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Thema: Sommerfütterung |
Hallo,
auch ich bin neu in diesem Forum.
Ich bin 51 und komme aus dem Süden Hannovers. Wir wohnen in einem Einfamilienhaus in einem reinen Gartengebiet .
Und ich habe gleich eine Frage:
in den vergangenen Jahren fiel mir auf, dass immer weniger Vögel im Winter an meine Fütterungsstelle kamen: letzten Winter gegen Weihnachten dann 2 Kohlmeisen, 2 Blaumeisen, das wars.
Dann fiel mir das Buch von Peter Berthold "Vögel füttern... aber richtig" in die Hände.
Seitdem geht es aufwärts.. aber richtig.
Zur Zeit (Ende Mai) fressen mir die Grünfinken jeden Tag ca 1,5 kg schwarze Sonnenblumenkerne auf. Das macht im Jahr dann 550 kg = 11 Zentner. Abgesehen davon, dass das bei meinem Lieferanten allein für die Sonnenblumenkerne auch 460 Euro im Jahr sind (andere Vögel kommen auch und werden auch ordentlich gefüttert), frage ich mich natürlich, ob ich bei den Grünfinken alles richtig mache.
Muss man das begrenzen?
Darf man das begrenzen?
Grüße
Helmut
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Hallo Helmut,
zuerst ein mal ein Herzlich Willkommen im Forum!!!
zu diesen Thema gabs schon einige Themen! guckst du hier:
Ganzjahresfütterung
Zum Buch
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hallo Helmut!
herzlich willkommen hier im forum.
ich würde übrigens zur brutzeit nicht beängstigende 1,5 kg sonnenblumenkerne/tag verfüttern - die könnten ins nest getragen werden. bei haussperlingen konnte ich das selbst schon beobachten. nestlinge brauchen aber dringend das eiweiß von unglaublich vielen insekten, nur so können sie die turbomäßige entwicklung vollziehen, die sie in vergleichsweise wenigen tagen vom winzigen küken zum jungvogel befördert, der so groß ist wie die erwachsenen.
daher sollte man die fütterung bis zum ende der brutzeit der singvögel aussetzen, finde ich. ich kann heute abend mal nachsehen, wann das im fall von grünfinken ist. kommen auch noch andere arten an dein buffet?
was schreibt denn Herr Berthold eigentlich zu dem thema füttern während der brutzeit?
viele grüße, yvonne
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Das Buch von berthold empfehle ich leider keinem!
Das ist echt provokant!
Der NABU hat mal eine Diskussion mit jemandem darüber geführt, die ich lesen durfte.
In Bertholds Buch (Habs selbst gelesen) wird geschrieben, dass man für den Vogelschutz Futter aus Hubschraubern streuen sollte!!!
Also das ist doch wirklich total unsinnig.
Ich halte von der Sommerfütterung ehrlich gesagt NICHTS!!
Die Vögel sind lange genung ohne uns ausgekommen.
Und selbst die Winterfütterung hat nichts mit Naturschutz zu tun!
Wenn du den Vögeln zur Brutzeit helfen willst, dann pflanze einheimische Stauden und Pflanzen und lege eine Blumenwiese an, aber so... Nee, da bin ich nicht für.
LG
Norman
LG
Norman
Arten insgesamt: 215 (Heringsmöwe, Steinwälzer)
Arten 2013: 115 (letzte Art Pirol)
Insekten: 134 (davon 66 Schmetterlinge und 27 Libellen)
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Vielen Dank für eure Antworten.
Eigentlich suche ich hier jemanden, der die Sommerfütterung schon einmal durchgeführt hat und mir von seiner Sommerfütterung von Juni bis August berichten kann.
Was hat er selbst erlebt? Wieviel Futter hat er verbraucht?
Grüße
Helmut
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"...was schreibt denn Herr Berthold eigentlich zu dem thema füttern während der brutzeit?..."
Liebe Yvonne,
auch dazu lässt sich Herr Berthold aus.
Die Vögel fressen die Körner erst selbst und fliegen dann gestärkt zur Insektensuche. Gerade in diesem Mai war das nicht ganz unwichtig.
Meine Blaumeisenjungen, die in der Nähe der Futterstelle aufwachsen, leben jedenfalls noch.
Grüße
Helmut
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Hallo Helmut!
Einen vielfälltigen Garten mit verschiedenen einheimischen Pflanzen, halte ich in der Regel für besser als Fütterungen im Sommer.
