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Thema: Bestimmungshilfe Juli 2017


Das Kehlchen ist für mich auch eher ein Braunkehlchen.

Die Stelze ist für mich auch eine Schafstelze. Die dunkle Kehle ist ungewöhnlich, aber der Vogel hat gelbe Unterschwanzdecken, damit scheiden Bach- und Zitronenstelze aus. Die doppelte Flügelbinde macht auch klar, dass es keine Gebirgsstelze sein kann.

LG Annette


Zuletzt bearbeitet: 11.07.17 21:33 von Annette


Aber ein dickes rechte und dünnes linke Bein spricht für Bachstelze :-D



Das wäre dann die Richard'sche Bestimmungskonstante: Bestimmung der Stelzen nach Rechts- oder Linksfüßigkeit und dadurch unterschiedlich stark ausgeprägte Muskulatur.

Du solltest dafür plädieren, dass das in die nächste Ausgabe des Svensson aufgenommen wird.

LG Annette



Ich bin aus alter Gewohnheit diesem trauten Forum hier untreu geworden und habe auch auf einem Parallelkanal (dem Vogelforum, da bin ich mäßig aktiv seit 2005 unterwegs) nachgefragt.
Dort wird auf 'Juv. Graukehlchen, äh, -schnäpper' plädiert, was ich zwischenzeitlich recht überzeugend fand.

Auch ein junger Steinschmätzer wird für möglich gehalten.

Jungvögel...!

Ciao, Steffen

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Zuletzt bearbeitet: 12.07.17 08:32 von Bourkinist


Hallo Steffen,

der Grauschnäpper-Vorschlag hat mich jetzt ins Grübeln gebracht.

Das ist ja dann inzwischen eine ziemliche Bandbreite an Bestimmungsvorschlägen, dafür, dass der Vogel eigentlich recht gut zu erkennen ist.

Schade, dass man so wenig von den Flügeln sieht.
Die Schnabelform sieht mir nicht nach einem Schmätzer aus, der müsste doch viel kräftiger und länger sein.

Und ich finde den hellen Überaugenstreif immer noch ziemlich auffällig, aber ev. ist das ein Belichtungseffekt? Der dunkle Nacken spricht tatsächlich eher für den Grauschnäpper als für Braunkehlchen.

Junge Schwarzkehlchen habe ich schon öfter gesehen und die waren alle insgesamt viel dunkler am Bauch.

Grauschnäpper und Braunkehlchen bzw. Schwarzkehlchen haben doch aber völlig unterschiedliche Habitatansprüche und Verhaltensweisen.

Wo hat sich der Vogel denn vorwiegend aufgehalten?

LG Annette





Annette:
Hallo Steffen,

der Grauschnäpper-Vorschlag hat mich jetzt ins Grübeln gebracht.

Das ist ja dann inzwischen eine ziemliche Bandbreite an Bestimmungsvorschlägen, dafür, dass der Vogel eigentlich recht gut zu erkennen ist.

Schade, dass man so wenig von den Flügeln sieht.
Die Schnabelform sieht mir nicht nach einem Schmätzer aus, der müsste doch viel kräftiger und länger sein.

Und ich finde den hellen Überaugenstreif immer noch ziemlich auffällig, aber ev. ist das ein Belichtungseffekt? Der dunkle Nacken spricht tatsächlich eher für den Grauschnäpper als für Braunkehlchen.

Junge Schwarzkehlchen habe ich schon öfter gesehen und die waren alle insgesamt viel dunkler am Bauch.

Grauschnäpper und Braunkehlchen bzw. Schwarzkehlchen haben doch aber völlig unterschiedliche Habitatansprüche und Verhaltensweisen.

Wo hat sich der Vogel denn vorwiegend aufgehalten?

LG Annette

PS: Und kannst du die Diskussion im Nachbarforum vielleicht mal verlinken?





Hallo Annette,

vom Habitat her würde ich eher ein Braun- bzw. Schwarzkehlchen vermuten. Wir waren im Randowbruch unterwegs, also in einem relativ feuchten Wiesengelände mit teilweise recht breiten Gräben und damit verbundenen Baumreihen, aber eben auch gelegentlichen Büschen und höheren Stauden (allerdings schließt das Schnäpper auch nicht per se aus).

