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Thema: DDA-Adventskalender


Grumpfl - im Gesamtbild ist jetzt die Armdecke nicht mehr so weiß und verständlich. Ihr seid doch die besseren Beobachter. Gratulation an euch.
Gut, daß das neue Türchen Raum zu Spekulationen läßt. Ich sage mal Feldlerche...

Beste Grüße
Holger

LL: 364 (Carolinakrickente,Zwergschneegans)
Liste-D: 282 (Berglaubsänger, Zwergammer)
Kreis Viersen: 221 (Waldbaumläufer)
2018: 164 (Waldlaubsänger, Schwarzstorch)


Viele Indikatoren wie Braunkehlchen, Grauammer, Heidelerche..sind ja bereits grossflächig verschwunden. Bleibt fast nur die Güldene oder Feldlerche übrig. Eventuell noch das Rebhuhn



Wolfzge:
Eventuell noch das Rebhuhn


Rebhuhn leider nicht, ist im Osten Deutschlands ziemlich großflächig verschwunden. Ich glaube die Goldammer ist insgesamt noch weiter verbreitet als die Feldlerche. In meiner Region allerdings ein sehr schlechtes Jahr der Goldammern. So wenige und höchstens relativ kleine Trupps hatte ich in noch keinem Herbst/Winter.

Gruß Bodo



Es wird doch nach einem Indikator für den ökologischen Zustand generell gesucht. Das bedeutet: ist ein Indikator weg ist der ökologische Zustand schlecht für die gesuchte Art. Trotzdem bleibt diese Art jedoch ein Indikator.

Viele Grüße
Matthias





MatthiasM:
Es wird doch nach einem Indikator für den ökologischen Zustand generell gesucht. Das bedeutet: ist ein Indikator weg ist der ökologische Zustand schlecht für die gesuchte Art. Trotzdem bleibt diese Art jedoch ein Indikator.

Viele Grüße
Matthias



Es wird nach einer der wichtigsten Arten gefragt. Bereits grossflächig verschwundene können da kaum herhalten..



Wolfzge:
Es wird nach einer der wichtigsten Arten gefragt. Bereits grossflächig verschwundene können da kaum herhalten..

Tja … das ist eben die Frage. Damit, dass eine Art verschwunden ist, hat sie ja ebenfalls ihre Indikatorfunktion erfüllt.
Ich bin tatsächlich auch beim Rebhuhn hängengeblieben …

Aber wenn es eine (noch) allgemein verbreitete Art ein soll, wäre ich am ehesten für Feldlerche.



Da stellt sich mir wieder die Frage: Wenn in einem Gebiet das Rebhuhn verschwunden ist, die Feldlerche aber noch nicht - welche der beiden Arten ist dann der "wichtigere" Indikator? Eigentlich doch das Rebhuhn, nach meiner Logik ;)

Trotzdem denke ich auch, dass die Feldlerche gesucht wird.

Viele Grüße
Matthias



… wobei die Feldlerche die letzte ist, die bei fortschreitender Intensivierung der Landwirtschaft noch übrigbleibt. Also eigentlich kein so guter Indikator …



Nach der Ausgabe "Vögel in Deuschland 2013", herausgegeben vom DDA, umfasst der Teilindikator Agrarland folgende Arten:

Braunkehlchen, Heidelerche, Steinkauz, Feldlerche, Kiebitz, Uferschnepfe, Goldammer, Neuntöter, Grauammer, Rotmilan.

Eine neuere Ausgabe besitze ich nicht, aber ich nehme an, dass das gleich geblieben ist, sonst könnte man ja keine Langzeittrends beschreiben.

LG Annette


Zuletzt bearbeitet: 06.12.17 18:30 von Annette


Annette:
Nach der Ausgabe "Vögel in Deuschland 2013", herausgegeben vom DDA, umfasst der Teilindikator Agrarland folgende Arten:

Braunkehlchen, Heidelerche, Steinkauz, Feldlerche, Kiebitz, Uferschnepfe, Goldammer, Neuntöter, Grauammer, Rotmilan.

Hmmmm, mal so am Rande:
Von denen habe ich hier regelmäßig 3 Arten: Feldlerche, Goldammer, Rotmilan (den Kibitz vom Januar 2016 vergessen wir mal ;)).
Ist das nun "gut" oder "schlecht" (für den mittleren Schwarzwald und ca 650m Höhenlage)?