Da können in diesem Garten auch Insektenfresser satt werden.
Es gibt jedoch auch Wohnungslagen, wo ich einer Sommerfütterung zustimmen könnte. Beispielsweise in einer Innenstadt, wo kein Grashalm über 5 mm Höhe zu sichten ist, halte ich eine Sommerfütterung für eine Notlösung.
VG Montechristo
Zuletzt bearbeitet: 11.06.10 22:27 von Montechristo
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Hallo Montechristo,
vielen Dank für deine freundliche Antwort.
Welche Pflanzen und insektenanlockende Pflanzen hast du denn in deinem Garten für die Wildvögel gepflanzt?
Welche Vögel kommen denn bei dir?
Unser Garten hat einige Ecken, die schon seit vielen Jahren sich selbst überlassen werden. Aber in den Nachbargärten sieht es teilweise viel ordentlicher aus.
"Natur" oder eine natürliche Umgebung gibt es hier in der Umgebung nicht.
Der nächste echte Wald ist mehrere hundert Meter entfernt.
Und eine weitere Frage: was machen die Vögel und ich in der Zeit, bis alle Nachbarn und ich einen tollen Naturgarten haben?
Mfg
Helmut
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Hallo Helmut
Ich habe auch einmal eine Ganzjahres Fütterung probiert.
Der Futterverbrauch ist wirklich extrem hoch. Ich würde
wirklich gerne wissen wie weit die Vögel für so eine Futterstelle fliegen. Ich weigere mich zu glauben das eine lokale Population solche Mengen verdrücken kann.
In diesen Punkt gehe ich mit Bertholds Empfehlung zu einer Ganzjahres Fütterung nicht konform. Meine Sommerfütterung habe ich eingestellt. Es ist einfach für einen Menschen nicht zu schaffen. Ganz egal ob es richtig oder falsch ist. Aber ich hatte wunderbare Beobachtungen. Freue mich schon wieder auf den Winter.
mfg
Zuletzt bearbeitet: 22.08.10 10:24 von blau_seven
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Ich möchte folgende Punkte zu bedenken geben:
1* Menschen haben schon immer (unfreiwillig) Vögel gefüttert, Jeder Kleintierhalter, Pferdeliebhaber oder Landwirt weiß das. Früher trugen auch Pferde mit ihrem Mist in den Städten ganz erheblich zur Nahrungsgrundlage von vielen Vögel bei.
2* Bei uns gibt es Spatzen nur noch da, wo Pferdeställe sind oder Hühner oder Tauben gehalten werden.
3* Sommerfütterung ist keine NaturschutzGROSStat aber ein kleiner Beitrag, vor allem in Siedlungsgebieten.
4* Ich gehe davon aus, dass sich die winzige Spatzenpopulation in meiner Straße hauptsächlich durch meine Sommerfütterung verdoppelt hat. Das rettet nicht die Welt, macht mir aber großen Spaß. Im nächsten Schritt werden jetzt weitere Nistmöglichkeiten aufgehängt!
5*Mein Fazit: Sommerfütterung schadet nicht, sondern nutzt. Natürlich kann sie nicht Landschaftszerstörung kompensieren, sondern dient hauptsächlich durch das Naturerlebnis uns Menschen. Aber das ist ja auch was!
Jetzt konkretes: Ich verfüttere im Winter nur ein Zehntel von dem, was im Sommer (März bis November) weggeht. Im Winter ist das Angebot von Futterstellen so enorm in der Stadt, dass sich kaum ein Vogel blicken lässt. Im Sommer kommen bis zu 20 Spatzen!! 2010 nur selten mal ein Grünling und häufiger Kohl- und Blaumeisen. Kohlmeisen haben auch mit Erdnussstücken und Sonnenblumenkernen ihre Jungen gefüttert, allerdings erst kurz vor dem Ausfliegen. Die sind ja nicht so doof, wie ihnen häufig von Futtergegnern unterstellt wird.
Ich komme aber mit einem Misch aus Weizen, SBK und Ernussbruch mit 25 Kilo gut über den Sommer. Das ist nicht die Welt. Wenn ich nicht füttern würde, käme außer zwei Amseln kein Vogel in unseren winzigen "Garten" und mit Fütterung ist immer was los.
Lieben Gruß von Tom Rabe
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Rabe - weis und schwarz
Zuletzt bearbeitet: 24.08.10 10:48 von Tom_Rabe
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