Der gezeigte Vogel saß einen langen und ruhigen Moment in einer Baumreihe an einem Graben und flog dann fort.
Allerdings haben wir auf unserer Tour dort kein anderes Kehlchen gesehen - das muss nichts heißen, könnte aber ein Indiz sein, dass die Bedingungen dort so gut doch nicht sind.

Hier übrigens der Fred aus dem Nachbarforum. :)

Viele Grüße,
Steffen

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hallo Steffen,

ich habe mir die Steinschmätzer-Argumentation im Nachbarfred angeschaut und finde sie schlüssig.

Ich revidiere daher meine Meinung und bin nun auch für Steinschmätzer.

Die Flügelmerkmale, grauer Nacken und angedeuteter Überaugenstreif passen jetzt alle. Und die Tarsi sind tatsächlich recht lang. Der Schnabel kommt mir zwar etwas kurz vor, aber das ist eigentlich alles, was mich stört.

Ich habe Steinschmätzer auch schon in Bäumen sitzen sehen.

LG Annette





Prima, danke! :)

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Für mich ist und bleibt das ein Braunkehlchen. Zwar habe ich noch keine jungen Steinschmätzer gesehen, wohl aber schon viele junge Braunkehlchen. Das Habitat passt doch perfekt. Ausserdem wurde das Braunkehlchen im Nachbarsforum nur mit "ein Kehlchen ist es auch nicht" widerlegt.

Frage an die Ortskundigen: wäre ein frisch ausgeflogener Steinschmätzer um diese Jahreszeit in der Uckermark überhaupt möglich?

Wie auch immer, es steht nun Aussage gegen Aussage :D

Viele Grüsse,
Harry




Steinschmätzer sind schon lange raus..die kommen schon Mitte April nach Brandenburg.
Die jungen Steinschmätzer sehen dann eher wie junge Drosseln aus und sind oberseits getupft,vor allem ist der Schnabel länger.

Ich bin für Braunkehlchen.



Meine Bilder hier



Zuletzt bearbeitet: 12.07.17 20:11 von Blauschwanz


Auch ich bleibe bei Braunkehlchen. Vergleiche am besten selber:
Braunkehlchen
Grauschnäpper
Schwarzkehlchen
Steinschmätzer

Ausschlaggebend sind für mich die Helligkeit (schließt Schwarzkehlchen aus), der Überaugenstreif, der graue Nacken, das viele weiß auf der Schwanzunterseite, die rötlichen Armdecken (schließt Grauschnäpper aus), die Haltung, die Schnabelform, der Sitzplatz (schließt Steinschmätzer aus)

MfG Maffong

Meine Galerien
Artenliste 2017: 255 Arten (Nonnensteinschmätzer)
Lifelist: 1334 Arten (Nonnensteinschmätzer)
Foraner: 51


Hallo Mathieu, du magst recht haben, aber das:
Maffong:
der Sitzplatz (schließt Steinschmätzer aus)

… stimmt nicht. Ist noch gar nicht lange her, dass ich ein Bild von einem Steinschmätzer auf einem Zweig gesehen habe (wo, weiß ich aber leider nicht mehr).



Hallo allerseits,

das mit der Sitzwarte kann ich, wie gesagt, auch widerlegen.

Was den Brutzeitraum betrifft: Es könnte ja eine Zweitbrut sein. Das liegt durchaus noch im Zeitrahmen.

Steinschmätzerbruten sind allerdings in der Uckermark ziemlich rar. Es gab ein Revier bei Schwedt und dann noch eins bei Gerswalde. Weitere sind mir nicht bekannt. Aber kann es natürlich geben. Braunkehlchen sind wesentlich häufiger.

Ich finde es schwierig. Im Gelände stellen sich für mich viele dieser Fragen gar nicht, weil die Proportionen, Gesamteindruck, Habitat und Lautäußerungen in die Bestimmung automatisch mit einfließen.

Aber die Fotos sprechen ja für sich. Das Braunkehlchenfoto ähnelt dem hier tatsächlich am meisten.

LG Annette





Hallo, ich finde dieses Referenzbild ganz aufschlussreich...

Gruß...

http://sternaberttrips.blogspot.de/
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