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Thema: Rezension Wink: Ornithologie für Einsteiger |
Dieses Buch macht mich ärgerlich.
Ärgerlich aus zwei Gründen:
Zum einen wurde die Gelegenheit verpasst, Neulinge in der Vogelkunde an die praktische ornithologische Arbeit heranzuführen.
Zwar wird hier und dort in dem Buch die Möglichkeit angerissen, an Vogelerfassungsprogrammen teilzunehmen, vor allem über die Eingabe von Beobachtungsdaten im Internet. Auch wird mehrmals Bezug auf den Dachverband Deutscher Avifaunisten genommen.
Wenn es aber um die weitergehende Mitarbeit von Amateuren in diesem Bereich geht, wird der Einsteiger allein gelassen.
In Deutschland gibt es eine reichhaltige Landschaft von Organisationen und Einrichtungen, die auf die Hilfe von ehrenamtlichen Mitarbeitern angewiesen sind. In den verschiedenen Vereinen, von der "Ornithologischen Gesellschaft in Bayern" über die "Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft" (um nur zwei Beispiele zu nennen) sind in Deutschland etwa 10.000 Vogelkundler organisiert.
Weiter bieten auch die Vogelwarten Möglichkeiten, als Freizeit-Vogelkundler sinnvoll mitzuarbeiten. An der Station Randecker Maar kann man sich an Planbeobachtungen beteiligen.
All dies taucht in diesem Buch nicht auf.
Es wird die Gelegenheit verpasst aufzuzeigen, dass Amateure sehr viel mehr zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Vogelkunde beitragen können, als nur über die Eingabe von Daten im Internet.
Zum anderen ärgere ich mich über dieses Buch, weil es voller sprachlicher Ungenauigkeiten, Fehler und Schlampereien ist.
Nach zwei Stunden Querlesen habe ich die untere Liste erstellt. Sie ist nicht geordnet, sondern ich habe das hingeschrieben, was mir gerade aufgefallen ist.
Wer genauer liest, wird wahrscheinlich mühellos noch mehr Auffälligkeiten hinzufügen können.
Grüssle,
Gisela
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Ganz am Anfang auf Seite 10 wird dem Einsteiger in die Ornithologie gezeigt, wo die Meßlatte liegt:
"Mit Wissenschaftler oder Ornithologe bezeichnet man Personen, die häufig ihre Doktorarbeit über Vögel geschrieben haben oder Doktoranden betreuen, die über Vögel promovieren."
Der zweite Teil des Satzes ist wichtig. Michael Wink hat nämlich selbst nicht über Vögel, sondern über ein pharmazeutisches Thema promoviert.
"Anspruchsvolle ornithologische Forschung, (...), wird Amateure nur selten begeistern"
Das ist Ansichtssache - ich habe da andere Erfahrungen gemacht.
Um die Verhältnisse dann wirklich klarzustellen werden die Eigenschaften von Birdern definiert:
"Vogelbeobachter, vor allem Birder und Twitcher, genießen oft nicht den besten Ruf, was ihre Sozialkompetenz angeht. Sie gelten als sehr einseitig und arrogant, da sie ihre Liebe zu den Vögeln und das Vogelbeobachten über alles stellen.
Der Fernglas tragende Exzentriker, der sich stundenlang selbst an stinkenden Klärteichen aufhält, ist schon eine Stereotype geworden. Nicht nur Familie und Freunde halten einen Birder für etwas "merkwürdig", (...)"
Dies mag von Prof. Wink vielleicht ironisch gemeint sein. Dem Text kann man das aber nicht entnehmen.
Anschließend erklärt Michael Wink uns sozialautistischen Birdern dann die (Vogel-) Welt.
Seite 309:
"Zu nennen sind Schwarzspecht, Girlitz oder Türkentaube, die innerhalb der letzten 150 Jahre in Deutschland auftauchten."
