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Thema: Mini-Kamera für Nistkasten?


Hallo miteinander,

manche von euch haben ja schon ein wenig Erfahrung mit einer Mini-Kamera im Nistkasten gemacht. Ich möchte hier im Haus demnächst Kästen für Turmfalke und Dohle anbringen und würde dann natürlich auch gerne beobachten, was da so passiert (wenn sie denn angenommen werden).

Besonders folgende Punkte interessieren mich:

– Übertragung der Daten zum PC: Wie funktioniert das genau? Geht das auch per WLAN?
– Im Turmfalkenkasten dürfte es ja keine Lichtprobleme geben - aber wie ist es mit einem Dohlenkasten mit einer Öffnung von etwa 8x8 cm? Ist da eine IR-Kamera zu empfehlen?
– Was ist sinnvoller: Batteriebetrieb (bzw. Akkus) oder Stromanschluss per Netzteil?

Dass die Kamera für kurze Entfernungen geeignet sein muss, ist mir klar. Aber was gibt es sonst noch zu beachten?
Für Hinweise und Tipps bedanke ich mich jetzt schonmal :-)

Herzliche Grüße – Martin



Hallo Martin,

ich habe mir das alles etwas einfacher vorgestellt was meinen Schleiereulen-Nistkasten betrifft.

Zuerst habe ich mir diese gekauft. Die kann eigentlich alles was man sich so vorstellt, hat Infrarot, WLAN, über Handy zu steuern, und vieles mehr.
Bei mir was es allerdings so, der Artikelstandort war Deutchland, wurde aber aus England geliefert mit den für England passendem Netzteil und Rückgabe-oder Umtauschadresse (Versand neuerdings immer auf eigene Kosten) ist Huston in Texas.
Ich habe die Kamera nicht zum laufen bekommen, nicht unter XP und auch nicht WIN7. Ich denke die HTTP-Ports sind auf englische Router eingestellt und meine Router, einmal Telekom und eine neuere Fritzbox verweigern den Zugriff.

Für Maria ihren Meisennistkasten hatte ich dieseKamera besorgt. Die wird über USB problemlos angeschlossen. Die Stromversorgung ist damit auch gewährleistet. Sie liefert Farbbilder und Videos und man kann in einem gewissen Rahmen zoomen und schwenken. Nachdem Marias Mann in diesen Jahr einen etwas größeren Kasten mit mehr Lichteinfall gebaut hat liefert die Kamera tolle Bilder. Und 10 Meter USB Kabel daran funktioniert einwandfrei.

Solch eine Kamera habe ich mir dann für 11 € gekauft, nur leider habe ich nicht bedacht das es im Nistkasten dunkel ist. Man erkennt nur bei strahlendem Sonnenschein etwas. Das USB Kabel hängt bei mir vom Dachboden der Scheune runter so das ich allerdings mit dem Notebook raus in die Scheune muss wenn ich dann was sehen möchte, sehe aber nichts weil dunkel :-D

Also für Deinen Turmfalken Kasten kann ich Dir die low cost Lösung empfehlen wenn Du mit 10 Meter USB klar kommst.

Für Dohlen oder Eulen muss man wohl doch tiefer ins Portemonnaie greifen und ob Infrarot nun das Wunder ist glaube ich auch noch nicht.

Herzliche Grüße

Richard





infrarot ist schon ein Wunder! ich hätte nicht gedacht, dass man damit sonscharfe und detailreiche Bilder bekommt (in spatzen- und meisennestern ist es auch dunkel, besonders im dunkeln :-D und wir haben zu jeder Tageszeit super reingucken können).
unsere Kamera funkte allerdings zu einem kleinen fernseher, und meines Wissens geht das ältliche geraffel nicht imnsinne eines life-streams an einen Rechner anzuschließen, ich hab jedenfalls keine Idee dazu.
ligr¥



Hallo Martin,
wir hatten nach einer einfachen "plug-& play" Lösung für eine Nistkasten-Cam gesucht und sind auch auf die Logitech webcam pro 9000 (in Farbe, aber ohne Beleuchtung und IR) gestoßen, hat neu 35€ gekostet
Der Nistkasten war ein Selbstbau, etwas größer als Standard (würde ich beim nächsten Mal noch 10 cm höher bauen wegen des Aufnahmewinkels).
5m Kabel war an der Kamera, ein "aktives" (wichtig) 10m USB Kabel überträgt gleichzeitig Bilder/Videos und das bisschen Strom für die Kamera.

Um die Kamera am Nistkastendeckel zu befestigen musste ich ein bisschen basteln (Loch in die Metall-Halterung bohren) aber das war's auch schon.
Die Kamera hat sich am laptop selbst die Installationssoftware gesucht und installiert und lässt sich vom notebook bezüglich Helligkeik, Aufnahmewinkel und Film/Foto Funktion prima steuern. Ob die NSA mitschaut weiss ich nicht.

Das USB Verbindungsstück des Kamerakabels zur Verlängerung habe ich draußen in eine umgedrehte Plastikflasche als Wetterschutz gesteckt und an den Baum gebunden, funktioniert prima.

Ein zusätzliches seitliches Loch (40 mm)im Meisenkasten mit weißem Hartplastik abgedeckt sorgt für etwas zusätzliches Licht und das brachte tagsüber gute Farbbilder. Für die Dohlen sollte das auch gehen. Im Dunkeln ist aber halt dunkel :-). Vielleicht gibt es ähnliche webcam Modelle mit LED, die Meisen hat weder das zusätzliche Licht, noch das rote Lämpchen bei Aufnahme gestört.

Wenn du mehr Infos brauchst, gerne!

Gruß

Arnd




Erstmal vielen Dank für eure Tipps!
Sowas wie die Logitech Pro 9000 klingt ja schonmal ganz gut – nur das USB-Kabel ist unpraktisch, weil ich damit durch die Zimmerdecke müsste. Eine WLAN-Lösung wäre besser.
Und was das Licht angeht: Die Kästen werden auf einem dunklen Dachboden stehen, das Einflugloch ist also die einzig mögliche Lichtquelle (außer der Kamera).

Herzliche Grüße – Martin



Möchte den Thread nochmal hervorholen - da ich eventuell selber einen Steinkauzkasten bauen werde und diesen dann auch überwachen möchte.

Bei der Internetrecherche habe ich folgende Anleitung zum Selbst(um)bau eines Kamerasystems zu kleinem Preis mit Infrarot und zusätzlichem Bewegungsmelder gefunden. Klingt nach ner Menge Arbeit, aber sehr interessant:

http://nabu-laatzen.de/cms/natur,d,99.html

Gruß Mornell7



Hallo Martin,

es gibt hier einen fertigen Nistkasten inklusive Funkkamera: https://kamera-im-vogelhaus.de/produkt/nistkasten-mit-wlan-kamera/

Das Livebild wird über WLAN übertragen und kann mit dem PC oder Smartphone empfangen werden.

Die Kamera hat auch Infrarot LEDs und schaltet diese bei Dunkelheit automatisch an. Weitere Informationen findest du auf der verlinkten Seite.

Viele Grüße
Uwe


Zuletzt bearbeitet: 26.11.17 17:33 von Kamera_Vogelhaus
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