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Thema: So ein Mist...


Leute, ich habe heute Morgen auf der Fahrt zur Arbeit einen Rehbock angefahren. Waldgebiet, Landstraße, zulässig 100 km/h. Gefahren ca 95 km/h, abnehmend, da ca 200 Meter weiter eine Ortseinfahrt ist. Der Bock flitzte mit einem "Affenzahn" von links über die Fahrbahn -> Vollbremsung! - und doch habe ich ihn noch an den Hinterläufen mit der äußersten rechten Fahrzeug-Ecke erwischt. So ein Mist! Uhrzeit: ca 5:45.

Der Aufprall war nicht heftig, aber der Bock war scheinbar ernsthaft verletzt. Ich konnte ihn nach meiner Umkehr am Straßenrand kauernd sehen (dann wieder auf der linken Seite, wo er hergekommen war). Wieder umgedreht und angehalten. Der Bock war am Leben. Ich kehrte mich kurz zu meinem Wagen um den evtl. Schäden zu sehen (im Dunkel!): Frontverkleidung, Nebelscheinwerfer, Behälter für Scheibenflüssigkeit hinüber. Ja OK. Aber der Aufprall war schwerer als gefühlt. Wieder nach dem Bock geschaut - der kauert jetzt weiter weg von der Straße auf einem daneben verlaufenden und tiefer gelegenen Weg. 110 anrufen? - nee, habe ich nicht!

Zur Arbeit gefahren und im Internet nach zuständiger Dienststelle gesucht (ca 6:30). Ich dachte eine gefunden zu haben - aber es war die falsche! Die verwiesen mich auf die zuständige, in Bad Wildbad. Angerufen (ca 6:45). Dort war eine Sekretärin dran - völlig erkältet: Die Kollegen seien bei einer Unfallaufnahme. Na toll! Ich habe meine Nummer für den Rückruf durchgegeben.

Ab 8:05 dann 5 Rückrufe von den Kollegen der Polizei in Bad Wildbad, die ich arbeitsbedingt nicht annehmen konnte. Um 8:15 Rückruf meinerseits, um den Unfall endlich ordnungsgemäß dort (zumindest verbal) melden zu können. Das sind ca 2,5 Stunden nach dem Unfall!

Das arme Tier! Ich habs total vermasselt und hätte gleich die 110 anrufen sollen, und zwar direkt vor Ort - so jedenfalls der Polizei-Beamte heute Abend, als ich dort im Revier war, um den Schaden endgültig zu melden.

Das ist mir eine Lehre. Normal versuche ich die 110 zu vermeiden. Aber wenn selbst Beamte sagen, dass dies in jedem Fall -auch in solch einem- die richtige Nummer ist?

Ich fühl mich jetzt irgendwie "Scheiße" (sorry)! Und ich weiß noch nicht mal genau, was dem Bock wirklich passiert ist.

Viele Grüße
Matthias



Hallo Matthias,
verstehe das nur zu gut. Ich habe vor gut einem Jahr auch ein Reh angefahren,das Tier war damals allerdings sofort tot. Mieses Gefühl!
Die Polizei sollte man allerdings sofort benachrichtigen und auch vor Ort warten, denn die verständigen auch den zuständigen Jagdpächter der das verletzte Tier dann sucht und erlegt wenn nötig. Man begeht da zwar keine Unfallflucht aber einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Es ist wohl sogar so das der Jagdpächter Schadenersatz verlangen könnte wenn ein noch verwertbares Wildtier verdirbt.

Viele Grüße Martin



martin_meffert:

...
Die Polizei sollte man allerdings sofort benachrichtigen und auch vor Ort warten, denn die verständigen auch den zuständigen Jagdpächter der das verletzte Tier dann sucht und erlegt wenn nötig. Man begeht da zwar keine Unfallflucht aber einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Es ist wohl sogar so das der Jagdpächter Schadenersatz verlangen könnte wenn ein noch verwertbares Wildtier verdirbt.
...


Nicht zu vergessen, dass ja wohl am Auto auch ein Schaden vorliegt ...
Und die Teilkasko zahlt nur dann, wenn ein entsprechendes Protokoll vom Wild-Unfall vorliegt.

Gruß
Peter


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