Diese Aussage ist für den Schwarzspecht falsch.
Der Schwarzspecht hat zwar sein Verbreitungsgebiet in den letzten 150 Jahren aufgrund von veränderten Bewirtschaftungsmethoden in der Forstwirtschaft vergrößert, war aber nie aus Deutschland verschwunden.
Greifen wir doch einmal auf den Altmeister Naumann zurück: "In der Schweiz und in einigen Gegenden Deutschlands ist er keine Seltenheit."
(Naumann JA (1826) Naturgeschichte der Vögel Deutschlands. Fünfter Teil. Leipzig, S.257)
Seite 187:
"Zudem sind die Flügel nach oben konvex und unten konkav gewölbt, sodass die Flügeloberseite eine größere Fläche aufweist als die Unterseite.
Daher fließt die Luft über die Flügeloberfläche (...) schneller als über die Unterseite. Dies bewirkt einen Strömungsdruckunterschied - einen Unterdruck oder Sog auf der Oberseite und einen nach oben wirkenden Überdruck auf der Unterseite."
Die Erklärung des Auftriebes ist nicht so ganz trivial (die häufigste Erklärung: auf der Oberseite strömt die Luft schneller als auf der Unterseite, lt. Bernoulli haben wir dann auf der Oberseite einen Unterdruck und auf der Unterseite einen Überdruck, so einfach ist es jedoch nicht (Anstellwinkel, Umströmung etc. spielen eine Rolle). Was jedoch sicher ist, das der Auftrieb nichts mit einer unterschiedlichen Fläche von Flügelober- und Flügelunterseite zu tun hat. Auch mit einem symmetrischen Profil (entlang der Längsachse spiegelsymmetrisch) kann man fliegen.
Seite 190:
"(...) Adler und Geier zeichnen sich durch lange und breite Flügel aus, deren Handschwingen während des Flugs wie Finger separat aus dem Flügel ragen. Damit können diese Vögel besonders gut manövrieren."
Die Handschwingen am Flügelende haben mit der Manövrierfähigkeit wenig zu tun. Bei Thermikfliegern dienen sie dazu, Wirbelschleppen am Flügelende zu vermeiden.
Technisch gesprochen: Die Handschwingen am Flügelende sind widerstandsgünstige Mehrdecker.
Seite 190:
"Gute Flieger wie Schwalben und Segler haben eine besonders günstige Flächenbelastung, sodass sie lange in der Luft bleiben können."
Die Flächenbelastung hat mit der Fähigkeit des Dauerfliegens nur begrenzt was zu tun. Buchfink und Kohlmeise haben eine geringere Flächenbelastung als Mauersegler.
Seite 245:
"Der Lärm in einer Seevogelkolonie zeigt einem Beobachter an, dass die Enge anstrengend und zu viel Streit mit den Nachbarn führt."
Ziemlich vermenschlichend. Das Rufen der Trottellummen bedeutet Streit? Oder ist es vielleicht Verständigung mit dem Partner und mit den Küken?
Seite 296:
In der Tabelle 13.1 zeigt Wink "Maximales Lebensalter (Langlebigkeit) und Mortalität ausgewählter Vogelarten im Freiland (durch Beringung nachgewiesen)"
Als Spaltenüberschrift sieht man dann neben dem maximalen Lebensalter die "mittlere Lebenserwartung (Jahre; geschätzt)"
Für diese mittlere Lebenserwartung werden dann absolut utopische Werte angegeben. Beispiel Kohlmeise 3-12 Jahre, Mehlschwalbe 4-14 Jahre, Buchfink 4-12 Jahre.
Aus der Tabelle 13.3 mit Überlebensraten kann man leicht ableiten, das diese Werte nicht stimmen: Die Adult-Überlebensrate für die Mehlschwalbe beträgt 37%, für die Kohlmeise 40-50%.
