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Thema: Ganz nah am Stock;)


Tobias,

können Bienen eigentlich in unseren Breiten auf Dauer auch wild überleben?

@Richard: Was bedeuten Bienenflucht und Zarge?

Gruß, Hinnark



Hey hinnark,
dies ist wegen der Varroamilbe kaum möglich. Wenn sich ein Schwarm in einer passenden Höhle einquartiert wird er wohl nur maximal 2 Jahre überleben und aufgrund der verringerten Schlupfrate werden sie sich auch kaum teilen können (schwarmfähig sein). Die Varroamilbe saugt an der Larve in der verschlossenen Zelle, hemmt dadurch die Entwicklung und schädigt diese. Zudem überträgt sie noch Krankheiten. Die geschädigte Larve kann schon in der Zelle sterben oder schlüpft verkrüppelt. Sie können nicht fliegen. Demnach können sie keinen Pollen oder Nektar eintragen. Meist sterben sie schon wenige Stunden nach dem Schlupf.
Na dann erklär mal, Richard:) Würde auch gern, halte mich aber mal zurück;)

Gruß,Tobias

Jahresliste 2014: 102 (Schleiereule)
Gebietsliste: 116 (Ringdrossel)
D-Liste: 220 (Schleiereule)
Lifelist: 253 (Schleiereule)


Hallo Tobias,

zur Varroamilbe habe ich vor kuzem diesen interessanten Beitrag im DLF gehört: http://www.dradio.de/dlf/meldungen/forschak/1879393/ Wilde Bienen müssten eigentlich etwas besser gegen die Varroa geschützt sein, weil sie öfter ihren Standort wechseln, als Zuchtbienen?

Diese Milbe ist ja bei uns meines Wissens nach ein recht neues Phänomen. Könnten die Bienen denn, wenn es die Milbe nicht gäbe, in unseren Breiten in freier Wildbahn langfristig überleben?

Hinnark



Stimmt Hinnark, irgendetwas war da doch. Die Züchtung nach bestimmten Kriterien durch den Menschen hat einiges zu der Varroaunverträglichkeit beigetragen. Mal schauen ob sich diese Züchtung durchsetzt. Bei wilden Völkern verhält es sich so, dass dort alle Drohnen schlüpfen können. In den Drohnenzellen befinden sich die meisten Varroamilben. Die Imker setzen Leerrähmchen in die Beuten, in denen Wildbau betrieben wird. Dieser Wildbau besteht fast ausschließlich aus Drohnenzellen. Kurz bevor die Drohnen schlüpfen wird das Rähmchen entnommen und mit ihm tausende Varroen. Zudem sitzen auch auf den flugfähigen Bienen Varroen. Diese können auf andere, stockfremde Bienen, übertragen werden oder es werden sich Varroen auf diese Weise eingefangen. Deshalb versuchen wir die Ameisesäurebehandlung möglichst gleichzeitig durchzuführen. Selbst wenn Bienen nun öfter die Behausung wechseln würden, würden sie immer Varroen mitbringen. Im Imkerverein ging ein Schmunzeln umher als ein Vereinsmitglied von einer Bienenzüchtung erzählte, die die Beine der Varroamilbe abfressen und so des Krabbelns entmachten.

Gruß,Tobias

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hier ist noch eine petition, die bienenenthusiasten vielleicht zeichnen möchten:

http://www.avaaz.org/en/hours_to_save_the_bees/?bEmugbb&v=21461

lg, ¥



Kurzes Update:
Da Mittwochmorgen, wegen örtlicher Glätte, Winterdienst angesagt wurde, konnten wir schon um 14 Uhr Feierabend machen. Obwohl wir auch um 13 Uhr Feierabend machen konnten, doch der Beton musste verarbeitet werden. Schönstes Wetter gab es. Blauer Himmel, einzelne Wolken und die Sonne hat in windgeschützen Lagen schon gut Kraft. Also sofort nach Feierabend zu den Bienenständen. Boah, hat das gesummt. Da vor den Stöcken das Wasser gut 15 cm hoch steht haben sie es nicht weit um Flüssigkeit für die Brut zu besorgen. Bei dem schönen Wetter habe ich dann mal einen kurzen Blick gewagt. Die 3 alten Wirtschaftsvölker sind in einem sehr guten Zustand. Die beiden neuen Wirtschaftsvölker könnten ruhig stärker sein. Die 5 Ableger sind, zu meiner Überraschung, stärker als erwartet. Dachte nämlich sie hätten den Winter nicht überstanden. Bei 2 Ablegern liegt im hinteren Teil sehr viel Müll, Reste von Bienen und Wachsstücke. Ich vermute, dass sich dort Mäuse eingenistet haben. Wäre es jetzt schlimmer wenn ich die Maus im Volk belasse oder die Maus rausschmeisse und das Volk sehr störe, Richard?

Gruß,Tobias

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Hallo Mauersegler,
die Maus / Ratte o.ä. muss raus. Leider ist es nur nicht die Maus allein, die die Bienen stört. Aber das Knabbern an den Waben und Rahmen bringt eine Unruhe ins Volk. Jetzt müssen die Bienen ruhig sitzen, sie dürfen nicht aufgeschreckt werden. Wer die Wintertraube verlässt, stirbt. Also:
1. an die Beute anklopfen, damit Maus entweichen kann
2. Boden austauschen oder die Waben von außen nach innen entnehmen, die in Mitleidenschaft gezogen worden.
3. auffüllen mit ausgebauten Waben (Futter, Honig), Boden neu / sauber darunter stellen.
4. Mäusegitter !
Liebe Grüße
Müritzbiene



Nunja, wenn das so einfach wäre. Das sind beides Ablegerkästen. Es handelt sich um die beiden eingekreisten. Hatte schon nicht besetzte Waben gezogen, diese waren aber unversehrt. Bei meiner Standkonstruktion kann aber keine Maus an die Beuten/Ablegerkästen gelangen. Glatte Eisenrohre.



Gruß,Tobias

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ich weiß aus eigener erfahrung, dass mäuse erstaunlich hoch springen können. da es vor den eingekreisten kästen auch noch eine kante gibt, stellt die höhe meines erachtens überhaupt kein problem dar! außer ich vertue mich mit dem größenvergleich (mit mir bekannten bienenstöcken).

lg, ¥



Etwas unter Kniehöhe.

Gruß,Tobias

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