West!

Hallo Matthias,
hier (Thüringen) fliegen die Kraniche in den letzten Tagen auch Richtung Nordwest; und zwar zu Ihrem Schlafplatz. Wenn sie tagsüber auf den Feldern Nahrung suchen, muss die Flugrichtung ja nicht unbedingt Zug ins Winterquartier bedeuten.
viele Grüße,
Nadine



Nadine:
[Wenn sie tagsüber auf den Feldern Nahrung suchen, muss die Flugrichtung ja nicht unbedingt Zug ins Winterquartier bedeuten.

Hallo Nadine,

vielen Dank für deine Einschätzung.

Ich wohne hier nahe Freudenstadt, mitten im Schwarzwald. Hier gibt es keine Kraniche auf den Feldern. Ich habe hier jedenfalls noch keine gesehen.
Der Rhein ist ca 50 - 60 km entfernt (der wäre so Richtung West...)

Für mich ist diese Beobachtung irgendwie komisch.

Viele Grüße
Matthias



Hallo Matthias,

möglicherweise fliegen sie ja nur einen nächsten Rastplatz / Zwischenstopp an, ich könnte mir das Rheintal vorstellen (Auenlandschaft mit Flachwasser und Sümpfen).

LG Thomas

http://handwerkstatt.tumblr.com


Guten Morgen zusammen,

muss mich wohl revidieren. Bei naturgucker gibt es eine Beobachtung von Samstag, 28.10.2017, bei Igelsberg. Das ist ca 4 km Luftlinie von mir entfernt Richtung N:

"55, adult, ruhend, 10:30, Bem. Haben sich für über eine Stunde auf den umliegenden Wiesen aufgehalten."

Beobachter ist "Admin NABU Deutschland", kennt diesen vielleicht jemand?

Ich habe hier noch nie Kraniche gesehen oder, wie gestern, gehört.

Viele Grüße
Matthias



Moin,

ich habe gestern mal wieder eine Runde im nordöstlichen Berlin gedreht. Die Bucher Moorlinse war fast zu klein für die große Masse an Gänsen. Ich habe 430 Grau-, 182 Bläss- und 133 Saatgänse gezählt. Dazwischen hat vielleicht der Sturm eine Weißwangengans getrieben, die habe ich hier zum ersten Mal gesehen. Ungewöhnlich in dem recht flachen Gewässer war auch eine Gänsesägerin und gefreut habe ich mich über 5 Löffelenten, 2 Sperber, einen Silberreiher und einen Raubwürger.

Danach radelte ich zu den Hobrechtsfelder Rieselfeldern. Erwähnenswert waren hier ein Kleinspecht, ein Eisvogel und eine leider tote Rotdrossel. Ständig zogen Gruppen von Kranichen mit ihren lauten, melancholischen Rufen über mich hinweg.

Am Lietzengraben gab es für mich nichts außer einsetzenden Regen, sodass ich mich hier nicht lange hier aufhalten wollte. Der Wasserstand war aber auch für erhoffte Spät-Limikolen viel zu hoch.
Auf dem Weg zur S-Bahn wurden schwarze Regenwolken spektakulär von der Abendsonne angestrahlt und ein kräftiger Regenbogen zog aufdringlich meine Blicke auf sich, kitschig, kalt und schön.

Herzliche Grüße
Martin F.



Hallo,
beim Blick aus meinem Küchenfenster fielen mir 2 'rabenschwarze' Vögel auf. Beim näheren betrachten durch mein Fernglas waren es Saatkrähen. So früh hatte ich sie noch nicht in Potsdam erwartet.

Es grüßt mit einem fröhlichen Tschilp
Die Spätzin

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