Wenn nur 37% der Mehlschwalben pro Jahr überleben, kann die mittlere Lebenserwartung natürlich nicht 4-14 Jahre sein.
Wink vermeidet es übrigens fast durchgängig, uns zu verraten wo seine Daten herkommen.
Zuletzt bearbeitet: 11.11.13 21:23 von Gisela_Guillemot
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Seite 305:
In der Abb. 14.1 sehen wir die "Einteilung der Erde in Faunenregionen". In der Westlichen Paläarktis bildet in dieser Abbildung das Mittelmeer die südliche Begrenzung zur Afrotropis mit "Sahara-Arabien" dazwischen.
Lehrmeinung ist jedoch, das die westliche Paläarktis bis zum Atlasgebirge reicht. Inzwischen wird auch meistens die arabische Halbinsel mit dazu gerechnet (und so steht es komischerweise auch im Glossar auf Seite 392).
Seite 373:
"Außerdem existieren 14 Nationalparks (Abb. 17.6b),(...)"
In dieser gansseitigen Abbildung 17.6b auf Seite 375 sieht man dann leider keinen einzigen Nationalpark (also beispielsweise den NP Wattenmeer oder den NP Königssee), dafür aber die Naturparke.
Dazu muss man wissen, das Naturparke keinerlei Schutzstatus besitzen und nur zu touristischen Zwecken eingerichtet worden sind.
Hier wird also ein vollkommen falsches Bild von der Anzahl der Schutzgebiete in Deutschland geliefert!
Ab Seite 379:
gibt es ein umfangreiches Glossar. Eine kleine Stichprobe ergibt, das zwar definiert ist was "Hahn", "Henne", "Hoden", "Horst" sind, dafür fehlen für den Birder so wichtige Begriffe wie Pullus, Immatur, Supercilium, Gonis etc.
Seite 405:
Hier gibt es zwar die Internetadressen von Naturgucker und Birdnet, Ornitho.de findet man leider nicht (wird aber im Hauptteil mehrmals erwähnt). Manche Adressen sehen aus, wie 'reinkopiert:
"http://do-g.de/34.0.html".
www.do-g.de wäre vielleicht etwas einfacher zu lesen...
Vom Grundsatz her findet man viele Literaturzitate aus dem Hauptteil nicht im Literaturverzeichnis.
Das und die Tatsache, das sehr viele Informationen ohne Quellenangaben verwendet werden, ist ein sehr schlechter Stil.
Seite 227:
"Über 70% der Vögel sind Fleischfresser (Abb. 9.2), da tierische Nahrung vergleichsweise energiereich (...)"
Diese Aussage wird jeden Vogelkundler stutzen lassen. Unter den "Fleischfressern (Carnivoren)" sind in der Abb. 9.2 jedoch auch Insektivore, Piscivore und Omnivore vereinigt.
Dies ist zumindest eine ungewöhnliche Einteilung. Im allgemeinen trennt man nach Fleisch-, Fisch-, Insekten- und Allesfressern.
Seite 225:
Hier findet man die Zusammensetzung von Vogelnahrung. Spannend zu sehen, das ein Hummer weniger Fett als ein Wildschwein hat.
Aber typische Vogelnahrung?
Seite 204:
Hier wird noch immer die alte Lehrmeinung vertreten, das der Geschmackssinn bei Vögeln eher gering ausgeprägt ist.
Ich halte es lieber damit das `Research on taste in birds has been handicapped by the general assumption that they live in the human sensory world`.
Wink schreibt dazu allerdings "Süße Zuckerlösungen werden von Papageien und Kolibris offenbar als lecker empfunden."
Seite 199:
Stichwort Gehirn: Hier wird die alte Lehrmeinung vertreten, das Säugetiere generell lernfähiger als Vögel sind (über den Cerebralisationsindex).
Dies eine sehr konservative Sicht auf die Fähigkeiten von Vögeln: Der blödste Säuger ist immer noch schlauer als der klügste Vogel.