Viele Grüße
Matthias



martinmiethke:
… wobei die Feldlerche die letzte ist, die bei fortschreitender Intensivierung der Landwirtschaft noch übrigbleibt. Also eigentlich kein so guter Indikator …


im Gegenteil: genau deswegen!
Um zu versinnbildlichen:
Rapslerche=0
Maislerche=0

Es grüßt Bengt



Bin für Feldlerche. Oder sonst Rebhuhn...

Übrigens plane ich mit unserem Vorstand der DGaaE zwei Workshops - einen an der Deutschen Pflanzenschutztagung im September 2018 und einen an der Entomologentagung im März 2019.

Thema: das Insektensterben (und damit einhergehende Verschwinden von Vögeln und spezifisch bestäubten Pflanzen).

Ziel: Mit Vorurteilen aufräumen, Politisieren vermeiden und Tacheles reden, d.h. belastbare Fakten über ebensolche Studien vorstellen und vorstellen lassen.

Wenn jemand Ideen hat, was dort eingebracht werden könnte: Gern hier oder per PN ... ich sammle noch, und es ist noch Zeit für die Anmeldung von Beiträgen. Ein ornithologisches Thema würde zwar nicht direkt dort hineinpassen. Ein Thema, wo aber die direkten Auswirkungen des Verschwindens bestimmter Vogelarten wegen des Fehlens geeigneter Insekten-Nahrung dargestellt wird, könnte dagegen zumindest an der 2019er Tagung angenommen werden.

Liebe Grüße,

Micha

Birds rock!
ForanerInnen: 48
D: 338 (Sturmschwalbe); LL: 2401 (Brownies Cacholote, Fawn-breasted Tanager)
Jahresliste 2018: 363 (Waldbaumläufer)


Bengt:
martinmiethke:
… wobei die Feldlerche die letzte ist, die bei fortschreitender Intensivierung der Landwirtschaft noch übrigbleibt. Also eigentlich kein so guter Indikator …


im Gegenteil: genau deswegen!
Um zu versinnbildlichen:
Rapslerche=0
Maislerche=0

Pruuust:)) Der war wirklich gut!

Aber mal ehrlich: Wenn eine zähere Art sich länger hält als eine empfindlichere Art, und ich die zähe Art als Indikator nutze... das macht doch nun eigentlich wirklich keinen Sinn. Oder?
Ich würde die empfindlicheren Arten als Indikatoren setzen, so kenne ich das jedenfalls aus der Fischerei in Gewässern. Da wird nach winzigsten Schnecken gesucht, die keiner kennt, um die Wasserqualität einzuschätzen.

Wo liegt nun mein Denkfehler?

Viele Grüße
Matthias



MatthiasM:
Bengt:
martinmiethke:
… wobei die Feldlerche die letzte ist, die bei fortschreitender Intensivierung der Landwirtschaft noch übrigbleibt. Also eigentlich kein so guter Indikator …


im Gegenteil: genau deswegen!
Um zu versinnbildlichen:
Rapslerche=0
Maislerche=0

Pruuust:)) Der war wirklich gut!

Aber mal ehrlich: Wenn eine zähere Art sich länger hält als eine empfindlichere Art, und ich die zähe Art als Indikator nutze... das macht doch nun eigentlich wirklich keinen Sinn. Oder?
Ich würde die empfindlicheren Arten als Indikatoren setzen, so kenne ich das jedenfalls aus der Fischerei in Gewässern. Da wird nach winzigsten Schnecken gesucht, die keiner kennt, um die Wasserqualität einzuschätzen.

Wo liegt nun mein Denkfehler?

Viele Grüße
Matthias


Ich bin jetzt ein wenig zu faul mich gerade einzulesen, aber es geht doch nicht bloß um die bloße An/Abwesenheit, sondern auch um die Abundanz der Arten. Und auch daran lässt sich sehr gut ein Trend ablesen, vermutlich sogar besser als an der Anwesenheit...

MfG Maffong

Meine Galerien
Artenliste 2017: 255 Arten (Nonnensteinschmätzer)
Lifelist: 1334 Arten (Nonnensteinschmätzer)
Foraner: 51


Maffong:
sondern auch um die Abundanz der Arten

Ich muss gestehen, dass ich das Wort "Abundanz" zum ersten Mal lese. Der Wiki-Eintrag dazu hat es bei mir noch nicht so richtig leuchten lassen. Könnte das jemand hier etwas besser erläutern? Würde vielleicht nicht nur mir helfen.

Das heutige Rätsel ist ja nun eigentlich nicht schwer zu lösen ;)

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