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Thema: Bestimmung


Dann werfe ich auch noch einige andere Namen in den Ring:
Trottellumme: Ist sie wirklich ein Trottel?
Baßtölpel: Ist er wirklich ein Töpel?
Fahlente: Ist sie krank, da sie fahl ist.
Schnatterente: Die erzählt aber viel.
Witwenpfeifgans: Bei dieser Gans gibt es nur ein Geschlecht.
Kolbenente: Welcher Kolben ist gemeint?
Schmarotzerraubmöwe: Schon wieder wird das Verhalten bewertet.
...

M. E. sollten wir die Namen als Kulturgut auffassen und nicht daueren ändern.



martinmiethke:
Hallo Bodo, dann ist das mit dem Gewölle wohl doch ein Irrtum. Ich weiß leider nicht mehr, woher ich diese Erklärung habe …


ich kannte diese herleitung auch. das würgen wie bei einer würgschlange ist doch als bezeichnender namensbestandteil nicht nachzuvollziehen, schließlich würgt der vogel seine beute ja nicht, bevor er sie laniusmäßig zerfleischt. immerhin würgt er ab und zu was hoch.

(vielleicht gab es mal jemanden im grauen mantel und mit schwarzer augenbinde, der leute überfallen und gewürgt hat, und dann... wäre die benennung über eine äußerliche ähnlichkeit zustandegekommen.)

lg, ¥



Grove_Birder:
martinmiethke:
Welche meinst du denn jetzt? Ich kenne mindestens drei Erklärungsversuche :-)

Ich kenne die lachende Möwe und die an Wasserlachen nahrungssuchende Möwe... :-)

… und ich kenne noch die (angebliche) Verwechslung mit einer sehr ähnlichen amerikanischen Art, die im Gegensatz zur Lachmöwe tatsächlich „lachen“ soll.
(Wobei ich das nicht nachvollziehen kann – denn damit kann ja wohl nur die Bonapartemöwe gemeint sein, und die „lacht“ doch auch nicht.)



Montechristo:
(…)
Baßtölpel: Ist er wirklich ein Töpel?

… und singt im Bass? 8-)



martinmiethke:
Grove_Birder:
martinmiethke:
Welche meinst du denn jetzt? Ich kenne mindestens drei Erklärungsversuche :-)

Ich kenne die lachende Möwe und die an Wasserlachen nahrungssuchende Möwe... :-)

… und ich kenne noch die (angebliche) Verwechslung mit einer sehr ähnlichen amerikanischen Art, die im Gegensatz zur Lachmöwe tatsächlich „lachen“ soll.
(Wobei ich das nicht nachvollziehen kann – denn damit kann ja wohl nur die Bonapartemöwe gemeint sein, und die „lacht“ doch auch nicht.)


Gemeint ist die Laughing Gull (Aztekenmöwe). Bei ihr gibt es auf alle Fälle einzelne Rufbestandteile die man durchaus als Lachen interpretieren kann. Ähnliche Bestandteile hat auch die Lachmöwe. Ich denke nicht, dass man den Namen von der amerikanischen Art hierher "eingeschleppt" hat, sondern dass eben jene Ruf-, bzw. wohl eher Gesangs-Bestandteile gemeint sind.

MfG Maffong

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Maffong:
Gemeint ist die Laughing Gull (Aztekenmöwe).

Ach richtig – die war’s :-)

Bei ihr gibt es auf alle Fälle einzelne Rufbestandteile die man durchaus als Lachen interpretieren kann. Ähnliche Bestandteile hat auch die Lachmöwe.

So wie das in diesem Buch stand (ist schon eine Weile her, dass ich das gelesen habe), soll bei ihr wohl der hauptsächlich zu hörende Ruf wie Lachen klingen (das „Keckern“ der Lachmöwe ist ja eher seltener zu hören).

Ich denke nicht, dass man den Namen von der amerikanischen Art hierher "eingeschleppt" hat

Nun, die Erklärung war noch etwas komplizierter. Ich versuche mal, das Buch und die Textstelle wiederzufinden …





Hier haben wir das schon mal ausführlich erörtert.
Für die Verwechslungs- bzw. Einschleppungshypothese des Namens gibt es in Fachkreisen Verfechter. Sicher ist auf jeden Fall, dass der Name auf Lautäußerungen und nicht auf Wasserpfützen zurück geht.

Gruß Bodo


Zuletzt bearbeitet: 11.04.14 13:52 von Bodo


Bodo:
Hier haben wir das schon mal ausführlich erörtert.

Ach je – stimmt. Mein Gedächtnis …



martinmiethke:
Montechristo:
(…)
Baßtölpel: Ist er wirklich ein Töpel?

… und singt im Bass? 8-)


aber immerhin brütet er auf dem bass (rock).

lg, ¥

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