Im Moment weist allerdings sehr viel darauf hin, das die corticale Schichtung nicht Voraussetzung für kognitive Leistungen ist.
Tatsächlich sind die Forschungen, die sich mit den kognitiven Fähigkeiten der Vögel beschäftigen (Stichwort Caledonian Crow/Oxford University), eine der interessantesten Entwicklungen der letzten 10 Jahre.
Die Haupterkenntnis ist, das die kognitiven Fähigkeiten von Primaten und Vögeln sich parallel entwickelt haben. Wen es interessiert:
Emery, N. J. & Clayton, N. S. (2004). The mentality of crows. Convergent evolution of intelligence in corvids and apes. Science 306, 1903-1907.
Seite 117:
Und dann auch noch die Durchmesser des Fluglochs bei Nistkästen...
Für die Kohlmeise wird hier "2,8cm" angegeben, für die Blaumeise "2,5cm"
Zumindest der Nabu empfiehlt für die Kohlmeise mindestens 32mm und für die Blaumeise 28mm...
So, jetzt reicht es aber! Zwar gäbe es noch viel mehr anzumerken, aber andere Rezensenten sollen auch noch etwas finden!
Ich entschuldige mich bei allen Forumsteilnehmern für die Länge dieses Beitrages, ich mußte mir aber meinen Ärger von der Seele schreiben!
Zuletzt bearbeitet: 11.11.13 21:22 von Gisela_Guillemot
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mann, mann, mann, dieses buch scheint dich ja gehörig zu ärgern, soviel energie wie du für die rezension aufwendest. (ich kenn sowas...)
Gisela_Guillemot: Zwar gäbe es noch viel mehr anzumerken, aber andere Rezesenten sollen auch noch etwas finden!
ich nehme allerdings an, dass jetzt nicht viele weitere rezensentInnen dazukommen werden!
viele grüße, yvonne
Zuletzt bearbeitet: 11.11.13 21:20 von ychri
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Was ist denn das für ein Buch?
Verlach, Layout...
Sagt mir nichts.
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Wolfzge: Was ist denn das für ein Buch?
Verlach, Layout...
Sagt mir nichts.
Hallo Wolfgang es handelt sich hierbei um folgendes Buch Klick
LL 812
D-Liste 294
2018 59
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Wenn es ein Buch mit wissenschaftlichem Ansinnen wäre, könne ich den vermeintlichen Verriss ja noch verstehen, aber die Liste überzeugt mich nicht so weit, dass ich daraus herleiten kann, dass das Buch Mist ist.
Wie groß z. B. das Einflugloch bei einem Meisenkasten sein sollte, ist doch für ein solches Buch nicht über der Erheblichkeitrsgrenze.
Scheint aber ein Hobby zu sein, ein Großteil der wenigen Bücher, die zum Thema "Vögeln" überhaupt in deutscher Sprache erscheien, erst mal durch den Kakao zu ziehen. Damit will ich keine Schlampigkeit oder Ungenauigkeit als hinnehmbar daratellen, aber die "Fehler" rechtfertigen es meines Erachtens nicht, so einen vermeintlichen Verriss darzustellen.
Bin aber durch das Buch noch nicht ganz durch...
Olli
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Gisela_Guillemot: Nicht nur Familie und Freunde halten einen Birder für etwas "merkwürdig", (...)"
Zumindest diese Bemerkung halte ich aus eigener Erfahrung für nicht so ganz falsch :D
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Blechroller: Wenn es ein Buch mit wissenschaftlichem Ansinnen wäre, könne ich den vermeintlichen Verriss ja noch verstehen, aber die Liste überzeugt mich nicht so weit, dass ich daraus herleiten kann, dass das Buch Mist ist.
Wie groß z. B. das Einflugloch bei einem Meisenkasten sein sollte, ist doch für ein solches Buch nicht über der Erheblichkeitrsgrenze.
Scheint aber ein Hobby zu sein, ein Großteil der wenigen Bücher, die zum Thema "Vögeln" überhaupt in deutscher Sprache erscheien, erst mal durch den Kakao zu ziehen. Damit will ich keine Schlampigkeit oder Ungenauigkeit als hinnehmbar daratellen, aber die "Fehler" rechtfertigen es meines Erachtens nicht, so einen vermeintlichen Verriss darzustellen.
Bin aber durch das Buch noch nicht ganz durch...
Olli
Was ich geschrieben habe ist natürlich extrem einseitig.
Die positiven Seiten dieses Buches habe ich überhaupt nicht aufgeführt. Aber genau für diese Polemik sind Foren da - um Diskussionen anzuregen.
Falls ich eine Rezension für eine Zeitschrift schreiben würde, würde dort etwas deutlich Ausgewogeneres stehen.
Du schreibst, dass so wenig Bücher auf Deutsch über Vögel erscheinen.
Das stimmt leider. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn in einem Buch mit einem 100% stimmigen Konzept (nämlich Anfängern die wissenschaftlichen Ornithologie näherzubringen und sie dafür zu begeistern) solche vermeidbaren Unzulänglichkeiten passieren.
Grüssle,
Gisela
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Und jetzt das Positive des Buches "Ornithologie für Einsteiger":
Das Beobachten von Vögeln kann ein Hobby, eine Leidenschaft oder aber auch Lebensinhalt sein.
Wenn man als Anfänger die ersten „Gehversuche“ in dieser Freizeitbeschäftigung hinter sich hat, fällt es oftmals schwer, die nächsten Schritte in Richtung Fachfrau oder Fachmann zu tun.
Die wissenschaftliche Vogelkunde oder Ornithologie bietet deutlich mehr Facetten als nur das reine Erkennen und Abhaken von Vogelarten. Leider ist dieses Wissen jedoch oft in schwer verständlichen und oftmals nur englischsprachigen Büchern verborgen. Es fällt schwer und kostet sehr viel Schweiß, sich diese Informationen zu erschließen wenn man quasi bei Null anfängt.
Genau in diese Lücke stößt dieses Buch.
Im ersten Teil wird eine grundlegende Einführung in die Vogelbeobachtung gegeben. Angefangen von der notwendigen Ausrüstung, über die Dos-and-Donts des Birding bis zum praktischen Vogelschutz bekommt der Anfänger alles mit, was er wissen muss.
Der zweite Teil ist eine Einführung in die Biologie des Vogels. Der Bogen spannt sich von der Systematik über die Anatomie bis zu den aktuellen Herausforderungen der Vogelzugforschung.
Michael Wink versteht es, in einer leicht verständlichen Sprache auch komplizierte Sachverhalte zu vermitteln.
Seine besondere Stärke hat dieses Buch dadurch, das auch „trockener“ Stoff wie die moderne, auf molekulargenetischen Methoden beruhende Systematik vermittelt wird.
Der Gebrauch von Fachwörtern lässt sich natürlich nicht vermeiden, die meisten werden jedoch in einem ausführlichen Glossar erklärt.
Ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie nützliche Internetadressen laden dazu ein, sich noch tiefer in die „Scientia Amabilis“ der Vogelkunde einzuarbeiten.
Die Ausstattung des Buches ist hervorragend. Viele Fotos und zum Teil sehr gute Diagramme erklären Zusammenhänge und lockern den Text auf.
Die knapp 40,- Euro sind nicht zu viel für ein Buch mit durchgehend farbigen Abbildungen, sehr gutem Papier und Einband.
Als 12jährige habe ich die ersten Gehversuche in der Vogelbeobachtung gemacht. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, hätte ich mir eine solche Einführung in die Ornithologie gewünscht. Vielleicht wäre es eines meiner Lieblingsbücher geworden.
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